Kuala Lumpur Sightseeing Tour

14.10.2011

Nach einem gratis Frühstück auf dem Dachgeschoss des Hostels, ging es gegen 10 Uhr wieder ab in den Hop-On Hop-Off Bus, der mich direkt ins Stadtzentrum brachte. Im sogenannten Golden Triangle findet man große Einkaufszentren, Luxushotels und auch die Petronas Twin Towers. Natürlich wollte ich mir das 452 Meter hohe Wahrzeichen von Kuala Lumpur etwas genauer ansehen und spazierte rund um die riesigen Zwillingstürme.

Leider hatte ich wieder einmal Pech, denn die Aussichtsplattform war aufgrund von Umbauarbeiten geschlossen. Somit konnte ich mir das Ganze nur vom Erdgeschoss aus ansehen und fuhr wenig später enttäuscht weiter. Ich beschloss mit dem Bus nochmal eine Runde durch die Stadt zu machen, um dann beim Butterfly Park auszusteigen. Auf der Karte sah der Rundkurs gar nicht so groß aus, aber in Realität brauchte der Bus aber mindestens zwei Stunden um einmal herumzukommen.

Kuala Lumpur Sightseeing Tour

Der Verkehr war fürchterlich und manchmal ging es minutenlang nur im Schritttempo weiter. Wenn man zu Fuß unterwegs ist heißt es aufpassen, denn die unzähligen Motorradfahrer kennen keine Verkehrsregeln. Egal ob auf der linken oder rechten Straßenseite, bei rot oder grün, manchmal sieht man sie sogar auf dem Gehsteig herumfahren. Zu allem Überfluss schien es so, als ob der König oder was weiß ich heute einen kleinen Ausflug machte. Jedenfalls wurden der komplette Highway und sämtliche Zufahrten gesperrt, während eine von zehn Polizeiautos und –Motorrädern begleitete Limousine dort entlangfuhr.

Am Nachmittag erreichte ich dann endlich meinen gewünschten Zielort und hatte erneut mit der verwirrenden Beschilderung zu kämpfen. Man hält es selten für notwendig Schilder auch auf Englisch zu beschriften und so tut man sich als Tourist halt ziemlich schwer. Mittlerweile habe ich zum Beispiel gelernt, dass Kelular Ausgang heißt. Malaiisch wirkt manchmal auch wie Analphabeten Englisch, denn anstatt Central heißt es Sentral, Polis anstatt Police, Komuniti für Community und so weiter.

Schließlich hatte ich den Eingang zum Butterfly Park gefunden, zahlte die knapp 4 Euro Eintrittsgeld und spazierte wenig später durch einen tropischen Garten. Etliche verschlungene kleine Wege führten durch das mit einem großen Netz überspannte Gelände. Große und kleine Schmetterlinge in sämtlichen Farben flogen durch die Luft, überall gab es kleine Brunnen und Bächlein und ich sah sogar einen Wasserfall. Die eigentliche Attraktion, nämlich die Schmetterlinge zu fotografieren war aber eine kleine Herausforderung.

Kuala Lumpur Butterfly Park

Naturgemäß flogen sie ständig durch die Gegend und blieben selten länger als ein paar Sekunden an einem Fleck sitzen. Einige gute Bilder gelangen mir aber doch und zufrieden verließ ich nach einer knappen Stunde den Park. Eigentlich wollte ich mir dann noch den benachbarten Vogelpark ansehen, verzichtete aber aufgrund der aufziehenden schwarzen Wolken darauf. Als ich 15 Minuten später wieder im Bus saß war ich froh, denn es begann wie aus Kübeln zu regnen. Das Unwetter war aber nicht von langer Dauer und die Straßen waren im nu wieder trocken.

Zum Abschluss der Sightseeing Tour sah ich mir noch den Kuala Lumpur Tower an, wobei es sich um einen 421 Meter hohen Turm handelte, der eigentlich für die Unterbringung von Kommunikationsequipment gebaut wurde. Ganz oben befanden sich aber auch ein teures Restaurant und eine Aussichtsplattform, für die mir der Eintrittspreis aber deutlich zu hoch erschien. Nach weiteren zwei Stunden im Höllenverkehr war ich wieder in Chinatown angekommen und ging auf die Suche nach einem geeigneten Restaurant.

Da ich gestern thailändisch und malaysisch gegessen hatte, wollte ich heute mal etwas anderes probieren. Schließlich fand ich ein nettes indonesisches Restaurant, wo ich mir für umgerechnet 2 Euro ein 3-gängiges Menü bestellte. Mittlerweile sitze ich vollgefressen und glücklich auf dem Dachgeschoss meines Hostels, tippe fleißig am Computer und freue mich bereits auf mein morgiges Abenteuer in den Batu Caves.

 

 

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1 Antwort

  1. Gerhard Huber sagt:

    Hi Simon,
    wie immer 🙂 spannend geschrieben und tolle Fotos“!

    Grüße aus Dornbirn, Gerhard

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