Tauchen, Regen und eine verspätete Safari

01.08.2013

Während ich noch im Bett lag regnete es wie aus Kübeln und mein kleines Häuschen erwies sich als perfekt dicht. Wenn auch mit unangenehmer Geräuschkulisse – meinen Schönheitsschlaf setze ich trotzdem bis zum späten Vormittag fort. Dann gab es ein extra großes Frühstück denn mein erster Tauchgang stand kurz bevor. Ich packte meine Unterwasserkamera und die Badehose ein und dann ging es mit dem Motorrad ab zum 10 Minuten entfernten Mnarani Hotel, wo Tim seine Tauchbasis hatte.

Nach einem kurzen Briefing legten wir die Ausrüstung an und liefen direkt vom Strand hinein ins trübe Wasser. Die Sichtweite lag bei vielleicht 3-5 Metern und noch dazu war das Wasser mit 24°C recht kalt. Da wir nur in der Bucht tauchten gab es allgemein nicht wirklich viel zu sehen. Jede Menge Seeigel und Feuerfische kreuzten unsere Wege. Hier und da mal ein paar Korallen. Der ganze Meeresboden war bedeckt mit Schlick und eine falsche Bewegung reichte um den ganzen Dreck aufzuwirbeln und die Sicht auf null zu reduzieren. Denkbar schlechte Bedingungen für Unterwasserfotografie. So kam es auch das auf  nahezu allen meinen Fotos außer Dreck nicht viel zu sehen ist. Was hier ganz beliebt ist sind diese winzig kleinen bunten Dinger. Schnecken? Kein Plan. Jedenfalls sind die sehr schwer zu finden da sehr klein.

DSCF2890

Eine tolle Begegnung gab es aber doch: Zwei Oktopusse versteckten sich unter einer Koralle und guckten mich mit ihren großen Augen an. Zuerst rätselte ich noch was das denn für geheimnisvolle Wesen waren, doch als sie begannen ihre Farbe zu ändern, wie wild Tinte durch die Gegend zu spritzen und sich dann blitzschnell aus dem Staub machten wir die Sache klar.

Tja, das war es dann auch schon. Die 60 Minuten meines ersten Kenia-Tauchgangs waren um und es ging wieder zurück an Land. Ich verabschiedete mich und rief meinen Piki-Piki (Motorrad) Fahrer an, der mich sogleich abholen kam und zum nahe gelegenen Supermarkt brachte. Dort deckte ich mich mit dringend benötigten Luxusgütern ein: Gin, Zigaretten und Erdnüssen. Endstation: Backpackers.

Am Nachmittag relaxte ich am Pool und probierte sämtliche afrikanischen Biere. Gegen Abend kurz vor Sonnenuntergang ging ich zusammen mit Holland und Südkorea (deren Namen ich mir weder merken und sie vermutlich noch viel weniger ausschreiben könnte) runter an den Strand. Mit zwei Flaschen Gin und sechs Flaschen Tonic eingedeckt setzen wir uns an den recht windigen Strand. Etwas später gesellten sich zwei holländische Mädels zu uns und wir genossen unsere Cocktails während es langsam dunkel wurde.

Am Strand in Kilifi

Halb besoffen ging es im stockdunkeln zurück zum Hostel, wo es an diesem Abend Spaghetti Bolognese gab. Die Nudeln schmeckten erfreulich anders als daheim und zum Nachtisch verspeiste ich die im Laden gekauften Muffins – trocken wie Sand aber mit etwas Gin-Tonic ließen sie sich relativ gut runterspülen. Den restlichen Abend verbrachten wir mit Kartenspielen und Cocktails trinken.

 

02.08.2013

Der morgendliche Regenschauer dauerte an diesem Vormittag ein wenig länger und erst am frühen Nachmittag bekamen ich und die holländischen Mädels die Gelegenheit, halbwegs trocken in die Stadt zu laufen. Ausgerüstet mit Rucksack und meiner großen Kamera machte ich mich auf den Weg. Der Regen war aber noch nicht wirklich vorüber und immer mal wieder begann es kurz zu regnen. Da ich diese Kamera extra für die Safari gekauft hatte, wollte ich bis sie vorüber war keinen Wasserschaden riskieren und ließ sie vorsichtshalber sicher verwahrt in einem Plastiksack in meinem Rucksack.

In der Stadt angekommen besorgte ich jede Menge Lebensmittel, neuen Gin und paar Zigaretten. Zurück ging es dann in einem Tuk-Tuk. Der restliche Tag war geprägt von Regenschauern. Wir verbrachten und verbringen unsere Zeit immer noch im Barbereich, wo es mit Kartenspielen und Gin-Tonics ein lustiger Abend zu werden scheint.

Ganz nebenbei hatte mich noch Ali von der Safari Firma angerufen: Die Safari deren Abfahrt eigentlich für morgen Samstag geplant war, wurde kurzerhand auf Sonntag verschoben. Umso besser eigentlich denn so kann ich den heutigen Abend noch genießen. Am Sonntag werde ich dann um 5 Uhr morgens aufstehen müssen um rechtzeitig in Mombasa zu sein.

Hoffentlich wird das Wetter wieder etwas besser, dann könnte ich nämlich die Gegend noch ein bisschen genauer erkundigen. Ob es während der Safari Internet geben wird ist unklar, deshalb werdet ihr spätestens am Mittwoch oder Donnerstag wieder von mir hören. Bis dann!

 

 

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4 Antworten

  1. Carmen sagt:

    Feeeehler !! 🙂 08.02.2013 🙂 viel spaß!

  2. Ida Jäger sagt:

    … die Nudeln schmeckten erfreulich anders als daheim. . .

    wenn du dich vorher mit ausreichend Gin-Tonic zukübelst, dann schmecken die Nudeln daheim vielleicht auch erfreulich anders ? 🙂

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