Die Santa Fe Auswanderergemeinschaft

Diese Seite war ursprünglich für den Verkauf unserer Baugrundstücke gedacht. Mittlerweile sind alle drei Teile verkauft. Der Text hier bleibt vorerst trotzdem online, da er einen tollen Überblick über das Projekt bietet. In unmittelbarer Nachbarschaft unserer Finca, sind noch weitere Grundstücke zu verkaufen und ich vermittle gerne den Kontakt direkt zum Verkäufer. Bei Fragen bin ich jederzeit über das Kontaktformular erreichbar.

 

Wer wir sind und was wir tun?

Die relativ kurze Geschichte wie wir uns kennengelernt haben, könnt ihr hier nachlesen. Seit unserem ersten Panama Besuch im April 2016 ist eine Menge passiert, denn wir haben mittlerweile ein Grundstück in Santa Fe gekauft und unseren Heimatländern Österreich bzw. Deutschland den Rücken gekehrt. Nun wohnen wir seit März bzw. Juni 2017 in Panama und sind damit beschäftigt, unsere 4 Hektar große Finca bewohnbar zu machen. Eigentlich ist das Land aber viel zu groß, viel zu teuer und auch ein bisschen einsam. Aus diesen Gründen hatten wir uns damals dazu entschlossen, bis zu drei weiteren Parteien die Gelegenheit zu bieten, sich mit uns zusammenzutun und eine neue Existenz in Panama aufzubauen. Heute sind bereits alle Plätze vergeben und bald wird hoffentlich an dieser Stelle ein schönes Gruppenfoto zu sehen sein.

Simon, Lisa, Sven und Louis beim Spatenstich für das erste Wohngebäude

 

Was wir bisher erreicht haben

Nichts ist einfach in Panama. Es dauert alles wesentlich länger als geplant, ist oft teurer als wir dachten und manchmal auch recht kompliziert. Da fühlt es sich hin und wieder so an, als ob wir gar nicht vorwärts kommen würden. Doch was haben wir denn eigentlich bisher alles erreicht? Eigentlich eine ganze Menge. Ich würde sagen wir haben hier eine Gruppe von Menschen vereint, die gemeinsam etwas Neues erschaffen wollen. Menschen die optimistisch in die Zukunft blicken und sich mit viel Elan, Motivation und positiver Energie ein neues Leben in Panama aufbauen. Ein unabhängiges Leben und ein freies Leben. Auch frei von Angst, denn das behindert den Blick auf das Wesentliche. Stattdessen haben wir unsere ganze Energie in den Aufbau der Finca gesteckt. In weniger als einem Jahr haben wir es so geschafft, all diese Dinge zu erreichen:

  • Rund 400m Straße gebaut
  • 250m Infrastruktur Trasse für Strom und Wasserleitungen errichtet
  • Hunderte Meter Wasserrohre verlegt
  • Einen Brunnen gebohrt, ein Brunnenhaus gebaut sowie zwei 5.000 Liter Wassertanks installiert
  • Hunderte Meter Stromkabel verlegt
  • Eine professionelle Baustellenausstattung, Baugerüste und einen Anhänger gebaut
  • Ein 32m² Lagerhaus mit Außenküche, Werkstatt und Gärtnerei gebaut
  • Ein 44m² Wohngebäude mit zwei Schlafzimmern gebaut
  • Ein 18m² Sanitärgebäude mit drei Badezimmern gebaut
  • …das 20m² große Küchengebäude ist soeben im Bau…
  • …und noch vieles weitere steht in den Startlöchern!

Was soll das jetzt heißen? Ja, wenn man sich auf das Wesentliche konzentriert, kann man tatsächlich in sehr kurzer Zeit sehr viele Dinge fertigstellen. Dinge die essenziell sind um irgendwo Leben zu können, denn wer würde sein Haus bauen wollen, auf einem Grundstück ohne Strom und ohne Wasser? 

