4 Islands Tour

31.10.2011

An meinem letzten Tag in Krabi habe ich mir für nicht einmal 10 Euro eine Ganztagestour auf insgesamt 4 Inseln vor der Küste Krabis geleistet. So wurde ich um 8 Uhr morgens von einem Songthaew abgeholt, wobei es sich um einen umgebauten und mit Sitzbänken ausgerüsteten Pickup handelte, der in Thailand ein typisches Transportmittel darstellt. Da das Fahrzeug an den Seiten offen war, wurde die Klimaanlage automatisch überflüssig und ein kühlender Wind wehte mir um die Ohren, bis wir ungefähr eine Stunde später beim Aonang Beach ankamen.

Dort bestieg ich mit ungefähr 20 anderen Leuten eines der vielen am Strand festgemachten Longtail Boote und es ging direkt auf zur ersten Insel namens Tup. Streng genommen handelte es sich dabei nicht mal um eine Insel, da es eigentlich nur eine Sandbank von der Größe eines Fußballfeldes war, welche bei Ebbe aus dem Wasser kuckte. Der kleine Ort mitten im Meer war hoffnungslos überlaufen und der ohrenbetäubende Lärm der ankommenden und abfahrenden Boote erzeugte eine wahrlich paradiesische Atmosphäre. Genauso hatte ich mir das vorgestellt 🙂

Tup, 4 Islands Tour

Egal, denn wenig später ging es wieder zurück aufs Boot und wir fuhren einige hundert Meter in das seichte Wasser hinaus, wo wir dann die Möglichkeit bekamen, mit Taucherbrille und Schnorchel für einige Minuten die Unterwasserwelt zu erkunden. Da ich auf meinen 50 Tauchgängen aber mit Sicherheit Besseres gesehen hatte, verzichtete ich freiwillig darauf zwischen schreienden Kindern kaputtgetrampelte Korallen anzusehen. Auf dem Weg zur nächsten Insel fuhren wir noch beim sogenannten Chicken Island vorbei, wo ein großer Felsen in Form eines Hühnchens aus dem Wasser ragte.

Zum Mittagessen ging es dann auf die Insel Poda, was mit Abstand der hässlichste Ort war, den ich in den vergangenen 11 Monaten gesehen hatte. Egal wo man hinschaute, es gab nur Müll und Dreck zu sehen, der überall in der Gegend rumlag. Außerdem liefen mindestens fünf Eiscremeverkäufer über den Strand und fragten mich circa 271 Mal ob ich ein Eis wolle. Kurz bevor ich fragen wollte wie viel es denn kostet, das die ihre Fresse halten und sich für den restlichen Tag verziehen, wurden wir zurück zum Boot gerufen und machten uns auf den Weg zur letzten Insel.

Princess Cave, 4 Islands Tour

Dort gab es die sogenannte Princess Cave bzw. Tham Phra Nang Nok zu sehen, wo eine mystische Seeprinzessin ihr zuhause haben soll. An einem Schrein in der Kalksteinhöhle wurden der Prinzessin merkwürdige Geschenke hinterlassen und die Einheimischen glauben anscheinend, dass dies ihre Fruchtbarkeit steigern würde. Für mich sah das ganze eher aus wie ein Sexshop oder eine Sammlung überdimensionaler Dildos. Doch die Höhle und auch die Insel waren sehr hübsch und vor allem sauber. Ich lief noch entlang des Strandes, kletterte über ein paar Felsen und konnte aufgrund des steigenden Wassers leider nicht mehr auf die andere Seite der Insel laufen, was nur bei Ebbe möglich war.

Mittlerweile war es schon drei Uhr nachmittags und unsere Inseltour ging langsam zu Ende. Schließlich ging es zurück aufs Festland wo ich wenig später nach Hause chauffiert wurde. Noch eine Nacht werde ich hier im Good Dreams Gästehaus verbringen und mich dann morgen auf den Weg nach Phuket machen!

 

 

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1 Antwort

  1. Paula sagt:

    Das die Thailänder es mit der Sauberkeit nicht so ernst meinen, habe ich schon oft gehört. Der „Schrein“ sieht ja gruselig aus. Warum stellen die da solche Sachen hin. Ich dachte, die hätten weniger eindeutige Symbole für Fruchtbarkeit, wie Reis oder so was.

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