Burnouts, Rollercoaster and Rottnest Island

Ein ereignisreicher Abend liegt hinter mir, und ein noch spannenderer Tag. Der Parkplatz beim Woodman Point wurde gestern von ca. 15 Leuten bewohnt. Als ich grade am Schnitzel braten war tauchte ein Ranger auf. Er hat uns ermahnt und gesagt das man hier nicht campen darf, wir aber über Nacht hier bleib en können. Wir sollen nur schauen das wir in der Früh weg sind, denn dann würde der andere Ranger kommen und uns eine Strafe geben. Die Deutschen haben mir gesagt sie wohnen seit drei Wochen da, und der würde das zum fünften Mal sagen. Also sollte wohl kein Problem sein.

Ein Detail das ich euch noch nicht beschrieben habe, ist der Zustand des Parkplatzes, und die Tatsache, dass alle paar Stunden ein Auto von einem Sicherheitsdienst vorbei kommt und nach dem Rechten sieht. Wie allgemein in Australien üblich, ist hier alles voll mit diesen Hubbeln das man langsam fährt. Trotzdem ist die Zufahrt und der ganze Parkplatz übersehen mit Bremsspuren, Burnout Spuren und was weiß ich noch. Jede Menge Gummi auf jeden Fall. Jetzt ist mir auch klar warum 🙂

Wie es aussieht trifft sich hier die Need for Speed oder The Fast and the Furios Szene von Perth. Die ganze Nacht durch kamen aufgemotzte Autos vorbeigefahren, haben Burnouts gemacht, ihren Motor fast ins unendliche hochgedreht, und sind dann wieder verschwunden. Es gab spontane Tanzeinlagen von ein paar Mädels, von denen wir schon dachten sie seien auf Drogen oder würden ein Theaterstück proben. Ganz lustig jedenfalls. Irgendwie erinnert mich die Unberechenbarkeit dieses Parkplatzes an das Hippie Haus in Melbourne 🙂 Fotos habe ich übrigens keine davon gemacht. Wer weiß wie diese Leute reagieren wenn man ihre Straftaten dokumentiert hehehe.

Naja, aufgrund der Warnung des Rangers bin ich dann auch gegen Mitternacht ins Bett gegangen, und habe versucht zu Musik von drei unterschiedlichen Partys  und quietschenden Reifen einzuschlafen. Um 6:30 Uhr ging mein Wecker, denn ich wollte es nicht riskieren eine Strafe zu bekommen. Ich fuhr direkt zu McDonalds um mal schön aufs Klo zu gehen. Ganz früh am Morgen sind die Toiletten besonders sauber. Ich liebe McDonalds – Gratis Internet, Klimaanlage, saubere Toiletten. Gegessen habe ich dort erst ein einziges Mal. Nach einem Skype Gespräch mit Europa bin ich dann direkt in die Stadt nach Fremantle gefahren. Ich hab beim Hafen geparkt und mir ein Ticket für die nächste Ferry nach Rottnest Island gekauft.

Die Dame am Schalter sagte noch das ist das Speedboat – aber da der Fährdienst Rottnest Express hieß hab ich mir nix dabei gedacht. Das war ein Fehler. Dieses Boot ist ein ganz spezielles, das nur zwei Mal täglich da rüber fährt. Und das mit richtig fettem Speed. Zu allem Überfluss hatte ich auch noch einen Platz ziemlich weit vorne bekommen, wo das Boot sich richtig schön in den Himmel neigt und das Wasser umher spritz. Das waren auf jeden Fall sehr lustige 20 Minuten bis wir auf der Insel drüben waren. Die längste Achterbahnfahrt die ich jemals hatte 😀

rottnest-island-lighthouse

Auf Rottnest angekommen hab ich mir das Bayseeker Busticket gekauft. Es ist ein Bus der rund um die Insel fährt und man überall ein- und aussteigen kann. Meine erste Station war der Leuchtturm. Für ein paar Dollar gab es dort eine Führung die ziemlich interessant war. Und die Aussicht war auch Klasse. Erstens auf die Mädels die vor mir die Leiter hochgeklettert sind (Ladies First), und zweitens auf die Insel 🙂

Da ich jetzt schon ein paar Meter im Himmel war, wollte ich auch noch weiter rauf. Also ab zum Flughafen, welcher den Namen eigentlich nicht verdient hat. Er bestand lediglich aus einem Parkplatz und einem Betonstreifen. Ab 35$ gab es dort Joy Flights. Ich wollte ja den großen machen, der bis nach Perth und retour geht, aber man braucht da immer mindestens zwei Leute. Also musste ich eine halbe Stunde warten bis zwei Damen da ankamen und auch fliegen wollten.

rottnest-island-joyflight

Leider wählten sie dann das kleinste Paket. Aber egal, das waren seeeehr tolle 10 Minuten in der kleinen Maschine. Ich hab den Platz vom Co-Piloten bekommen und hatte erstklassige Aussicht auf die Insel. Es ist echt witzig anzusehen wenn alles so klein wirkt, wie eine Modellwelt, aber mit unglaublich guter Tiefenschärfe 🙂

Ich bin dann anschließend noch eine Runde um die Insel gefahren, habe meine Brötchen mit den Schnitzeln von gestern verspeist und hab das nächste Boot zurück ans Festland genommen. Diesmal aber mit dem klimatisierten Kreuzfahrtschiff.

Nun sitze ich wieder mal – wer hätte das gedacht – im McDonalds. Bald werde ich zurück an den Parkplatz fahren und mir noch die Lernvideos von der Tauchschule reinziehen.

Videos:

Speedboat: DSCF1467-e

Flug: DSCF1516-e und DSCF1529-e

 

 

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6 Antworten

  1. Gerhard Huber sagt:

    ………… perfekte, tolle und spannende Berichterstattung – freu
    mich jedesmal, wenigstens ein wenig aus der Ferne an deinem Trip
    teilnehmen zu können!

    Go ahead, herzliche Grüße Gerhard & Family

  2. Zuerst redest du von Girlies dir raufgehen und bringst dann Fotos von Girlies die runtegehen … *grummel*grummel* 😉
    Danke für die Bilder und Filmchen, da kann man sich schon wie „dabei zu sein“ fühlen.
    Grüessle, Mike

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