Back in Melbourne

So da bin ich nun. Müde, hungrig, ein bisschen traurig und total demotiviert. Langsam realisiere ich das es aus ist mit ConFest und ich wieder in der echten Welt bin. Wir sind am 05.01. zurück nach Melbourne gefahren und momentan wohne ich bei meinen Hippie Freunden und zehn anderen Leuten in einem total heruntergekommenen Haus in West Brunswick. Hier fehlen sämtliche Türen, ein Fenster ist eingeschlagen, das Badezimmer besteht aus Schimmel und Haaren, der Kühlschrank ist leer und wir suchen in Müllcontainern nach Essen. Aber was soll man auch anderes erwarten von Hippies? 🙂

Ich werde wohl nicht mehr all zu lange hier bleiben. Der Rasen von Arthur und Rita ist glaub ich wieder bereit, gemäht zu werden hehehe. Weihnachten ist vorbei, das Gästezimmer ist frei.

Die letzten drei Wochen hatte ich die Heckklappe von meinem Van dauerhaft geöffnet, nur mit einem Moskitonetz bedeckt, die Schlüssel steckten im Zündschloss und mein Geld, das Notebook und die Kamera waren im Auto. Jeder wäre in der Lage gewesen mit meinem ganzen Hab und Hut dahin zu fahren. Aber keiner hat’s getan. Dieses Verhalten sollte ich mir jetzt schleunigst abgewöhnen.

 

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5 Antworten

  1. Gerhard Huber sagt:

    Hi Simon – toller Bericht!
    Jetzt sind wir wieder auf dem Laufenden! Kann mir vorstellen, dass die reale Welt doch mit dem ConFest nicht vergleichbar ist. So schön dass das Hippieleben auch für
    ein paar Tage sein mag, alles Friede, Freude, Eierkuchen – aber auf die Dauer, na ja.
    Aber du hast wenigstens die Erfahrung gemacht und kannst aus dem Erlebten das für dich Positive mitnehmen. Dies sind Erinnerungen die dich dein Leben lang begleiten und unvergesslich bleiben werden.

    Take care & habe fun, Gerhard

    • Simon sagt:

      Also ich koennte mir das durchaus auf Dauer vorstellen 😀 Aber ich will ja mit meiner verbleibenden Zeit in Australien etwas anfangen und nicht nur rumhaengen und in Muelleimern nach Essen suchen. Diese Leute haben nicht viel, aber das was sie haben teilen sie. Da koennte sich unsere Gesellschaft ein Beispiel nehmen…

  2. Ida Jäger sagt:

    Hallo Simon,

    Verkehrte Welt – du sitzt vor einem leeren Kühlschrank und bei mir steht grad wieder eine Pfanne Chilli von gestern auf dem Herd, da könntest du dich locker satt essen. >Mit meinen Kochportionen habe ich mich immer noch nicht so recht an deine Abwesenheit gewöhnt….

    Würde mich freuen wenn wir wieder einmal skypen könnten, sobald du bei Arthur mit dem Rasen mähen fertig bist. 🙂

    Bis bald
    Mama, Papa und Carmen

    PS:
    Maxi hat Silvester halbwegs gut überstanden. An die Knallerei wird er sich wohl nie mehr gewöhnen. Bei ihm hat man das Gefühl dass er sich jedes Jahr noch mehr davor fürchtet.

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