Neues von der Hostel Baustelle: Letzte Details rund ums Hostelgebäude

Seit Ende März bin ich immer wieder mal damit beschäftigt, die Fußwege zwischen den einzelnen Gebäuden anzulegen. Detailliert berichtet hatte ich davon bereits, doch fertig war die Arbeit zu diesem Zeitpunkt noch lange nicht. Die ersten Wege haben sich in der Zwischenzeit bewährt, was in diesem Fall eigentlich nur bedeutet, dass sie sich nicht schon innerhalb von wenigen Wochen wieder aufgelöst haben.

Wie Pedro in seinem Kommentar richtig bemerkt hat, sind für richtige Wege nämlich umfangreiche Erdarbeiten nötig. Diesen Aufwand können und wollen wir uns aber nicht antun, was zu der momentanen Lösung geführt hat. Wir sehen das einfach als Zwischenlösung, denn in einigen Jahren, wenn es unsere Zeit zulässt, werden wir die Wege vielleicht wie am Lagerhaus mit Beton und Flusssteinen überarbeiten.

Im Moment geht es auch vor allem darum, feste Pfade zu etablieren, diese mit großen Steinen einzufassen, um im nächsten Schritt die umgebenden Beete planen und anlegen zu können. Aufgrund der Trockenzeit war der Aufwand um das wuchernde Grünzeug im Zaum zu halten, in den letzten Monaten nämlich recht überschaubar. Das wird sich nun mit den ersten Regenschauern rapide ändern.

Während andere Leute ihren Boden aufbereiten und düngen müssen, wächst uns das Zeug nämlich buchstäblich über den Kopf. Momentan konzentrieren wir uns auf den Bereich zwischen den einzelnen Hostelgebäuden, wo ich in den letzten Tagen mit dem kurzen Weg von der Küche zu den Hostelzimmern beschäftigt war. Der Bereich war sehr uneben und durchzogen von großen Steinen.

Weg mit den Stachelpalmen!

Um die Sache nicht zu einfach zu machen, waren darüber hinaus mehrere große Palmen sowie unzählige Wurzel- und Holzreste von abgeschlagenen Büschen, Sträuchern und Bäumchen zu entfernen. Den Palmen bin ich bereits vor einigen Wochen mit der Machete an den Kragen gegangen. Obwohl es ziemlich mühsam ist, die gemeinen Stachelpalmen zu bearbeiten, mache ich die Arbeit immer wieder gerne.

Palmenreste

Zu oft habe ich mich an diesen elendigen Dingern gestochen, sodass es mir nun immer sehr großen Spaß macht, mich ein wenig zu rächen. Und da ich mich dann immer wieder steche, ist das Ganze irgendwie ein komischer Kreislauf aus Schmerz und Spaß geworden. Die übriggebliebenen Wurzelballen, zog Sven dann jedenfalls mit Hilfe einer dicken Kette und einer Ratsche aus dem Boden. Und da liegen sie nun, die kümmerlichen Überreste und ich warte nur darauf, dass sie trocken genug sind, um Asche aus ihnen zu machen.

Schließlich waren die Palmen entfernt, die Felsen ausgegraben und es fehlte lediglich an ein paar Schubkarren Sand, um den Weg einzuebnen. Einmal mehr ging ich dann mit dem Pickup auf Steinsammeltour und formte mit ihnen die Umrisse des Weges. Auf den Weg selber schüttete ich dann wieder einige Zentimeter Tosca, um den Schlamm zu begraben und eine saubere Deckschicht zu schaffen.

Anschließend beschäftigte ich mich mit unserer Schuhputzstation, die wir auf dem Weg zu den Hostelzimmern unter einer der verbliebenen Palmen geplant haben. Der Wasserhahn ist schon seit geraumer Zeit installiert, doch da er inmitten von Matsch und Stachelpalmen platziert war, konnte er seinen Zweck bisher nicht wirklich erfüllen. Ausgekleidet mit Beton und Flusssteinen, sieht die Sache nun schon ganz anders aus.