 

Unsere Finca

Unsere Finca befindet sich eingebettet zwischen einer befestigten Straße und dem größten Fluss der Provinz, dem Rio Santa Maria. Die Baugrundstücke sind in Hanglage und daher absolut sicher vor Überflutung. Eine tolle Aussicht auf die umliegenden Berge ist garantiert, der kühle Wind aus dem Flusstal sorgt für angenehme Temperaturen. Das Land hat einen tollen Charakter, viele ältere Bäume, verwitterte Felsen und bietet tollen Baugrund.

Es ist schwer zu beschreiben und auch ein Foto hilft nicht viel, doch das besondere an diesem Grundstück ist das sanft abfallende Terrain nach unten Richtung Fluss. So ergeben sich viele unterschiedliche Höhenniveaus und man fühlt sich immer schön eingebettet im satten Grün, anstatt irgendwo auf einer trockenen Anhöhe zu stehen.

Das Dorf Santa Fe ist nur rund 7 Autominuten entfernt. Ein Bus fährt alle 20 Minuten und kostet 35 Cent. Im Dorf gibt es Lebensmittel, Baumaterial, eine Schule, Polizeistation, Krankenstation, Apotheke, etc. Zur nächstgrößeren Stadt Santiago sind es rund 50 km. Dort gibt es nahezu alles was man von Europa gewohnt ist. Am Pazifik ist man in rund 3 Stunden, die neue Straße Richtung Atlantik ist fast fertig und sollte uns bald in weniger als 2 Stunden in die Karibik führen.

Von den insgesamt drei Grundstücken ist aktuell noch eines zu haben. Wer Interesse hat bei uns mitzumachen, kann sich gerne mit mir in Verbindung setzen.

 

 

Der Preis

Auch wenn es ein unangenehmer Punkt ist, doch Geld ist auch hier vonnöten, um irgendwie voranzukommen. Allerdings bieten wir nicht nur ein Stück Land zum Verkauf, sondern einen Platz in unserer Auswanderergemeinschaft. Mit allem was dazu gehört. Und dies ist vielleicht das wichtigste am ganzen Projekt. Neben dem Geld, welches wir natürlich auch bitternötig brauchen, suchen wir in erster Linie die richtigen Leute, welche zu uns und dem Projekt passen.

Die menschliche Komponente ist uns definitiv wichtiger als die Devisen, weshalb wir uns mit dem Verkauf auch Zeit lassen möchten. Einen persönlichen Besuch und ein ausführliches Kennenlernen potentieller Interessenten, ist uns sehr wichtig.

Der Preis pro Quadratmeter beträgt derzeit $0. Da wir täglich mehr Geld ausgeben, zusätzliche Infrastruktur errichten und Arbeitszeit investieren, wird dieser Preis im Laufe der Zeit stetig erhöht. Er beinhaltet sämtliche Kosten der Infrastruktur, der Öffentlichen Räume sowie der Maschinen und Werkzeuge. Weiter unten folgt eine detaillierte Beschreibung aller Punkte.

Die Preise der Grundstücke sind wie folgt:

  • LOT A: 3.600m² – Verkauft
  • LOT B: 2.800m²– Verkauft
  • LOT C: 3.600m² – Verkauft 

Die folgenden Bilder zeigen das Teilstück A Ende Mai 2018 zu Beginn der Regenzeit. Die Vegetation ist knackig grün, die Erde dunkelbraun und wartet nur darauf bepflanzt zu werden: 

 

 

Die Gemeinschaft

Derzeit sind wir vier Parteien die zusammenarbeiten und sich gegenseitig unterstützen. Und das beginnt schon mit der gemeinsamen Finanzierung der Infrastruktur auf dem Grundstück. Schon mal gesehen was es kostet einen anständigen Brunnen zu bohren? Und eine Straße zu bauen? Was, ohne die richtigen Beziehungen dauert es ein halbes Jahr und kostet tausende Dollar, bis man einen Stromanschluss bekommt? Tja, ein billiges Grundstück zu finden ist eben längst nicht alles, worauf es hier ankommt.

Aber keine Sorge, denn genau deshalb machen wir das gemeinsam. Es wird dadurch leichter für die Nachzügler und deutlich günstiger für alle. Eventuellen Neuankömmlingen können wir auch bei allem anderen behilflich sein. Vom Überseecontainer bis Visa, über Führerschein oder Autokauf bis zum Hausbau. In den vergangenen Jahren haben wir viele Erfahrungen gesammelt und können zu fast allen Fragen hilfreiche Antworten liefern.

