Cape Reinga & Bay of Islands

02.05.2011

Nachdem es am Morgen immer noch regnete, beschlossen wir direkt an den nördlichsten Punkt Neuseelands zu fahren: Das Cape Reinga. Bevor wir Whangarei verließen, machten wir noch einen kurzen Stop bei Pak’n Save und stockten unsere Vorräte auf. Es regnete ununterbrochen, kein Ende in Sicht.

Auf der Reise Richtung Norden hatten wir dann immer mal wieder kurze Lücken mit etwas Sonnenschein, was dazu führte, dass unser Weg von Regenbogen gesäumt war. Auch als wir unterwegs einen Zwischenstopp beim 90 Mile Beach einlegten, hatten wir ca. 20 Minuten Zeit um Fotos zu machen, bevor es wieder anfing zu regnen.

regenbogen

Die kleinen blauen Lücken im Himmel wurden aber im Laufe des Tages immer größer, und gaben uns Mut weiterzumachen. Am Nachmittag war die Regengefahr dann soweit gebannt, dass wir sogar beschlossen, auf einem Department of Conservation Campingplatz unweit vom Cape Reinga zu übernachten. Diese Campingplätze sind sehr günstig bzw. gratis, bieten aber auch nicht viele Einrichtungen. So gab es zum Beispiel keine überdachten Bereiche, sondern nur Bänke und Tische direkt am Meer.

90-mile-beach

Unser Mut wurde schlussendlich belohnt, der Wettergott war gnädig und wir durften gemütlich im Freien kochen und essen. In der Nacht war der Himmel weitgehend klar, und man konnte ein Meer voller Sterne beobachten. Nachdem ein bisher nicht identifiziertes Tier in der Größe einer Katze über den Tisch gesprungen war, beschlossen wir dann aber doch in den Van zu liegen.

 

 

03.05.2011

Um 7:30 Uhr morgens verließen wir den nördlichsten „gratis“ Campingplatz des Landes, um nicht doch noch abkassiert zu werden, und fuhren noch 8km weiter nördlich zum Cape Reinga. Es sah dann mehr aus wie Cape Nebel, und nachdem wir unsere Wasserflaschen aufgefüllt hatten, ging es wieder gen Süden.

cape-nebel

Wenig später erreichten wir die Te Paki Sanddünen, wo ziemlich viel Wasser war. Der Regen der letzten Tage hat sich auch hier bemerkbar gemacht. Unser Weg führte uns durch grüne hügelige Landschaften, stets gefüllt mit Rindern und natürlich unzähligen Schafen. Neuseeland – das Land der Schafe. Es ging weiter durch das Inland, bis wir schließlich in Paihia bzw. der Bay of Islands ankamen. Die Sonne schien diesmal nicht nur in meiner Fantasie, und ich konnte sogar wieder meinen Pullover ausziehen.

Wir nahmen die Fähre von Opua nach Russell, und der nächste Stopp war quasi im Meer, auf einer Bootsrampe.

Russell

Die Aussicht war gigantisch, ein echtes Paradies. Hinter jeder Kurve tauchte eine neue Bucht auf, die eine schöner als die andere. Wenn wir an jedem hübschen Plätzchen in dieser Gegend einen Fotostopp gemacht hätten, müssten wir das Auto noch zwei Wochen länger mieten.

 

Backpacking New ZealandApropros Auto mieten. Da Helen und ich nicht unbedingt viele gemeinsame Interessen haben, beschlossen wir schon früher nach Auckland zurück zu fahren. Sie wird dann am Donnerstagmorgen aussteigen, und ich werde die Anu abholen und mit ihr noch drei Tage durch die Gegend kurven. Wo wir dann hin wollen wissen wir nicht (SMS von ihr: „Let’s think and talk about it later“), aber ich denke mit ihr werde ich mehr Spaß haben als mit Helen. Und darüber hinaus bin ich dann auch endlich mal wieder gezwungen Englisch zu sprechen 🙂

OK, wir fuhren also der traumhaften Küste entlang, bis wir gegen Abend in dem kleinen Dorf Tutukaka ankamen, wo wir an einem Campingplatz übernachteten. Der ganze Boden war wie ein Sumpf, es muss hier unmittelbar vor unserer Ankunft sehr stark geregnet haben. Was für ein Glück.

Wir saßen im Freien und genossen unseren Wein, der mir fast zum Verhängnis wurde. Dafür habe ich dann sehr gut geschlafen 🙂

 

 

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