Die neue Schuhputzstation vor dem Hostel

Theoretisch kann man sich nun vor Betreten des Holzpodestes und der Zimmer, die Schuhe waschen, was zumindest manche unserer zukünftigen Gäste hoffentlich auch tun werden. Doch um den Steg zu den Zimmern überhaupt komfortabel zu erreichen, fehlte es bisher auch an einer Treppe. Den Rahmen für ebendiese Treppe mauerten wir schnell und billig aus Betonhohlblöcken auf. Mit der großen Flex fräste Sven die Stufen dann passgenau heraus.

Die neue Treppe ist aber gefährlich 🙂

Ein wenig Verputz drauf und schon fast fertig war das Konstrukt. Nach einigen Tagen meinte Louis dann, die neue Treppe wäre aber ziemlich gefährlich und warum wir die denn so komisch gebaut hätten. Ganz recht, irgendwas fehlte noch. Ja genau, die Stufen bzw. die Holzbretter, welche ich dafür vorgesehen hatte. Ebendiese sind im Baumarkt bestellt und bezahlt, aber waren wieder mal nicht zur Abholung in unserer Niederlassung bereit.

Also konnte ich die Treppe nicht wie geplant fertigstellen, vertröstete Louis und suchte stattdessen nach anderer Arbeit. Es dauerte nicht lange, bis ich fündig wurde. Die geplante Leuchte am Weg zwischen den Zimmern und der Küche, musste schließlich auch noch fertig gebastelt werden. Die Kabel habe ich bereits verlegt und vergraben und die Leuchte aus dem Baumarkt mitgebracht.

Unsere selbstgebastelte Weglampe

Mit ein paar Reststücken Stahlprofil bastelte ich eine Halterung dafür, die mit etwas Farbe nun wirklich super Aussieht. Sozusagen geblendet von diesem Erfolg, widmete ich mich dann gleich dem nächsten Beleuchtungsprojekt. Da unser Schleppdach vor dem Hostel nun fertiggestellt ist, war auch die Zeit gekommen, die provisorische Plastikbox durch eine ordentliche und hübsche Beleuchtung abzulösen. Nachträglich Kabel in der Gebäudewand zu verlegen, kam für mich aber nicht in Frage.

Da die Auswahl hübscher Deckenleuchten für den Außenbereich ziemlich überschaubar war, packte mich erneut die Bastelwut. Ich schraubte einfach billige Lampenfassungen aus Kunststoff auf Reststücke von Stahlprofil und bepinselte das Ganze mit brauner Farbe. Sven schweißte mir die Dinger dann von unten zwischen den Rahmen des Schleppdachs und ich konnte damit beginnen, die neuen Lichter zu verkabeln.

Und da eine braune Lampenfassung auf einem Stahlprofil nun eigentlich nicht besonders hübsch ist, fehlte da noch irgendwas. Genau, das Leuchtmittel! Dafür kaufte ich übergroße Glühbirnen Imitate, die toll aussehen, ein angenehmes Licht produzieren, in Wirklichkeit aber nur 4W LEDs verbaut haben. Klassische Glühbirnen sind in Panama zwar nicht verboten und der Strom ist außerdem recht günstig, doch unnötig Energie verschwenden müssen wir deshalb auch nicht.

Und hier die selbstgebauten Deckenlampen

Zumal der zusätzliche Heizeffekt von Glühbirnen hier nun wirklich nicht nötig ist hahaha. Die Beleuchtung vor dem Hostel ist nun jedenfalls soweit fertig. Mit der Holzlieferung können wir dann auch die Treppe sowie das Geländer komplettieren. Langsam wird unsere Vision erkennbar. Das Hostelgebäude und dessen Umgebung wird jedenfalls von Tag zu Tag hübscher.

Trotzdem ist noch sehr viel zu tun. Wir freuen uns drauf, bis dann!

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3 Antworten

  1. Michael sagt:

    Ja, sieht hübsch aus. Richtig europäisch. Heimweh ? 😉

    • Simon sagt:

      Ui, darf man nur in Europa hübsche Sachen haben oder wie? Nur weil wir es uns und unseren Gästen schön machen wollen, hat das doch nix mit Heimweh zu tun? 🙂

      • Michael sagt:

        Sieht gut aus, noch rostfrei, steht gerade da, das Stromkabel hängt nicht halb heraus, ist nicht irgendwo dran geschweißt und vermutlich funktioniert die Lampe. So meinte ich das. 🙂

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