Neues von der Baustelle: Das Lagerhaus wächst und gedeiht

Während wir nun seit genau drei Wochen auf der Finca im Hostel wohnen und es Stück für Stück zu Ende bauen, gibt und gab es auch noch jede Menge anderer Arbeiten zu erledigen. Unser Lagerhaus ist zwar seit mehr als einem Jahr fertig gebaut, doch die Ausstattung sowie die Arbeits- und Lagerflächen, optimieren und erweitern wir stetig.

Das Farbregal im Lagerhaus

So war das kleine Farbregal, welches ich erst aus Betonblöcken und dann als Wandregal gebaut habe, nur der Anfang. Bereits letztes Jahr haben wir das Schließsystem der Türe verstärkt, sodass eventuelle Langfinger schon beim Anblick der Schlösser, wieder das Weite suchen dürften. Da die Fensterblöcke eher dekorativer Natur sind, haben wir kurz vor dem Umzug außerdem stabile Gitter über den Öffnungen angebracht.

Das neue Schließsystem am Lagerhaus

Ja, das Lagerhaus ist jetzt schließlich bis zum Dach vollgestellt mit teuren Maschinen und Werkzeugen. Ein wenig Sicherheit sollte da schon sein, ganz unabhängig davon, ob es nun wirklich nötig ist oder nicht. Zumindest die Kinder und die Besoffenen dürften unsere Maßnahmen ganz gut abhalten, falls jemand wirklich rein will, wird er das aber auch weiterhin können.

Wenn es um das Wetter geht, sind wir dieses Jahr in einer ähnlichen Situation wie auch in 2018, als wir hastig das Schleppdach am Lagerhaus fertigstellten. Wir haben noch vielleicht ein bis zwei trockene Monate vor uns, bis der unaufhörliche Regen wiedereinsetzen wird. Mit allen Kräften arbeiten wir momentan daran, Dächer und Unterstände zu bauen, um fit für die Regenzeit zu sein.

Das erwähnte Schleppdach am Lagerhaus, welches wir damals aus günstigem Plastik zusammengetackert hatten, stand zuerst im Fokus. Leider hat sich das Plastikdach in Kombination mit der Sparversion des Dachstuhls, als ziemlich undicht erwiesen. Zu groß waren die zu überbrückenden Distanzen zwischen den Trägern, sodass die einzelnen Dachelemente in der Luft flatterten und nicht ordentlich abdichteten.

Nach einige Versuchen mit Silikon und Teer, konnten wir das Problem zwar eingrenzen, doch eine Dauerlösung war es nicht. Also mussten wir in den sauren Apfel beißen und das ganze Zeug schließlich wieder abreißen, um es durch ein stabileres Zink Dach zu ersetzen. Bei den starken und unberechenbaren Windböen, die es in der Trockenzeit hier immer hat, war das Hantieren mit den großen Metalldächern, gar nicht so ungefährlich.

So ein Ding im falschen Winkel in den Wind gehalten, wird sofort zu einem messerscharfen Geschoss. Allen Widrigkeiten zum Trotz, schafften wir den Job zu zweit an nur einem Tag. Und das Dach ist nun auch wirklich dicht. Mittlerweile sind am Lagerhaus sowie am erneuerten Schleppdach auch Regenrinnen montiert, die einen Großteil des Wassers in sichere Entfernung bringen sollten.

In der Zwischenzeit war Sven damit beschäftigt, die Einzelteile für unser neues Materiallager vorzubereiten. Da wir zahlreiche Halbzeuge, Holzbretter, PVC-Rohre und diverses anderes sperriges Material, derzeit unter dem Schleppdach lagern und damit kostbare Arbeitsfläche verschwenden, musste dafür unbedingt eine Lösung her. Zu oft ist das Zeug auch schon in der Wiese angerostet oder von Gras überwuchert worden.

Zum Vorbild genommen hatte ich mir bei der Planung den Unterstand des örtlichen Baumarktes, wo auf wenig Platz viele Sachen gelagert werden können. So bauten wir ein knapp 6,5 mal 2,5 Meter großes, fünfstöckiges Materiallager, um ein für alle Mal für Ordnung zu sorgen. Und um den Resten des Plastikdachs nochmal eine Chance zu geben, verbrachte ich einen ganzen Tag damit, sämtliche Schraubenlöcher mit Gitterklebeband und Teer zu flicken.

Für das Materiallager wird es wohl noch gut genug sein. Wir werden sehen. Die mit Teer vollgeschmierten Plastikdinger bei den unaufhörlichen Windböen hier zu montieren, war jedenfalls ein ganz besonderer Spaß. Mit Unterstützung von Lisa ging es dann aber ruck zuck und im nu war das Dach auch schon fertig gedeckt. Also wenn man das überhaupt so nennen darf. Meinem Dachdecker Kumpel aus Österreich würde es da wohl kalt den Rücken runter laufen hahaha.

Und während wir mit dem Materiallager beschäftigt waren, arbeitete Sven parallel dazu auch schon am nächsten Projekt. An der Vorderseite des Lagerhauses Richtung Straße hin, sollte nämlich ebenfalls ein kleines Schleppdach angebracht werden. Dort soll später einmal ein weiterer Arbeitsplatz mit Werkbank entstehen, womit der Nutzwert des Lagerhauses noch einmal deutlich gesteigert wird.

Das knapp 2 Meter lange Zink Dach sollte freitragend sein, denn um die Einfahrt mit dem Hänger zur Rückseite des Lagerhauses Richtung Materiallager nicht zu behindern, konnten wir an den äußeren Ecken keine Stützen einbetonieren. Sven schweißte wie so oft eine total überdimensionierte Metallkonstruktion zusammen, auf der jetzt wahrscheinlich ein kleinerer Helikopter landen könnte. Naja wer weiß, vielleicht wird sich die Möglichkeit, den Dachstuhl als Laufschiene für einen Kran zu verwenden, noch als nützlich herausstellen.

Nach einigen Problemen mit minderwertigen Betonankern, die im Anschluss durch dicke Gewindestangen ersetzt wurden, war die ganze Konstruktion auch schon fest und stabil mit dem Gebäude verankert. Das anschließende Dachdecken ging dann recht schnell von der Hand. Der unberechenbare Wind führte auch hier zu brenzligen Situationen, doch schlussendlich ist alles gutgegangen.

Unser Lagerhaus erstrahlt jetzt in neuem Glanz, denn ein Schleppdach ist erneuert, ein weiteres hinzugefügt und das brandneue Materiallager wird zukünftig für noch mehr Ordnung sorgen. Voller Tatendrang können wir nun zur eigentlichen Arbeit zurückkehren und planen schon wieder am nächsten Projekt. Bis dann!

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