Und Tschüss Sansibar!

29.10.2014

Es ist immer noch Nacht in Stone Town. Die Alte Apotheke mit Aussicht auf den Hafen hatten wir mittlerweile hinter uns gelassen. Wir spazierten durch den Forodhani Garden direkt am Meer, der gesäumt war von kleinen Imbissständen und Straßenrestaurants welche gut besucht waren, hauptsächlich von Einheimischen. Ich fragte mich was hier wohl während des Ramadan los war.

Anschließend ging es durch die dunklen Gassen der Altstadt. Es war leise geworden. Obwohl es erst kurz nach 10 Uhr war sah man kaum mehr jemanden auf der Straße. Anders war die Lage in Abba‘s Stamm Bar, wo der Konyagi nur so sprudelte. Wir trafen einige seiner Freunde und es waren auch ein paar dabei, die ich von der Bush Disco Party in Michamvi kannte. Während wir über Gott und die Welt redeten, leerte sich das Lokal immer mehr.

Die Gesprächsrunde endete – wie so oft – wieder einmal in der traurigen Realität. Von ertrinkenden Flüchtlingen im Mittelmeer, abgelehnten Visaanträgen, der Ausbeutung Tansanias durch ausländische Unternehmen und der aktuellen Flaute in der Tourismusindustrie. Die aktuell schlechte Afrika-PR-Mischung aus Ebola und Terrorismus hat wohl auch Sansibar nicht gut getan. Die anderen Themen will ich nicht mal versuchen hier anzugehen…

Einen kurzen Ausflug später, bereits weit nach Mitternacht, ging es dann schlussendlich zurück Richtung Malindi Guest House. Die für morgen geplante Fahrt nach Prison Island hatten wir zwischenzeitlich abgesagt. Es wäre zeitlich ein bisschen stressig morgen und sowas kann ich im Urlaub nicht gebrauchen. Inseln hab ich ohnehin schon einige gesehen hier in der Gegend.

 

30.10.2014

Früher Morgen in Stone Town. Und ich meine Früh. Ich glaub die erste Gebetsrunde ist um 4:00 Uhr und dann geht’s für viele Leute an die Arbeit bzw. auf den Markt. Und der war hier direkt vor meinem geöffneten Klappfenster. Irgendwie war es aber eine angenehme Art, die Atmosphäre (und die Düfte) des Morgenmarkts zu erleben. Dösend im Bett. Gegen 9 Uhr traf ich mich schließlich ein letztes Mal mit Abba. Gemeinsam ging’s durch die Stadt auf der Suche nach Frühstück. Die Dachterrasse des Swahili House bot da genau die richtige Kulisse.

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Stone Town

Ein frisch gepresster Fruchtsaft und der perfekte Überblick über die Altstadt. Neben der interessanten Architektur so mancher Häuser, waren auch einige der historischen Gebäude gut zu sehen. Wie immer blauer Himmel und Sonnenschein, Temperaturen um die 32° C. Ich genoss die letzten Stunden in Ruhe und um kurz vor Mittag mussten wir dann los zum Ferry Terminal.

Am Tor hieß es Abschied nehmen von Abba. Es war echt eine tolle Zeit mit ihm hier in Stone Town. Und wie immer zu kurz. Ich bestieg wehmütig eine Fähre der Costal Fast Ferries und war am späten Nachmittag in Daressalam. Zwischenzeitlich war ich wieder in Kontakt getreten mit Remmy, dem Taxifahrer der mir zwei Wochen zuvor die Stadt gezeigt hatte.

Es holte mich am Ferry Terminal ab und brachte mich zum Transit Motel Airport, wo ich am späten Nachmittag ankam. Die lang ersehnte heiße Dusche gab es auch dort nicht. Aber das Bier war kühl und billig. Ein kurzer Abend, denn es war auch eine kurze Nacht.

 

31.10.2014

Punktgenau um 3:30 Uhr holte mich Remmy ab und fuhr mich die allzu bekannte Strecke zum Flughafen. Verdammt schnell sind sie vorbeigegangen meine zwei Wochen Urlaub. Den Flugzeugmarathon nach München über Nairobi und Amsterdam meisterte ich gut. Eine lustige Szene gab es noch beim Flughafen Shuttle am Münchener Flughafen. Versuchte ich doch tatsächlich an der falschen Seite einzusteigen. Die Fahrt vom Parkplatz nach Hause über die Autobahn war mangels Gegenverkehr aber kein Problem.

Mittlerweile ist wieder alles wie immer, auch an den Rechtsverkehr habe ich mich wieder gewöhnt, der nächste Urlaub steht noch in weiter Ferne. Das er kommen wird ist aber Gewiss. Genauso wie die Tansania Zusammenfassung. Bis dann!

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