Das Paradies inmitten der geheimen Gilis

Hier nochmal zur Vorlage: Tropisches Paradies

18.10.2015

In der Früh eilig alle Sachen zusammengepackt, mich von Kuta und der Cabana Lodge verabschiedet. Rein ins Taxi und wieder mal stundenlang über holprige Straßen. Ein kurzer Zwischenstopp um Frühstück und Zigaretten zu kaufen. Dann endlich an der Küste angekommen, rauf auf ein Boot. Hier im Südwesten von Lombok gibt es auch zahlreiche kleinere Inseln, welche aber weitgehend unbekannt und kaum touristisch erschlossen sind.

Ohne den Tipp von Maggy wär ich eh niemals auf die Idee gekommen, hierher zu fahren. Nach wenigen Minuten auf dem Wasser war ich dann schließlich auf Gili Asahan angekommen. Ein Juwel von einer Insel, mit nur einer einzigen Unterkunft und besiedelt von rund 300 Einheimischen. Ich konnte meinen Augen nicht trauen, mir verschlug es augenblicklich die Sprache. Es fehlen mir die Worte um dieses Paradies zu beschreiben.

Türkisblaues Wasser, endloser und vor allem einsamer Sandstrand. Die Gili Asahan Eco Lodge hat ihren Namen wahrhaftig verdient. Stilvolle Gebäude, liebevolle Einrichtung und bis in kleinste Detail nur natürliche Materialien. Am Telefon war die Rede von einem Bungalow, doch für das was ich hier vorfand passt der Name Beach Bale besser. Eine hölzerne Plattform mit Strohdach im Sand zwischen den Palmen, darauf ein Bett und ringsherum auf allen vier Seiten Bambus Rollos. Das alles natürlich keine 20 Meter vom Strand entfernt. Einfach traumhaft, ich könnte schreien vor Glück 🙂

Gili-Eco-Lodge-Relaxing

Das erste Mal seit meiner Ankunft in Indonesien herrschte Stille. Eine göttliche Ruhe. Keine Autos, keine Motorräder, keine Moschee. Nur das Rauschen des Windes, das sanft plätschernde Meer, einige Singvögel und der sporadisch krähende Hahn im Nachbardorf. Bereits nach zwei Stunden fühlte ich mich so relaxt wie in einem Wachkoma.

Es war schon später Nachmittag als ich langsam wieder zu mir kam. Zeit für ein bisschen schwimmen, dann ab in die Bambus Dusche. Für den Sonnenuntergang wanderte ich auf die Spitze eines Hügels, wo eine große hölzerne Plattform mit Strohdach stand. Der Wind trug einige Koranverse des Muezzins vom Festland bis an meine Ohren. Der Sonnenuntergang war schön.

Dann wieder runter und ab ins Restaurant. Es gab frisch gefangenen Trevally Fisch mit Gemüse und selbstgemachtem Brot. Irgendwie schade um den schönen Fisch, ist aber auch zu blöd dass der so gut schmeckt. Der italienische Besitzer der Lodge war zwar nicht anwesend, im Restaurant kam die Geschmacks Note aber deutlich heraus. Selbst gebackenes Brot, tolle Saucen und riesige Portionen köstlichen Essens. Später wurde ein Lagerfeuer angezündet. Und dann war es auch schon Zeit fürs Bett.

Gili-Asahan

 

19.10.2015

Die Nacht war super erholsam, habe klasse geschlafen. Durch das mehr oder weniger komplett offene Design meines „Zimmers“ fühlte ich mich mitten in der Natur. Und das war ich auch. Die Geckos und Grillen im Duett mit dem Rauschen des Windes und dem plätschern der Wellen am Strand. Eine traumhafte Geräuschkulisse zum Schlafen. Am Morgen weckten mich dann die Vögel und die langsam immer stärker werdende Sonne.

Ein weiterer Tag im Paradies stand an. Das Frühstück war sensationell, die netten Mädels bauten ein ganzes Buffet vor meinen Augen auf. Pfannkuchen, Fruchtsalat, Jogurt, Müsli, Brot und Marmelade. Dazu ein frischer Kaffee Lombok. Es mangelte an nichts. Vollgefressen brauchte ich dann fast schon wieder ein Schläfchen und relaxte mit einem Buch im Schatten der Palmen.

Gili-Asahan-Sand

Nach ein wenig schwimmen und noch mehr relaxen folgte dann sogleich das nächste Essen. Hunger hatte ich ja eigentlich nicht wirklich, aber was soll‘s. Die Spaghetti mit Muscheln und Tomaten waren trotzdem ein Genuss. Mittlerweile waren die anderen Gäste die am Vortag noch hier waren abgereist und ich war der letzte verbliebene Gast in der Eco Lodge.

Am späten Nachmittag kam eine ältere Dame aus dem Nachbardorf um mir eine Massage zu verpassen. Ich glaube die erste kommerziell erhältliche Massage die ich jemals genießen durfte. Über eine Stunde wurde ich ordentlich durchgeknetet, am Ende wollte die gute Dame grad mal 5 Euro dafür. Unglaublich. Tiefenentspannt setzte ich mich anschließend ins Restaurant an mein Notebook und tippte einige Zeilen. Wenig später kam das Abendessen.

Es gab wieder Fisch, diesmal mit gebratenem Gemüse und einer Auswahl leckerer Soßen. Ach wie ich das Essen im Nautilus getauften Restaurant der Eco Lodge liebe. Ich glaube frischer geht es nicht. Grad so das der Fisch nicht mehr zappelt auf dem Teller. Die dezente Beleuchtung im Restaurant schuf außerdem eine tolle Atmosphäre. Dann war Lagerfeuer-Zeit. Ich packte mein Stativ aus und machte ein paar coole Bilder im halbdunkeln. So langsam habe ich meine kleine Diva, die Sony DSC-RX100 im Griff.

 

 

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1 Antwort

  1. Michael sagt:

    SEHR schön !

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