Doomsday and Phillip Island

Es ist 23 Uhr und ich bin unterwegs von der Penguin Parade zurück nach Melbourne. Arthur und Rita haben am Samstag noch mehr Besuch aus Österreich bekommen, was Arthur zum Anlass nahm mit uns einen kleinen Ausflug nach Phillip Island zu machen.

Aber beginnen wir beim Anfang des Tages. Nach einem schönen Frühstück bin ich direkt in den Aldi gefahren und wollte mir das 99 $ GPS Navi aus der Werbung kaufen. Wie auch in Österreich üblich sind solche Aktionen nur von kurzer Dauer und das Teil war längst ausverkauft bis ich im Laden war. So blieb mir nix anderes übrig als ein TomTom um 130 $ im Laden nebenan zu kaufen. Aber da ich morgen in die Stadt und dann in den Busch fahren will, würde ich sogar noch mehr zahlen um nicht hilflos in der Gegend herumirren zu müssen.

Gegen Mittag zogen dann plötzlich pechschwarze Wolken am Himmel auf und innerhalb von Sekunden begann es zu regnen wie aus Kübeln. Der Regen wandelte sich nach ein paar Sekunden in Hagel um und für kurze Zeit war der ganze Boden weiß. Es sah für einige Minuten aus als ob die Welt untergehen würde und sogar die Garage wurde teilweise überschwemmt. Das war grade in dem Moment als ich mit Christoph in Neuseeland telefonierte 🙂

Am Nachmittag als das Unwetter vorbei war, erledigte ich noch ein paar Kleinigkeiten am Auto und genoss meine vorerst letzte heiße Dusche in der Zivilisation. Um kurz nach 16 Uhr starteten wir Richtung Phillip Island. Auf dem Weg nutzte ich die Gelegenheit und machte einige schöne Fotos. In San Remo, wo wir zum Lunch stehenblieben, konnte ich zum ersten Mal seit langer Zeit wieder die salzhaltige Luft der See schnuppern.

island2

Kurze Zeit später waren wir am Hafen auf Phillip Island. Leider hatten wir nicht viel Zeit und mussten gleich weiter zur Penguin Parade. Schon als wir an den riesigen Parkplätzen, gefüllt mit dutzenden Reisebussen, vorbeifuhren, ahnte ich schlimmes. Meine Befürchtungen haben sich bestätigt. So einen Haufen Scheiße hat die Welt noch nicht gesehen. Die komplette Bucht ausgebaut mit Stegen, Flutlicht und Tribünen, gefüllt mit tausenden Asiaten und Indern (so kam es mir vor…) und hundert winzige Pinguine die vom Meer zu ihren Höhlen am Land watschelten. Schritt für Schritt verfolgt von den Touristen. Also wenn ich ein Pinguin wäre, würde ich mir ein Loch ganz wo anders buddeln, aber ganz bestimmt nicht mehr zurück an diesen schrecklichen Ort kommen…das Beste war ja das sämtliche Foto- und Videoaufnahmen verboten waren. Die einzigen Pinguine die ich fotografiert habe waren die ausgestopften 🙂 Aber genug gejammert, ich war dort und kann es niemandem empfehlen. Schon gar nicht für die horrenden Eintrittspreise.

In ein paar Stunden muss ich schon wieder aufstehen. Ich melde mich sobald ich kann aus dem Busch. Gn8 🙂

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2 Antworten

  1. Sabine sagt:

    Hi Simon! Na, so kurz unterwegs und schon soooo viel erlebt! Lustige Blogs zum lesen – ich bleib dran und wünsch dir auch einen schönen Jahreswechsel – wird sicher der interessanteste in den nächsten Jahren!!! Alles liebe vom verschneiten Ländle – Sabine

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