Im Gänsemarsch zum Diedamskopf

Ungewöhnlicher Weise bin ich morgens um 6 Uhr nach nur drei Stunden schlaf wach geworden. Ob es an der strahlenden Sonne oder den zwitschernden Vögel lag kann ich nicht abschätzen, zu Hause würde ich mich davon aber ganz bestimmt nicht wecken lassen. Egal. Das mindeste was ich tun konnte war Frühstück zu „kochen“. Während Mia schon stundenlang im Badezimmer war, saß Michele dann ungeschminkt am Frühstückstisch. So schlimm fand ich den Anblick nun nicht, aber als ich meine Kamera zückte war da jemand nicht so ganz begeistert. Der Blick könnte töten, oder?

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Als wir wenig später auf dem Weg zum Diedamskopf bei einer Bäckerei hielten, und Michele ihren Kaffee bekam, war das jedoch schnell vergessen. Dass ich das Bild hier jetzt grad absichtlich groß reinstelle, dürfte auch klar sein. Gegen 10 Uhr erreichten wir sodann die Talstation der Bergbahnen, wo wir uns Karten für drei Teilstrecken besorgten.

Mit Michele und Mia im „Cablecar“ ging’s dann direkt auf 2.090 Meter Höhe, also zur Bergstation am Diedamskopf. Die Fahrt war fantastisch. In wie vielen solchen Dingern ich bis jetzt in anderen Ländern war kann ich gar nicht sagen, aber eines steht fest: Vorarlberg steht dem kein bisschen nach! Blauer Himmel, Sonnenschein, kein einziges Wölkchen in Sicht. Eine spektakuläre Aussicht. Das Wetter war fast schon zu gut zum wandern. Auf über 2000 Metern Höhe hatte es jedoch nur 14° C – im Schatten. Und der war so gut wie nicht existent.

Wir brauchten wohl über 2 Stunden für den Plateaurundweg, der glaub ich mit 30 Minuten angegeben war. Familientauglich wohlgemerkt. Kein Wunder denn an jeder Ecke stoppten wir für ein Fotoshooting.

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Schließlich machten wir uns auf den Weg zur Mittelstation. Durch die starken Regenfälle in der letzten Woche, waren die Wege ausgespült und teilweise nicht so einfach zu begehen. Dass die Mädels nur Sneakers anhatten war wohl auch kein Vorteil. Nach mehreren Beinahe-Abstürzen machten wir dann Rast und verspeisten unsere im Backpacker-Style mitgebrachten Brötchen.

Frisch gestärkt ging es weiter bergabwärts im Schneckentempo. Das Highlight der Wanderung waren dann noch ein paar Kühe, die sich bereitwillig anfassen ließen. Warum Frauen immer alles angreifen müssen verstehe ich übrigens auch nicht. Egal. Auf der Mittelstation angekommen stand Mia vor einer schwierigen Entscheidung: Beach Cola oder Bum-Bum. Gemeint sind hier natürlich die Kindereis aus dem Hause Schöller, die jedem Vorarlberger wohlbekannt sein dürften.

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Tja, und so gegen 16 Uhr fuhren wir wieder hinab ins Tal und zurück zur Ferienwohnung. Ein bisschen relaxen für die Mädels, ein bisschen Blogschreiben für mich. Nun ist es Zeit zum kochen. Was wir morgen vorhaben wissen wir noch nicht. Ihr werdet es aber im nächsten Beitrag erfahren 😉

 

 

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2 Antworten

  1. Michael sagt:

    Hochtannberg, Körbersee (ist nicht weit, falls Muskelkarter) und Lech / Arlberg (für Ausländer sehr wohl sehenswert), retour über Großwalsertal, Damüls – dort gäb´s auch eine Bahn und eine Spitze …. 🙂 … Fahrtdauer ca. 2 Stunden, Rest ist Sightseeing.

    • Simon sagt:

      Klingt toll, nur leider ist Mia ein bisschen empfindlich auf kurvigen Bergstraßen. Da war die Fahrt nach Bezau schon genug glaub ich. Und so gern ich sie hab, aber mein Auto vollkotzen lass ich mir nicht 🙂

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