Fiji Beach House and the Coral Coast

21.06.2011

Nach einem köstlichen gratis Frühstück beim Bamboo Backpacker (gratis schmeckt immer gut!), machte ich mich mit dem Local Bus auf den Weg zur Bus Station in Nadi. Dort kaufte ich ein Ticket zum Fiji Beach House, welches direkt an der Coral Coast liegt. Mit einem anderen Bus, der sogar Fenster hatte, ging es dann wenig später los. Unterwegs machten wir einen Zwischenstopp in Sigatoka, wo ich mir noch ein paar Vorräte für die kommende Tage kaufte. Wenig später blieb der Bus dann bei der Einfahrt zum Beach House stehen und ich zog meinen praktischen, bis an den Rand beladenen Rucksack-Trolly-Koffer die Schotterstraße hinunter Richtung Strand.

Nach dem einchecken verbrachte ich noch eine Stunde im Office, um die beste Wahl bei der Buchung meines absoluten Fidschi Highlights zu treffen. Was das ist erfahrt ihr spätestens am Freitagabend, sofern ich es überlebt habe. Ich sag nur so viel: es geht um groooße Fische 🙂

Den Nachmittag vertrieb ich mir am Strand und als die Sonne langsam unterging, lief ich bis zum Rand der kleinen Bucht hier und konnte ein paar schöne Bilder vom Sonnenuntergang machen. Seit dem kämpfe ich eigentlich nur noch mit dem langsamen (gratis) Internet hier, um ein paar Recherchen für meinen nächsten Inselaufenthalt zu machen.

Per E-Mail wurde ich gefragt, was es denn für Kleingetier in Fidschi gibt. Moskitos, Fliegen, Spinnen, Schlangen. Eigentlich nichts Besonderes. Am Strand gibt es viele kleine Krebse, die viele winzige Löcher buddeln, welche dann bei Flut mit Wasser volllaufen. Mit jeder Welle hört man dann das gluckern aus hunderten Löchern. Am Land gibt es auch riesige Krebse, die sogar ziemlich lecker schmecken sollen wenn man sie kocht. Deren Löcher sind schon richtig groß, sodass man nachts gerne mal drüber stolpert. Das auffüllen mit Sand hilft auch nicht viel, da er am nächsten Tag wieder vor dem Loch liegt 🙂

Dann gibt es natürlich noch Mäuse, Ratten, Hunde, Katzen – die üblichen Plagen, auch wenn manche davon ganz putzig aussehen. Die winzigen Echsen die überall herumhuschen, lassen sich leider ganz schlecht fotografieren, weil sie bei jeder kleinen Bewegung sofort das Weite suchen. Ansonsten wäre schon lange ein Bild davon auf dem Blog. Und weil ich gerade so überlege, fällt mir ein, dass ich auch schon dem giftigsten Lebewesen auf diesem Planeten über den Weg gelaufen bin: einer Wasserschlange. Zu sehen in der Fotogalerie Flying Fish Village. Die schwarz/silber gestreiften Tiere haben, wie die meisten Schlangen, große Angst vor Menschen und würden nur in Ausnahmesituationen angreifen. Sie können den Mund aber nicht weit genug öffnen, um einen erwachsenen Menschen zu beißen. Gefährdet sind eigentlich nur Kinder. Ich glaube das giftigste Tier ist sie nicht wegen der Konzentration des Gifts, sondern wegen dessen Menge. Da sehr viel Gift vom Wasser weggewaschen wird, braucht die Schlange einen großen Vorrat davon.

Der heutige Tag hat übrigens noch etwas Besonderes: Bei euch werden die Tage ab jetzt wieder kürzer, hier auf der Südhalbkugel werden sie länger 🙂

 

22.06.2011

Ein weiterer Tag im Fiji Beach House. Es ist ein ziemlich hübsches Resort hier, die Schlafbereiche, das Café und die Bar am Pool sind weit voneinander entfernt, sodass man nachts in Ruhe schlafen kann, während vorne die Party abgeht. Obwohl das Gelände und der Strand hier sehr weitläufig sind, befinden sich für meinen Geschmack aber wieder mal zu viele Leute auf einem Haufen.

Die wenigen Liegen am Pool und beim Strand werden von den typischen Pauschaltouristen mit Handtüchern reserviert und zur kostenlosen Tea Time muss man schnell sein, ehe alles weggefressen ist. So habe ich mich schon am späten Nachmittag weit entfernt vom Resort an den Strand gesetzt und auf den Sonnenuntergang gewartet. Insbesondere wenn einige Wolken am Himmel sind, sieht er sehr spektakulär aus. Die großen Wellen brechen weit draußen am Riff und das laute rauschen das dabei entsteht, hört sich fast so an als ob ein Flugzeug am Himmel wäre.

Außerdem ist das Essen im Resort ziemlich teuer und anstelle eines Dinners hier, hätte ich in Lautoka drei Tage lang essen können. Zum Abendessen gibt es deshalb heute nur Fisch aus der Dose mit Brot von gestern. Mein Abenteuer am Freitag wird ziemlich teuer werden, deshalb muss an anderer Stelle gespart werden 🙂

Momentan bin ich umgeben von amerikanischen Teenager Girls, deren Parfümwolke mich zu ersticken droht und der unaufhörliche Teenie Pop der aus einem Handy dröhnt, lässt Ohrenkrebs gedeihen. Die Tatsache dass sie mit ihren schrillen Stimmen total falsch mitsingen macht die Sache auch nicht besser. Nur zu gut, dass die keine Ahnung haben was ich hier schreibe. Ich sehne mich wieder nach einem ruhigeren Umfeld ohne Pauschaltouristen und andere Störquellen.

Panorama vom Strand beim Fiji Beach House:  

 

 

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2 Antworten

  1. Gerhard Huber sagt:

    Hi Simon,
    wahrscheinlich wird der „Junge Mann und das Meer“ zum Haifischfang
    gehen oder? Pass auf dass du nicht ins Wasser fällst – falls dich dann einer
    erwischt must du dem Viech nur beide Daumen in die Augen drücken, dann
    lassen diese dich wieder laufen 🙂

    Petri-Heil aus Dorabira, Gerhard

  2. Ida Jäger sagt:

    Hallo du Abenteurer,

    Ich kann mir schon vorstellen wie deine Freitzeitgestaltung am Freitag aussieht. 🙂 🙂
    Und ich hoffe die Biester lassen dich wieder unversehrt an Land. !!!

    Viel Spass deine family

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