Neues von der Hostel Baustelle: Letzte Details an Cabaña und Badezimmer

Willkommen zurück auf der Baustelle, von wo es jetzt schon seit längerem keine Berichte mehr gab. Ja ich scheine hier gar den Eindruck erweckt zu haben, es würde auf unseren Baustellen schon gar nichts mehr vorwärts gehen. Mit diesem Beitrag sollte sich das erübrigen. In der Tat hat sich seit dem Unfall mit unserem Auto das Arbeitstempo merklich verlangsamt, doch solche Phasen muss es eben auch geben.

Außerdem hat die verfrühte Ankunft von Harry und Beate den Plan ein bisschen durcheinandergewirbelt, schließlich war die Cabaña und vor allem das drum herum eigentlich noch gar nicht so richtig fertig. So war ich Ende Oktober auch noch ganz fleißig damit beschäftigt, in letzter Minute die Wege sowie den Eingangsbereich anzulegen. Als wichtigstes musste ich zuerst dafür sorgen, die ohnehin schon in Mitleidenschaft gezogene linke Seitenwand der Cabaña, vor weiteren Matschspritzern zu schützen.

Das Phänomen sieht man bei vielen Häusern in Panama, nämlich bis auf Hüfthöhe mit Matsch und Dreck versaute Außenwände, weil sich eben bei starkem Regen jeder Garten irgendwann in eine Matschpfütze verwandelt. Ich ging die Sache ganz pragmatisch an und legte den kompletten Bereich einfach mit Flusssteinen aus. Sieht ordentlich aus, lässt das Wasser versickern bzw. durchfliesen und verhindert gleichzeitig Dreckspritzer.

Als nächstes betonierte ich eine Einfassung um den Wasserhahn direkt neben der kleinen Terrasse der Cabaña. Er sollte zum Schuhe waschen und gelegentlichen Auffüllen einer Wasserflasche ganz nützlich sein, außerdem brauchen wir dort auch Wasser für den Garten. Zu guter Letzt musste an der Vorderseite der Terrasse eine kleine Rampe angelegt werden, wobei natürlich am Ende das Wasser nicht auf die Terrasse fliesen sollte.

Ein paar Schubkarren Erde später, hatte ich vor der Cabaña einen großen weichen Matschklotz liegen, welcher für den nächsten Arbeitsschritt noch viel zu feucht war. Einige Tage später war das Zeug dann halbwegs hart und bereit für eine dünne Schicht Beton mit Flusssteinen. Sehr schön, und fertig war der Aufgang zur Terrasse.

Alles was nun noch fehlte, waren ordentliche Verbindungswege. Um für ein wenig Privatsphäre bei der Cabaña zu sorgen, gestaltete ich die Anbindung zur Küche bzw. zum Badezimmer so, dass später, wenn der Garten einmal schön hochgewachsen ist, beim Vorbeilaufen keine direkte Sichtverbindung besteht. Wie üblich legte ich zuerst die äußeren Rahmen mit Steinen und Felsbrocken an und füllte den Zwischenraum dann mit Tosca auf.

Ohne Pickup all die Materialien dahin zu bekommen war eine ganz eigene Herausforderung, doch Stück für Stück ging es voran und in wenigen Tagen waren die kurvigen Wege fertiggestellt. Rundherum haben wir noch ein paar Blümchen und Sträucher eingepflanzt, an der Palme wächst außerdem eine Maracuja hoch, wo wir wohl schon bald die ersten Früchte ernten können.

Einziger Schönheitsfehler an der ganzen Ecke der Finca waren jetzt nur noch die vielen Rohre und Wassertanks unserer Kläranlage, wo es dringend Handlungsbedarf gab. Den größten Teil der Rohre haben wir bereits in den letzten Monaten eingegraben, doch ein guter Teil davon sowie drei der Tanks waren noch recht gut zu sehen. Da wir dort aber zur Wartung regelmäßig hinmüssen und es zum eingraben schlicht zu viel Erde brauchen würde, musste eine andere Lösung her.

Ich schlug einige Bewehrungseisen in den Boden, befestigte ein Kunststoffnetz daran und pflanzte verschiedene Rankpflanzen in der Umgebung. Bald wird sich vor der Kläranlage also hoffentlich eine bunte Wand aus Blumen und Maracuja befinden, die nicht nur die Tanks verstecken, sondern auch den Weg zu den Badezimmern dekorieren wird. Und das in bester Gesellschaft mit den dort wachsenden Papaya- und Bananenstauden.

Ja und das Badezimmer – oder besser gesagt das zweite von insgesamt drei Badezimmern auf der Anlage– wurde trotz großer Bemühungen nicht mehr rechtzeitig für unsere ersten Gäste fertig. Sven hatte bereits die Wände und den Großteil des Bodens gefliest, doch die vielen Details drumherum kosteten wie immer die meiste Zeit. Denn mit dem Kleben der Fliesen ist es nicht getan, schließlich müssen noch Fugenmasse und Silikon an die jeweiligen Stellen und mehrmals gründlich saubermachen muss man auch.

Ganz zu schweigen von den Armaturen und Wasserleitungen auf der Rückseite des Gebäudes, wo der arme Sven auch noch so einiges zu tun hatte. Intelligenterweise haben wir den Auslass der Dusche so geplant, dass genau ein Stahlträger im Weg war. Blöd gelaufen, die Löcher in der Fliese waren aber leider schon gebohrt. Ärgerlich doch nicht unlösbar. WC und Waschbecken dagegen hatte er in Windeseile und relativ problemlos montiert.

Schon konnte ich mich daran machen, den kleinen Streifen Wand oberhalb der Fliesen zu malen und als Wandabschluss einige Cañas zu montieren. Sehr hübsch. Weiter ging es mit Türrahmen und Tür, die ich schnell eingepasst und installiert hatte. Die bereits vor Wochen gebaute Sitzbank kam auf ihren Platz, diverse andere Badezimmer-Accessoires schraubte ich an die Wände. Und dann ging mir ein Licht auf bzw. eben keines, denn die Verkabelung für die Badezimmerleuchte musste auch noch gemacht werden.

Zu guter letzte noch den Betonschleier von den Wänden geschrubbt und den Spiegel montiert – jetzt können die nächsten Gäste kommen. Und das werden sie vermutlich auch jeden Moment, denn wie angekündigt bekommen wir wieder mal netten Besuch aus Deutschland. Mehr dazu vielleicht in einem anderen Beitrag. Bis dann!

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