Zu jedem Grundstück in unserer Gemeinschaft gehört außerdem der Zugang zum gemeinsamen Badestrand am Fluss. Es gibt bereits eine Treppe zum Wasser, auch eine kleine Terrasse mit Sitzgelegenheiten ist in Planung. Die komplette Infrastruktur wird von uns bereitgestellt, was natürlich auch eine Menge Geld verschlingt.

Insgesamt haben wir bisher rund $80.000 für die Erschließung und Verschönerung des Grundstücks ausgegeben. Diese Kosten teilen sich grob gesehen in drei Gruppen: Infrastruktur, Öffentliche Räume sowie Maschinen und Werkzeuge. Im Detail sieht das so aus:

 

Infrastruktur

Infrastruktur Trasse – Fertig!

Um die Strom- und Wasserleitungen verlegen zu können, müssen wir auf dem komplett unerschlossenem Grundstück zuerst eine geeignete Trasse anlegen. Wir haben uns für die oberirdische Verlegung entschieden, und werden entlang der Grundstücksgrenzen die nötigen Vorarbeiten ausführen. Zwei 52mm dicke Wasserrohre, Stromleitungen für alle Häuser, sowie ein zusätzliches Leerrohr für zukünftige Elektroinstallationen, werden wir in einem großen Bündel verlegen und damit die Basis für die Hausanschlüsse schaffen. Die Gesamtlänge der Trasse beträgt rund 350 Meter. Das Konzept ist ausgearbeitet und getestet. Die Vorarbeiten wurden bereits im Dezember 2017 fertiggestellt.

 

Elektrizität – Fertig!

Die Stromanschlüsse für die Finca werden am Haupteingang bereitgestellt und über unsere Infrastruktur Trasse an die einzelnen Abnehmer verteilt. Jede Partei wird ihren eigenen Stromanschluss haben und eine eigene monatliche Rechnung von der Stromfirma bekommen. Im Grundstückspreis sind sämtliche Kosten für die Anbindung eines Hauses mit 60 Ampere inkludiert. Sämtliche Vorbereitungen für die Stromanschlüsse sind bereits in die Wege geleitet, der erste Anschluss für unser Lagerhaus wurde bereits im Juli 2018 angeklemmt.

 

Trinkwasser – Fertig!

Als Trinkwasserquelle wird ein eigener Brunnen auf dem Grundstück gebohrt. Eine Tiefe von mindestens 50 Metern bzw. 150 Fuß wird empfohlen. Die elektrische Brunnenpumpe wird vorerst am Stromnetz angeschlossen sein, als Backup kann später eine Solaranlage installiert werden. Am höchsten Punkt des Grundstücks werden zwei Wassertanks mit je 5.000 Litern Fassungsvermögen installiert. Die Zahl der Tanks kann im späteren Verlauf noch gesteigert und der Anzahl der Bewohner angepasst werden. So kann auch ohne tägliches Pumpen eine sichere und stabile Trinkwasserversorgung gewährleistet werden. Der Brunnen wurde bereits gebohrt, das Brunnenhäuschen ist ebenfalls fertiggestellt. In den letzten Wochen haben wir die Verrohrung sowie die beiden 5.000 Liter Tanks installiert. Trinkwasser steht nun überall entlang der 250m langen Infrastruktur Trasse zur Verfügung. Alle Baugrundstücke haben damit eine funktionierende Trinkwasserversorgung. Die Brunnennutzung sowie ein Wasseranschluss entlang der Trasse sind im Grundstückspreis inkludiert.

 

Brauchwasser – Geplante Fertigstellung: 2019

Für die angedachte Landwirtschaft und Fischzucht werden größere Mengen Wasser benötigt, die wir aus Kapazitätsgründen nicht dem Brunnen entnehmen wollen. Deshalb planen wir eine Pumpstation im Fluss, von wo aus das Wasser der Infrastruktur Trasse entlang gepumpt und entnommen werden kann. Den Betrieb dieser Zusatzbewässerung planen wir nur für die Trockenzeit oder wenn Bedarf besteht. In unserem Flusstal gibt es stetigen Wind und die Brauchwasserpumpen sollen mit Windenergie betrieben werden. Im Notfall soll es auch möglich sein, das Flusswasser ins Trinkwassersystem einzuspeisen.

