Where the Rainforest meets the Reefs

12.09.2011

Nachdem wir die ersten 30 Kilometer der Straße überwunden hatten, die abwechselnd befestigt und unbefestigt war, folgte eine etwa 180 Kilometer lange Fahrt durch das Outback, bis wir schließlich den nächsten Ort erreichten und unseren Tank auffüllten. Bei dieser Gelegenheit verpasste ich CeeJay auch eine schnelle Wäsche, um den gröbsten Dreck loszuwerden. Nach einem Shopping Stopp in Port Douglas fuhren wir Richtung Mossman, vorbei an Zuckerrohrplantagen und grünen hügeligen Wiesen. Zweifelsohne waren wir jetzt ganz nah an der Küste, wo zahlreiche Flüsse in den Ozean münden.

Lookout

Wenige Kilometer später versperrte uns einer dieser Flüsse, nämlich der Daintree River den Weg und die einzige Möglichkeit ihn zu überwinden, war mit einer Fähre, die sage und schreibe 22 Dollar kostete. Eine bodenlose Frechheit, wenn man bedenkt, dass die Überfahrt nur knapp zwei Minuten dauerte. Aber was soll’s wir waren jetzt nun mal hier und wollten auch weiter hoch zum Cape Tribulation fahren.

Als wir den Fluss überwunden hatten mussten wir erst mal für einige Kilometer über eine steile und extrem kurvige Strecke fahren und zu allem Überfluss befanden sich auch noch zahlreiche riesige Speed Bumps auf der Straße. Die Dinger sollten die Leute wohl daran hindern zu schnell zu fahren, machten mich aber eigentlich eher aggressiv denn sonst was. Wir machten dann den ersten Stopp beim Alexandra Range Lookout, von wo aus wir eine tolle Aussicht auf den Regenwald und das Meer hatten. Wenig später ging es weiter zum Information Centre, wo wir erst mal unseren Lunch genossen und uns nach Campingmöglichkeiten erkundigten.

Anschließend ging es weiter zum Cape Tribulation, wo James Cook auf seiner ersten Südseereise am 10. Juli 1770 mit seinem Schiff auf Grund lief und beinahe verloren gegangen wäre. Erst nach wochenlangen Reparaturarbeiten konnte er seine Reise fortsetzen. Daher auch der Name Cape Tribulation, was man als „Kap des Trübsals“ übersetzen könnte. Am Strand hatten die winzigen Krebse viele kleine Löcher und Tunnels gebuddelt und den Sand in kleinen Kügelchen kunstvoll aufgeschichtet. Wir spazierten vorbei an korkenzieherförmigen „Luftwurzeln“, bis wir den Kulki Aussichtspunkt erreichten.

Kulki Lookout, Daintree NP

Bevor wir zum Campingplatz fuhren, besuchten wir noch den Dubuji Boardwalk und den Myall Beach, wo es viele faszinierende Pflanzen und Tiere zu sehen gab. In dieser Gegend stoßen Regenwald und Great Barrier Reef unmittelbar aufeinander und kreieren einen einzigartigen Lebensraum, der bereits im Jahr 1988 in die Liste des UNESCO Welterbes aufgenommen wurde.

Wir ließen uns schließlich im Cape Tribulation Campground nieder und Solveigh kochte wieder einmal ein gigantisch leckeres Essen. Wir hatten in Port Douglas Hühnchen Filets und Pilze gekauft, die wir zusammen mit Reis und einer leckeren süß-sauer Soße verspeisten.


13.09.2011

Am Morgen verließen wir den Campingplatz und machten uns auf zum Marrja Botanical Walk, wo wir einmal mehr durch den Regenwald spazierten. Faszinierende Wurzelformationen, Blumen und stachelige Palmen säumten den Weg. Es gab auch Bäume mit witzigen Wurzeln, die in dünnen fächerförmigen Platten vertikal rund um den Stamm angeordnet waren. Wie ich später auf einem Schild lesen konnte, formen die Bäume diese Wurzeln nur bei Bedarf, um Blätter und andere organische Materialien aufzufangen und die darin enthaltenen Nährstoffe zu absorbieren.

Beim Jindalba Boardwalk, Daintree NP

Eigentlich wollten wir auch noch zum Discovery Centre gehen und ein wenig mehr über den Regenwald erfahren, aber die 28 Dollar Eintrittsgeld schreckten uns dann doch ab. Es ist immer wieder unglaublich wie viel Geld hier für die Sachen verlangt wird. Empört fuhren wir davon, überquerten mit der Fähre den Daintree River und fuhren noch Mossman, wo wir uns die Mossman Gorge ansahen. Nachdem wir die Reste vom gestrigen Dinner verspeist hatten, ging es weiter nach Port Douglas, wo wir beim Strand und einen Aussichtspunkt waren.

Es ist definitiv ein hübscher Ort hier, aber voll von Touristen und teuren Hotels und Restaurants. Wir entschieden uns beim Big4 Holiday Park, der außerhalb der Stadt gelegen war, zu übernachten. Da wir dort bereits um 3 Uhr ankamen, blieb genug Zeit für mich um wieder einmal meinen Blog zu schreiben und die ganzen Fotos auszusortieren.

Der Campingplatz war schön ruhig und umgeben von Wald – ein perfekter Ort um zu relaxen. Zum Abendessen kaufte ich uns Hoki Fisch Filets, die mir schon in Neuseeland vorzüglich geschmeckt hatten. Eigentlich wollte ich heute unser Abendessen selber fangen, da aber die Flut erst gegen 9 Uhr kam, war es doch zu spät um noch darauf zu warten. Ich habe mir geschworen dass ich dieses Angelzeug nicht umsonst gekauft habe und möchte mindestens einen Fisch damit aus dem Wasser ziehen! Wir werden sehen…vielleicht morgen in Cairns.

 

 

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2 Antworten

  1. Julia sagt:

    Schöner Bericht und schöne Bilder. Ich bin ganz fasziniert von den Bildern. Der Regenwald ist einfach nur toll. Das ganze grün und die Bäume gefallen mir. Das ist bestimmt eine schöne Abenteuerreise.

  2. Definitiv eine schöne Gegend mit Abwechslung … wurde auch Zeit ! 🙂

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