Ein toller Tag am Bofa Beach

08.08.2013

Ich war pünktlich um 7 Uhr bei der Tauchbasis und bekam sogleich eine kurze Einschulung und den Tauchplan für den heutigen Tag. Wir zogen unsere Ausrüstung an und hüpften in ein kleines Boot, das uns von der geschützten Bucht raus aufs offene Meer brachte. Während der Fahrt wurden die Wellen immer größer und der Wind immer stärker. Tim blieb schließlich nichts anderes übrig als das Tauchen aus Sicherheitsgründen abzusagen. Er entschuldigte sich 1000 Mal und war verblüfft über meine relaxte Reaktion. Ich mein was hat es auch für einen Sinn mich hier jetzt groß aufzuregen?

Das Wetter ist halt nicht wirklich kontrollierbar und im Endeffekt ist es sicherer nicht tauchen zu gehen als irgendwo im indischen Ozean zu verschwinden. Im Gegenteil, Tim tat mir sogar ein wenig Leid. Schließlich wollte er mir so viele schöne Sachen zeigen und die Riffs bei Kilifi von ihrer besten Seite präsentieren. Aber es half alles nichts und ich verabschiedete mich schließlich von ihm und versprach eines schönen Tages wieder einmal vorbeizuschauen 🙂

Ein wenig planlos rief ich dann Bakari an, der mich quer durch die Stadt zuerst zum Bankomaten, dann zum Supermarkt und noch zum Bottle Store brachte. Mit frischen Bananen, ein paar Schachteln Zigaretten und zwei Flaschen Gin trat ich dann den Heimweg an. Bei den Distant Relatives angekommen setzte ich mich in die Lobby und lernte sogleich ein paar neu eingetroffene Reisende kennen. Zusammen mit Dänen, Engländern, Deutschen und einem Pakistani ging es dann wieder zurück in die Stadt.

Dort angekommen nahmen wir uns ein kleines Tuk-Tuk, das eigentlich nur für die Beförderung von drei Personen gedacht war. Da die Backpacker aber allgemein sehr geizig sind, quetschten wir 7 Leute in das umgebaute Moped. Unglaublich aber wahr.

tuktuk

Die drei hinten auf der Gepäckablage und noch einer neben dem Fahrer vorne sind auf dem Bild übrigens nicht zu sehen. Nur falls ihr euch fragt ob ich das zählen verlernt habe. Nach ungefähr 15 Minuten waren wir an unserer Destination angekommen: Dem Bofa Beach! Über einen schmalen Pfad zwischen zwei Hotelanlagen bahnten wir uns den Weg zum Strand. Weißer Sand, türkises Wasser und kein Mensch weit und breit. Was für ein Traum! Das erste Mal seit ich in Kenia bin ging ich ohne Taucherausrüstung ins Wasser und ließ mich für eine halbe Stunde auf den Wellen treiben. Das erfrischende 24 ° C warme Wasser war eine willkommene Abkühlung.

Ich lernte einen netten jungen Mann kennen der augenscheinlich auf der Suche nach Spendern war, um ein kleines Geschäft zu starten und seine Familie zu unterstützen. Seine Herangehensweise und die Sachen die er erzählte überzeugten mich soweit, dass ich versprach ihm einen alten Laptop zu senden, sobald ich wieder zurück in Österreich bin. Er bot mir außerdem an morgen Vormittag seine Familie zu besuchen und mir die Cashew Plantagen in der Umgebung zu zeigen. Ein Angebot das ich nicht ablehnen konnte.

katana

Meine neuer Freund, ich und die anderen Backpacker verbrachten noch einige Stunden am Strand und setzten uns am späten Nachmittag in die benachbarte Hotelbar, wo wir einige Cocktails genossen. Als es dunkel wurde ging es zurück zur Eco-Lodge, wo ich mich von den Salzresten und meinen verschwitzten Klamotten befreite. Zum ersten Mal gab es dann frisch gefangenen Fisch zum Abendessen. Als es schon anfing lecker zu riechen und das Dinner kurz bevorstand gab es eine zweite Prämiere: Der erste Stromausfall. So kam es das ich bei Kerzenschein zwei Fische und einen Berg Reis verspeiste.

Mittlerweile sind der Strom und das Internet zurück und ich tippe noch schnell den Blog, um morgen nicht allzu viel nachholen zu müssen. Neben dem Besuch bei meinem neuen Freund steht morgen auch eine große Party an. Es ist das Ende des Ramadans und einige moslemische Kenianer haben uns zum Festessen eingeladen. Es wird morgen also wieder ein sehr interessanter Tag voller Leute und Kultur werden! Ich freue mich darauf und werde jetzt noch den ein oder anderen Gin-Tonic genießen. Bis dann!

 

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