 

Straßenanbindung – Fertig!

Der erste und mit Abstand schwierigere Teil der Straße wurde im August 2017 fertiggestellt. Doch um auch die hinteren Teile der Finca zu erschließen, mussten wir Mitte 2018 noch einmal den Bagger auffahren lassen. Alle Grundstücke sind jetzt an eine einspurige unbefestigte Straße angebunden. Unser Ziel war es, die Zufahrt so zu gestalten, dass sie auch von normalen PKW befahren werden kann. Es stehen mehrere allgemeine Parkplätze zur Verfügung, falls jemand keine Zufahrt bis an sein Haus bauen möchte. Die Gesamtlänge aller Straßen beträgt ca. 400 Meter, die Breite 4-6 Meter. Am Haupteingang wird ein Tor gebaut, welches nachts geschlossen wird. Die Straßen auf der Finca sind Privatstraßen und nur für Bewohner und deren Besucher vorgesehen.

 

Öffentliche Räume

Lagerhaus / Werkstatt – Fertig!

Wir merken es selber jeden Tag, wenn man nichts hat, ist es sehr schwierig etwas aufzubauen. Aus diesem Grund war ein kleines Lagerhaus mit überdachter Werkstatt unser erstes Bauprojekt, welches wir im Januar 2018 erfolgreich abschließen konnten. Es steht allen Parteien gemeinsam zur Verfügung und soll als Gemeinschaftsraum genutzt werden. Rund 32m² geschlossener Raum sowie rund 50m² überdachte Fläche stehen zum lagern, bauen, gärtnern und werkeln bereit!

 

Flussanbindung / Terrasse – Geplante Fertigstellung: 2018

Um unseren schönen Fluss auch ordentlich nutzen zu können, haben wir bereits damit begonnen, einen Teil des Ufers zu säubern und eine Treppe zum Wasser anzulegen. Die letzten 10 Meter in Richtung eines Flussufers sind in Panama grundsätzlich öffentlicher Boden, weshalb dieser Teil auch niemandem gehört und von allen Parteien genutzt werden kann. Im Sommer 2018 werden wir an der Grenze zu diesem Bereich eine kleine Teakholz Terrasse bauen. Ein Gehweg bzw. eine Treppe vom Gemeinschaftshaus zur Terrasse am Fluss ist ebenfalls geplant. Sie wird ca. 150 Meter lang sein, rund 40 Höhenmeter überwinden und allen Parteien offenstehen.

 

Maschinen und Werkzeuge

Wenn man ein Haus baut braucht man jede Menge Maschinen dafür, die man entweder teuer ausleihen oder noch teurer kaufen kann. Da wir allerdings 5 Parteien sein werden und mindestens 5 Häuser bauen werden, macht es schon Sinn das ein oder andere Ding gemeinsam zu kaufen. Angeschafft haben wir bereits einen Generator, ein Schweißgerät, einen Betonmischer, einen Anhänger und Baugerüste. Für die Holzverarbeitung haben wir eine Hobelmaschine und eine Tischsäge gekauft. Außerdem steht ein ganzer Fuhrpark von kleinen Elektrowerkzeugen und Zubehör zur Verfügung. Die Nutzung für alle Parteien ist im Grundstückspreis inbegriffen.

 

Reparaturfonds und Betriebskosten

Nicht zuletzt haben wir an eventuelle Reparaturen der Infrastruktur gedacht. Eine Rücklage dafür ist eingeplant und soll später gemeinsam mit den Betriebskosten für die Gemeinschaftsräume abgerechnet werden. So können wir unangenehme Überraschungen verhindern, denn wenn mal kurzfristig etwas repariert oder erweitert werden muss, ist wenigstens das Geld dafür vorhanden.

 

Den aktuellen Projektverlauf könnt ihr ja Live mitverfolgen. Bei Fragen bin ich jederzeit gerne über das Kontaktformular erreichbar!

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