Brisas Rio Onda: Teakholz soweit das Auge reicht
Willkommen zurück im Brisas Rio Onda Pilotprojekt, wo man mittlerweile schon gar nicht mehr von einer Baustelle sprechen kann. Es ist eigentlich schon ein fertiges Haus und manch einer wäre hier schon lange eingezogen. Doch um meine Vision von der schlüsselfertigen und stilvoll eingerichteten Mini Villa zu verwirklichen, fehlte es nach wie vor an einigen Details.
Einbau der Fenster und Türen
Angefangen beim Innenausbau, wo wir nach der Installation von Decke und Fliesen erstmal einen finalen Anstrich an die Wände brachten. Innen und außen. Oben und unten. Besonders mühevoll waren dabei die Übergänge zwischen Decke und Wand, wo auf Leiter bzw. Gerüst mit dem Pinsel und Kreppband gearbeitet werden musste. Das großflächige Streichen der Wände ging dagegen eher locker von der Hand.
Ja und damit die schön sauber bleiben und sich nicht direkt die Fledermäuse einnisten, kümmerten wir uns anschließend um die Installation von Fenster und Türen. Diese hatte ich schon vor einiger Zeit maßanfertigen lassen. Dabei wählte ich ein schlichtes schwarzes Aliminium, welches perfekt zu den weißen Fliesen passt. Auch den Einbau ließ ich direkt vom Fensterbauer erledigen und das Haus war schließlich rund um dicht.



Dies war zugleich der Startschuss für uns. Naja. In Wirklichkeit arbeiteten wir natürlich schon seit geraumer Zeit an der nächsten Phase. Und das war die Einrichtung! Dank unserem eigenen kleinen Sägewerk, sind wir jetzt ja super flexibel und können lokal erworbenes Teakholz direkt selber verarbeiten. Einer unserer entfernten Nachbaren hat einen eigenen Wald und große Vorräte an getrocknetem Teakholz.
Perfekt! Denn anstatt jetzt noch irgendwelches angekarrtes Holz zu verwenden, haben wir eine direkte Quelle hochwertigen Tropenholzes hier in Santa Fe. Die Teakbäume stammen übrigens aus Plantagenanbau, gepflanzt um den Jahrtausendwechsel. Urwälder werden dafür also auch keine abgeholzt. Was will man mehr? Ja, endlich mal mit der Arbeit anfangen bzw. mit meinen Erzählungen drüber.
Die ersten Möbel
Und die beginnen wir am besten mit einem Bett, genauer genommen mit einem massiven Balkenbett. Die Inspiration dazu hatte ich wieder mal aus dem Internet. Mir gefiel daran vor allem das rustikale Aussehen der durch Überblattung ausgeführten Eckverbindungen. Dabei handelt es sich so ziemlich um die einfachste zimmermannsmäßige Holzverbindung die es gibt. Für mich trotzdem eine Herausforderung.



Fehlendes (passendes?) Werkzeug und vielleicht auch Wissen? Nach ein bisschen herumfrickeln hatte ich die vier Balken jedoch passend zurechtgesägt und die nötigen Aussparungen gemacht. Noch vier massive Stummelfüßchen und damit war das Grundgerüst des Bettes auch schon fertig und ich widmete mich erstmal dem nächsten Projekt.
Und das waren ein paar durchaus kreative Nachttische. Ein dickes, etwas unförmiges Teakholzbrett bildete dabei die Basis, die an die Wand verschraubt wird. Darauf kam dann eine Wandlampe, ein Lichtschalter samt Ladestation und zwei etwas kleinere Brettchen, die den eigentlichen Nachttisch bildeten. Damit war das erste Schlafzimmer auch schon ausgestattet.
Maßgefertigte Zimmertüren
Bevor ich mich ans nächste Bett machte, traf ich mich aber noch mit einem lokalen Schreiner und wir begutachteten die Baustelle. Schließlich fehlte dort noch mehr als nur ein paar Möbel. Insgesamt acht Zimmertüren verschiedener Größen samt Türrahmen mussten noch gebaut und installiert werden. Da ich aber nur zwei Hände habe und diese auch noch mit vielen anderen Dingen beschäftigt waren, musste ich einen großen Teil dieser Arbeiten an besagten Schreiner auslagern.
Los ging es mit den Türen. Da habe ich mich wieder mal im Internet inspirieren lassen um ein tolles und etwas außergewöhnliches Design zu finden. Anstatt der hier so beliebten Kassettentüren, wollte ich im Brisas Rio Onda andere Wege gehen und beauftragte die Herstellung von insgesamt acht glatten Massivholztüren.



Auch bei den Türrahmen wollten wir eher klotzen statt kleckern und beschlossen den Einbau von massiven Umfassungszargen samt Blendrahmen an allen Türen. Das sollte dem großen Hauptraum und dem Haus überhaupt einen unverwechselbaren Stil verpassen. Und während der Schreiner samt Helfer sich an die Arbeit machte, ging auch ich zurück in meine Werkstatt und widmete mich dem nächsten Projekt.
Nachdem ich ja die Möbel für das erste Schlafzimmer fertig hatte, kam nun die Ausstattung fürs zweite Zimmer dran. Hier wählte ich einen etwas anderen Stil und versuchte mich an einem Bett in Landhaus Optik. Die vielen kleinen Brettchen wiederholten sich nicht nur am Fuß- und Kopfteil des Bettes, sondern auch an den diesmal bodenständigen Nachttischchen. Die Lampen samt Lichtschalter verbaute ich hier in einer eigenen Konstruktion.



Tja, und dann ging es ab damit in Plastikfolie und ins Lagerhaus, denn fertig zum Einrichten waren die Zimmer noch nicht. Doch nachdem wir die Türen eine nach der anderen in der Werkstatt vorbereiteten, ging es munter los mit deren Einbau. Die Türrahmen verbrauchten fast mehr Holz als die eigentlichen Türen, den gewünschten Look erzeugten sie aber definitiv.
Was die Möbel betrifft habe ich bisher nur das Balkenbett final aufgebaut und verschraubt. Genauer gesagt haben wir das komplette erste Schlafzimmer eingerichtet und sozusagen auf den Stand gebracht, in den ich gerne das ganze Haus bringen würde. Fix und fertig, man muss nur die Tür aufmachen und kann anfangen zu wohnen.



Doch dafür fehlen immer noch essentielle Dinge wie eine Küche und ein Badezimmer. Auch die Einrichtung für den Wohn- und Essbereich muss noch gekauft bzw. gebaut werden. Von diesen Arbeiten berichte ich euch gerne im nächsten Beitrag, bis dann!

