Volunteering at ConFest

Ich denke das wird der bisher schwierigste Beitrag fuer mich. Euch beizubringen was ich die naechsten Wochen vor habe wird nicht leicht 😀

Einigen von euch habe ich schon erzaehlt, um was fuer eine Art von Veranstaltung es sich beim ConFest handelt. Der Name besteht aus den Woertern Conference und Festival, was schon mal in groben Zuegen beschreibt worum es geht. Es findet zwei Mal im Jahr statt, und das bereits seit ueber 30 Jahren – in dieser Zeit hat das ganze auch seinen Ursprung. Man koennte also sagen es ist ein 70er Jahre Flower Power Hippie Fest.

>> CONFEST WEBSEITE

 

 

Ich finde der Satz auf dem Plakat sagt sehr viel darueber aus was fuer Menschen man dort trifft:

„Hier gibt es keine Fremden, nur Freunde die du noch nicht getroffen hast“

…so koennte man das uebersetzen. Es werden sich ca. 3000-4000 Leute mitten im tiefsten Busch einfinden und eine Woche lang feiern, tanzen und Spass haben.

Jeder kann einen Workshop anbieten oder an einem teilnehmen, von Yoga bis Gitarre spielen kann man dort alles lernen. Es geht darum sein Wissen, Talente, seine Ansichten und Philosophien mit anderen zu teilen. Letztes Jahr gab es in den sieben Tagen rund 400 Workshops. Darueber hinaus gibt es laufend spontaneous choirs, music, dance and art events and happenings die jederzeit und ueberall stattfinden koennen. Hier sagt ein kurzes Video mehr als tausend Worte: Spontaneous Choir High Lights

Ausserdem ist das Gelaende in sogenannte „Villages“ unterteilt. Das sind zb. Healing, Arts Beach, Massage, Spiritual, uvm. Ein grosser Unterschied zu anderen Festivals ist das es hier keine elektrische Musik gibt. Nur „selbstgemachte“ Musik und Gesang. Die einzige Ausnahme ist die „silent disco“, wo ca. 50 Funkkopfhoerer bereitliegen und jeder zu der Musik seiner Wahl tanzen kann. Das muss sehr lustig aussehen wenn saemtliche Leute tanzen, man aber keine Musik dazu hoert, und dann noch jeder zu einem anderen Song tanzt 😀

Eine weitere Besonderheit ist das ueberall auf dem Gelaende „clothing optional“ gilt. Das heisst jeder kann das was er will, oder auch nicht, tragen. So soll es zb. keine Besonderheit sein, wenn beim Haupteingang von einem Nackten die Eintrittskarten kontrolliert werden 🙂 Es gilt ganz einfach das jeder die Freiheit hat zu tun was er moechte – und auch akzeptieren soll fuer was sich jemand anderes entschieden hat.

Mit diesen Infos kann ich euch nun auch die Fotogallerie von Olly verlinken:

>> ZUR FOTOGALLERIE

Ich brauche nicht zu erwaehnen das es keinerleie sanitaere Einrichtungen, Elektrizitaet oder sonst irgendwelche Annehmlichkeiten der zivilisierten Welt geben wird. Die grundlegenden Dinge wie Gehwege und Strassen, Trinkwasserversorgung, Toiletten, Erste Hilfe, Brandschutz, Kuechen, etc. muessen in den naechsten Tagen errichtet werden. Und da komme ich ins Spiel….

Das ganze Event ist nicht kommerziell aufgebaut, es gibt keine bezahlten Arbeitskraefte sondern es wird alles ausschliesslich von Freiwilligen gemacht. Ich habe schon vor ein paar Wochen einen „letter of acceptance“ bekommen, das ist die offizielle Erlaubnis das ich vor dem Beginn des Festivals auf das Gelaende darf und beim Aufbau mithelfen kann.
Das war gar nicht mal sooo leicht, denn saemtliche Freiwillige muessen mit Essen und Trinken versorgt werden und so ist deren Zahl auch beschraenkt.

Ich werde also am Montag in der Frueh meine erste laengere Fahrt durch Australien starten. Route ansehen. Die geplante Aufenthaltsdauer ist vom 20. Dezember bis zum 8. Jaenner 2011. Das Festival selbst dauert vom 29. Dezember bis zum 5. Jaenner. Die restliche Zeit werde ich beim Auf- und Abbau behiflich sein. Ich habe keine Ahnung ob es dort im Umkreis von 100km irgendwo eine Internetverbindung geben wird, und so kann ich euch wirklich nicht sagen, wann ihr als naechstes von mir hoeren werdet. Ihr duerft euch aber auf viele viele tolle Fotos freuen 🙂

Und ich werde wahrscheinlich ein einmaliges Weihnachten und Neujahr mitten im Busch erleben. Falls man sich nicht mehr sieht wuensche ich euch das uebliche….Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch 🙂

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7 Antworten

  1. Sandy sagt:

    Hey Australian-boy 🙂 Wie ich sehen konnte geht´s dir richtig gut in deiner neuen vorübergehenden Heimat – dass freut mich sehr! Und ich finde du machst dich richtig gut zwischen all den Hippies und Goanern 😉 Freue mich schon sehr mehr von deiner Reise zu lesen und zu sehen 😀
    Liebe Grüße, Sandy

  2. Robin sagt:

    Ich bin gerade eben durch Zufall auf die Seite gekommen. Gefaellt mir ziemlich gut.

  3. Gerhard sagt:

    Hi John Doe,
    du lernst schnell – Respekt! Gehe nur ohne Badehose, hoffe dich sticht dann
    nicht so ein komisches Viech, aber what else, dann kannst du wenigstens
    sagen die Schwellung kommt von einem „Bienenstich“ – smile.

    Gruß aus Dornbirn, Gerhard

  4. Gerhard sagt:

    Hi Simon,
    der ConFest hört sich ja spannend an – bin auf Fotos und erlebte Eindrücke schon jetzt gespannt. Simon es steht mir nicht zu dir Ratschläge zu geben, aber ich tu es Nichts desto Trotz! Da beim ConFest vieles sehr freizügig und sehr, sehr locker von sich geht, meine „Empfehlung“ – gib keiner „Dame“ deinen richtigen Namen und Adresse an, man weiß ja nie, ob dann nicht ein paar (ca. 9) Monate später irgendwelche Ansprüche für die nächsten 18 Jahre gefordert werden :-))

    Have fun, Merry X-mas & Happy New Year, Gerhard

    • Simon sagt:

      Wer ist Simon? Ich heisse John Doe 😀
      Mir ist grad vor ein paar Minuten aufgefallen das ich bis jetzt keine Badehose gekauft habe…also werde ich wohl freizuegig sein muessen 🙂

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