Tauchen, Strand und Sonnenschein in Kuta

16.10.2015

Der Tag begann um 7 Uhr früh, Tauchsachen eingepackt, rauf auf den Roller und ab zum nahegelegenen Novotel Hotel. Am dortigen Strand hat Scuba Froggy eine kleine Tauchbasis. Ausrüstung anprobiert, dann mit 5 anderen Tauchern auf die Ladefläche eines Jeeps. Nach knapp 20 Minuten waren wir in einem benachbarten Örtchen angekommen, mit Sack und Pack ging es rauf auf ein kleines Boot.

Wenig später waren wir bereits im Wasser. Der Tauchspot namens Gerupuk Slope, eine dicht bewachsene Steilwand, wartete auf uns. Es ist knapp ein Jahr vergangen seit meinem letzten Tauchgang in Tansania, aber nach zwei Minuten fühlte ich mich wieder wie zu Hause unter Wasser. Erstaunlicherweise war es mit 22°-24°C ordentlich kalt. Ein 6mm Anzug schuf Abhilfe.

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Elegant glitt ich vorbei an beeindruckenden Korallenformationen, schwerelos und voll entspannt. Die Vielfalt und Anzahl der Korallen war erstaunlich, ein Großteil des Riffs wirkte jungfräulich und unberührt. Viele tolle Fotos und knapp 45 Minuten später waren wir wieder an der Oberfläche. Während der einstündigen Ruhepause gab es Tee und Kekse.

Dann ging es wieder rein ins Wasser, welches sich diesmal noch kälter anfühlte als beim ersten Mal. Die benachbarte Tauchstelle Gerupuk Garden hat die Bezeichnung Korallengarten wahrlich verdient. Schier endlose und dicht bewachsene Korallen säumten unseren Weg. Fische gab es allerdings nur vereinzelt, große Schulen sind hier anscheinend generell kaum anzutreffen.

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Da wir in der Nähe einiger Klippen waren, konnte man die Brandung deutlich spüren. Im Sekundentakt ging es vor und zurück. Gute Bilder zu machen unter diesen Bedingungen war eine ganz schöne Herausforderung. Das Wasser war außerdem ziemlich trüb, die Sichtweite lag im Bereich von 8-10 Meter. Leider gab es auch keine besonderen Begegnungen. Lediglich hundert verschiedener Korallen und einige vereinzelte Fische konnte ich digital verewigen.

Auch dieser Tauchgang war recht schnell zu Ende, Angesicht der niedrigen Temperaturen aber vielleicht auch gut so. Es ging zurück nach Kuta zur Tauchbasis ins Novotel. Dort kam ich ins Gespräch mit einer Französin, auch alleine reisend und mit dem Moped unterwegs. Sie willigte ein mich zu einem nahe gelegenen Strand zu führen. Knapp 20 Minuten lang ging es mit dem Moped über Holperpisten.

Schließlich waren wir am Ende eines Trampelpfades angekommen, mittendrin in einer wunderschönen Bucht unweit von Kuta. Die Sonne brannte vom wolkenlosen Himmel, das türkisblaue Wasser schimmerte vor sich hin. Der Strand war weitgehend naturbelassen, einige wenige Sitzgelegenheiten aus Bambus und Holz, keine Plastikliegen weit und breit. Außerdem waren nur einige wenige Touristen in Sichtweite. Die abgelegene Lage hat wohl ihre Vorteile.

Ich stärkte mich mit einem köstlichen Chicken Sandwich und einem Ananassaft. Dann ergriff ich die Gelegenheit, packte mein Handy aus und verschickte Bilder per Whatsapp quer durch die Welt. Schließlich musste ich ein paar Leute im verregneten und tristen Europa ein wenig eifersüchtig machen 🙂

Nach erfüllter Mission wanderte ich den Strand auf und ab, kletterte auf einen Felsen und machte noch mehr tolle Fotos. Zur Belohnung gab es dann ein kühles Bier. Mittlerweile war es schon später Nachmittag geworden, ich verabschiedete mich von meiner Begleitung und suchte den Weg zurück nach Kuta. In der Cabana Lodge angekommen leerte ich meinen Rucksack aus und fuhr nochmal einen Sprung in die Stadt. Auf in den Supermarkt und überlebenswichtige Dinge eingekauft. Chips, Kekse und Zigaretten.

Anschließend wollte ich eigentlich im Büro von Scuba Froggy vorbeischauen um noch mehr tauchen zu organisieren. Das Räumchen war aber leer und so setzte ich mich ins benachbarte Restaurant und verspeiste ein hervorragendes Seafood Curry. Mittlerweile war dann auch Audrey zurück im Büro. Ich fixierte und bezahlte einen weiteren Tauchausflug, der mich morgen zu den Gili Islands führen wird.

Kuta-Cabana-Lodge-Sternenhimmel

Kuta bei Stromausfall – der Himmel leuchtet

Es war schon fast dunkel, ich schwang mich auf den Roller und fuhr zurück auf den Hügel zur Kuta Cabana Lodge. Eine Dusche war mehr als überfällig. Als ich dann im Badezimmer stand, Shampoo in den Haaren und eingerieben mit Seife, ging plötzlich das Licht aus. Stockdunkel. Ein Abenteuer da wieder raus zu kommen. Das Wasser lief glücklicherweise weiter.

Der Stromausfall dauerte noch ein paar Stunden, ich nutzte die Gelegenheit um die Sterne (unscharf) zu fotografieren und diesen Beitrag zu verfassen. Morgen geht es früh raus, freue mich schon aufs Tauchen. Bis dann!

 

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3 Antworten

  1. Simon sagt:

    Leider keine Haie, und ja, wunderschön 🙂

  2. Tanja sagt:

    wunderschön!!!!

  3. Michael sagt:

    Steilkante, keine Sicht, keine Fische ? Da wärst du ja ein perfekter Haifisch-Lunch gewesen … 🙂

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