Casita Simon: Von der Lampe zum Tellerhalter

Im letzten Beitrag habe ich euch vom provisorischen Einzug in mein Häuschen berichtet. In den ersten Wochen ging es dann primär darum, die Bude auch wirklich bewohnbar zu machen. Begonnen hat das mit der Installation der Beleuchtung. In den ersten Nächten hatte ich lediglich Plastikfassungen an den Stromkabeln hängen.

An mangelnder Vorbereitung lag das nicht, denn die insgesamt fünf Lampen für die Innenbeleuchtung hatte ich schon vor geraumer Zeit angeschafft und ins Lagerhaus gelegt. Der Teufel steckte wie immer im Detail Wie alles andere auch, sind die verwendeten Lampenfassungen und Leuchtmittel in Panama aus aller Herren Länder importiert.

Dabei verkauft man dann Lampen mit amerikanischen Fassungen und Leuchtmittel mit europäischem Gewinde. Supi. Hatten die vielen verschiedenen Fassungen früher noch ihre Berechtigung, als die Glühbirnen richtig viel Strom verheizten und die Lampen entsprechend ausgelegt sein mussten, ist das heute irrelevant.

Meine 4 Watt LED Leuchtmittel sehen nicht nur aus wie Glühbirnen, sondern Strahlen mit 2700K auch ein ähnliches Lichtspektrum aus. Noch dazu sind sie dimmbar. Dafür war es mir dann auch Wert, noch ein paar Tage auf Gewindeadapter zu warten, die ich mir im Internet bestellt hatte. Dann konnte ich endlich meine Lampen montieren und das Haus ordentlich beleuchten.

Doch es war gerade zu Beginn der Regenzeit und sämtliche Insekten die bis dahin im Boden schlummerten, erwachten und flogen auf das Licht zu. Ein Härtetest für mein Haus bzw. die Fenster. Aus Faulheit hatte ich noch nicht einmal die Windblocker installiert. Freilich hatte ich mir auch gedacht diese gar nicht zu benötigen, ein bisschen frische Luft ist ja nie verkehrt.

Natürlich fanden aber auch die Insekten die entsprechenden Löcher und kreisten bald zu hunderten um meine neuen Lampen. Die Situation zu Beginn der Regenzeit war sicherlich extrem, doch an meinen Fenstern musste ich trotzdem was ändern. Oder besser gesagt hinzufügen. Ich installierte nicht nur die ab Werk mitgelieferten Windblocker, sondern klebte auch noch zusätzlich Dichtungsbänder in die Profile.

Und seit diesem Tag ist mein Haus quasi frei von Fluggetier. Nachdem ich mich nun um Lampen und Fenster gekümmert hatte, ging es sogleich weiter mit der Küche. Auch dort gab es noch jede Menge Kleinigkeiten zu erledigen. Als erstes installierte ich Bodenleisten in den gefliesten Küchenkästen. Silikon und Acryl helfen auch hier beim Kampf gegen die Ameisen.

Als nächstes brachte ich noch einige Dekorationsleisten entlang des hölzernen Rahmens der Küchentheke an. Die Türchen fehlen jetzt zwar immer noch, doch irgendwie gefällt mir das offene Design. Alles ist mit einem Handgriff erreichbar und es bleiben keine dunkeln Ecken für Kakerlaken und Co. Eigentlich perfekt.

Einsehen kann man den Bereich vom Wohnzimmer aus sowieso nicht, lediglich auf dem Weg zum Badezimmer sieht man direkt in die Küchenzeile. Und da widmete ich mich jetzt noch dem oberen Bereich. Zahllose Küchenutensilien, Töpfe, Pfannen und Geschirr hatte ich bereits angeschafft. Und all das Zeug stand bisher ein wenig chaotisch in der Gegend herum. Zeit Ordnung rein zu bringen.

Platz für irgendwelche Wandschränke oder große Regale habe ich in meiner kleinen Küche allerdings nicht. Das Fenster beim Spülbecken nimmt mir dazu jede Möglichkeit. Die einzige freie Stelle über dem Herd, wo ich übrigens keinen Dunstabzug habe, kommt auch nicht in Frage. Mein Geschirr werde ich also nicht in einen Schrank räumen, sondern mehr oder weniger offen verwahren.

Dazu entwarf ich einen Tellerhalter, der aus einigen Holzresten und händisch gebogenem Edelstahldraht besteht. Es war mein erster Versuch in diese Richtung und wurde gleich ein voller Erfolg. Die Teller sehen toll darin aus, dekorieren mit ihrer Anwesenheit sozusagen meine Küche. Weil sie fast vertikal stehen, kann sich kein Dreck darin sammeln. Gleichzeitig sind sie einzeln greifbar und nehmen relativ wenig Platz weg. Was will man mehr?

Für die Wand bastelte ich mir sodann ein Mini-Regal, wo vier Gläser oben draufstehen und vier Tassen unten dranhängen. Und viel mehr Geschirr brauche und habe ich sowieso nicht. Auch an der anderen Seite des Fensters, blieb mir noch ein wenig Platz übrig. Dort befestigte ich eine Holzleiste mit zwei Halterungen aus Edelstahl. So kann ich nun meine Töpfe und Pfannen an der Wand aufhängen.

Zu guter Letzt fehlte mir noch ein Organisator für die am häufigsten gebrauchten Küchenutensilien. Ich kombinierte ein Zierelement aus Metall mit einer weiteren Holzleiste und schraubte das Ganze an die noch verbliebene freie Stelle an der Wand. Und so ist sie nun nahezu perfekt, meine kleine Küche. Im Wohnzimmer bzw. Büro sieht das noch ganz anders aus.

Hier fehlen mir noch jede Menge Möbel, allen voran ein großer Schreibtisch. Wie es aussieht werde ich also bald meine Schreinerei wiederbeleben. Ich freue mich drauf, mehr dazu im nächsten Beitrag!

3 Antworten

  1. Gerhard sagt:

    Toll, das sieht wirklich heimelig und aufgeräumt aus – prima gemacht 🙂

  2. Michael sagt:

    Perfekt, bis auf das Grün, das passt nicht zum Urwald und den Kakerlaken. 🙂

  3. Brigitte sagt:

    Wow!!
    Super! Ich liebe die Farbe gruene Wand! Und alles so schone ordentlich!
    Hut ab!

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