Neues von der Baustelle: Arbeitsfläche, Lagerplatz und Gärtnerei

Während Sven und Isais wie üblich mit den eher groben Arbeiten beschäftigt sind, kümmere ich mich immer wieder gerne um die Erweiterung, Optimierung und Verschönerung unserer bestehenden Infrastruktur. Zuletzt hatte ich im März von den zahlreichen Verbesserungen am Lagerhaus berichtet, als wir unter anderem das Schleppdach an der Vorderseite gebaut haben.

Auch das damals neu gebaute Materiallager haben wir keinesfalls zu groß dimensioniert, denn es ist mittlerweile recht gut gefüllt. Der Bau hat sich also schon mehr als rentiert. Grund genug noch weiter auszubauen. Als erstes ging es daran, beim Schleppdach an der Vorderseite des Lagerhauses, eine passende Bodenplatte hinzuzufügen.

Das Materiallager ist mittlerweile recht gut gefüllt

Da die Platte direkt auf die Erde kam, mussten wir nur eine seitliche Schalung bauen und ein wenig Bewehrung einlegen, bevor es auch schon losgehen konnte. In Windeseile war die Platte fertig gegossen und glattgestrichen. Wunderschön, denn damit war der Grundstein gelegt für einen zusätzlichen Arbeitsplatz an der Vorderseite des Gebäudes.

Während im hinteren Bereich unter dem großen Schleppdach eher größere und längere Projekte umgesetzt werden, ist der zusätzliche Arbeitsplatz vorne speziell für kleinere Arbeiten zwischendurch sehr praktisch. Wenn man für eine kleine Sache nämlich öfters ins Lager muss um diverse Teile und Werkzeuge zu holen, und dabei jedes Mal um das komplette Gebäude laufen muss, ist das schon ein bisschen zäh.

Die neue Werkbank ist fertig

Ich bilde mir ein, dass mir sogar schon schwindlig wurde, vom vielen im Kreis laufen. Damit sollte jetzt Schluss sein. Was fehlte war noch eine zusätzliche Werkbank. Aus Winkelprofil und Resten von Metallrohren, schweißte Sven das Ding blitzschnell zusammen. Ebenso geschwind hatte ich die Konstruktion dann mit schwarzer Metallschutzfarbe eingestrichen.

Als nächstes schnitt ich die hölzerne Arbeitsplatte zurecht und passte unten zwischen die Verstrebung eine Holzplatte ein, welche sich nun ebenfalls als Ablagefläche nutzen lässt. Ein paar zusätzliche Steckdosen an der Wand hatte ich schon vor längerer Zeit vorbereitet. Und damit war der neue Arbeitsplatz sozusagen fertig.

Die Lagerbox für Holzplatten

Rechts vom Tisch an der Wand blieb noch etwas Platz, für den ich auch gleich die passende Verwendung hatte. Da wir immer mal wieder Holzplatten, Türen oder andere große Holzteile zwischenlagern, die sich nicht optimal im Materiallager verstauen lassen, musste eine andere Lösung her. Das Holz wird von Licht und Wetter nämlich grau und hässlich und sollte deswegen möglichst geschützt gelagert werden.

Ich plante eine knapp 2,5 mal 1,5 Meter große Lagerbox, in der die Holzplatten sicher vor Verwitterung gelagert werden können. Den Rahmen aus Kanthölzern schraubte ich direkt auf die Wand und verkleidete das ganze anschließend mit OSB-Platten. Besonders hübsch ist es nicht geworden, wird aber wohl seinen Zweck erfüllen. Unser Holz fühlt sich darin jedenfalls sichtlich wohl.

Zurück auf der anderen Seite des Lagerhauses, zwischen der Küchenzeile und der Werkbank, wo vorher unter anderem die Holzplatten lagerten, war nun eine große Lücke. Auch hier griff ich wieder zur Säge und zum Akkuschrauber und zimmerte ein kleines Regal zusammen, in dem wir zukünftig unser Gartenzubehör lagern werden.

Das neue Regal hinterm Lagerhaus

Aus diversen Holzresten und Verschnitt bastelte ich dann noch Holzkisten in verschiedenen Größen, um noch mehr Platz zu schaffen, unsere Sachen halbwegs ordentlich und übersichtlich zu lagern. Das eben erwähnte Gartenzubehör hat mittlerweile auch einen richtigen Sinn bekommen, denn unser Grünzeug wächst und gedeiht an allen Ecken der Finca.

Ordnung muss sein

Bleiben wir für den Momente aber in der Gärtnerei, welche sich hinter dem Lagerhaus direkt ans Schleppdach anschließt. Anstatt ein wasserdichtes Metall- oder Wellbetondach, haben wir hier einfach ein dickes Kunststoffnetz über ein paar Metallverstrebungen gespannt. Das Material ist zwar licht- sowie wasserdurchlässig, schafft aber einen ausreichend geschützten Bereich für unsere kleinen Pflanzen.

Der Gartentisch, welchen wir vor fast zwei Jahren gebaut haben, erfüllt auch heute noch bestens seinen Zweck. Ein eigener Wasserhahn mit Gartenschlauch rundet das Angebot auch schon ab. Und fertig ist die Gärtnerei. Von den Erfolgen und Misserfolgen, Glücks- und Katastrophenfällen aus unserem Garten, möchte ich euch aber ausführlich in einem eigenen Beitrag berichten.

Unsere kleine Gärtnerei

Stattdessen gehen wir noch kurz vor zur Einfahrt der Finca, wo sich unser allerstes Bauwerk befindet. Im Juli 2017 haben wir hier unter anderem die erste Stromwand gebaut, die sich aus mehreren Gründen nicht wie geplant nutzen ließ. Praktisch schien die Mauer an dieser Stelle trotzdem zu sein, da wir in unmittelbarer Nähe irgendwann mal ein Tor bauen werden. Da können dann Klingeln, Briefkästen, Gegensprechanlagen oder was auch immer angebracht werden.

Der dortige Infrastruktur Stützpunkt bietet Strom- sowie Netzwerkanschlüsse und damit alle Möglichkeiten. Sozusagen als Gesicht der Finca, sollte diese langsam vermoosende Mauer nun auch produktiv genutzt werden. Mit Verputz und etwas Farbe sah sie gleich viel hübscher aus. Noch ein kleines niedliches Dach oben drauf und fertig.

Um die kritischen Stellen auf unserer Privatstraße zu beleuchten, hatten wir schon vor längerem einige Straßenlampen angeschafft, von denen ich nun eine an der ehemaligen Stromwand befestigte. Auch eine meiner vandalensicheren Domkameras durfte nicht fehlen, denn wir wollen ja schließlich wissen, wer hier aus- und einfährt. Ein zusätzlicher Infrarotscheinwerfer sorgt auch bei Nacht für eine Sichtweite von weit über 50 Metern. Perfekt, was will man mehr?

Und während ich euch in diesem Beitrag sozusagen mit Randthemen abgespeist habe, wird es im nächsten Bericht wieder ans Eingemachte gehen. Der Innenausbau unserer Hostelküche nimmt nämlich langsam Form an und ich freue mich euch bald mehr davon zu erzählen. Bis dann!

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