West MacDonnell Ranges National Park

17.08.2011

In der Nacht bin ich mehrmals kurz wach geworden und habe gecheckt, ob die Buschfeuer uns nicht schon umkreist hatten. Nichts dergleichen passierte und gegen 8 Uhr in der Früh waren wir wieder auf der Straße. Wir nahmen den Scenic Drive durch den MacDonnell Ranges National Park, wo eine ganze Menge Sehenswürdigkeiten darauf warteten, von uns entdeckt zu werden.

Wenige Kilometer nach dem Beginn der Route, entdeckten wir eine sehr hübsch gelegene Rest Area auf einem Hügel, von wo aus wir eine hervorragende Aussicht auf die Gegend hatten. Ein paar Minuten später waren wir beim Ellery Creek Big Hole ankommen, wo wir erst mal über eine Stunde lang auf einen Berg hochkletterten. Die ganze Anstrengung hatte sich nicht wirklich gelohnt, denn die Aussicht war annähernd dieselbe wie bei der Rest Area, wo wir gemütlich mit dem Auto hochgefahren waren.

Ellery Creek Big Hole, West MacDonnell National Park

Wir liefen noch zu einem nahegelegenen Wasserloch, wo man bei etwas höheren Temperaturen bestimmt eine Runde schwimmen hätte können. Schließlich fuhren wir ein paar Kilometer weiter zur Serpentine Gorge. Dieser Ort ist nicht nur eine Zuflucht für die Tier- und Pflanzenwelt, sondern war und ist auch ein heiliger Ort für die Aborigines. Am Wasserloch ankommen, kletterten wir über steile Stufen aus rotem Felsgestein auf die Spitze des Berges. Das hatte sich aber definitiv gelohnt, denn wir wurden mit einer grandiosen 360° Aussicht belohnt.

Die schlangenartig geformte Schlucht auf der einen Seite und das Flachland mit den Bergen im Hintergrund auf der anderen Seite. Das herunterlaufen gestaltete sich dann sogar schwieriger als das hochklettern, denn man musste teilweise große Höhenunterschiede überwinden und sich total verbiegen. Als wir wieder beim Auto angekommen waren, war es höchste Zeit für ein anständiges Essen und wir fuhren zu den nahe gelegenen Ochre Pits, wo es eine hübsche Picknick Area mit tollen Gasgrillen gab.

Vollgefressen und glücklich spazierten wir dann zu den Ockerfeldern, die natürlich auch ein heiliger Ort der Aborigines waren. Große Warnschilder verwiesen auf die Maximalstrafe von 5000 Dollar wenn man noch Ocker graben, welchen anfassen oder mitnehmen würde. Wir liefen entlang der Klippen, die in sämtlichen Rot-, Gelb- und Brauntönen schimmerten. Veronika konnte es natürlich nicht lassen und spielte mit einem Stück Ocker, welches sie am Ende sogar mitnahm und vor dem Verbotsschild noch stolz damit posierte.

Ochre Pits, West MacDonnell National Park

Anschließend besuchten wir die Ormiston Gorge, wo die Sonne bereits hinter den Klippen verschwand und es deshalb ziemlich düster war. Zum ersten Mal an diesem Tag begegneten wir auch einer der vielen Gruppen von Pauschaltouristen, die in großen Bussen durch die Gegend gekarrt wurden. Nach einigen Bildern setzten wir die Fahrt fort und stoppten bei der vorerst letzten Schlucht, die wir heute ansehen werden. Bei der Glen Helen Gorge beim gleichnamigen Resort gab es auch wieder etliche längere Wanderwege, die wir getrost ignorierten und nur kurz zum Fluss bei der roten Felswand hinunter spazierten.

Schlussendlich fuhren wir wieder zurück Richtung Alice Springs und hielten bei der hübschen Rest Area auf dem Hügel, die wir schon am Morgen begutachtet hatten. Dort war zu unserer Enttäuschung bereits eine Gruppe Reisender mit zwei Fahrzeugen, die laute Musik hörten und den Frieden auf dem Hügel störten. Wir kochten Spaghetti mit Tomatensoße und Käse, ich verbrachte mehr als zwei Stunden mit Blogschreiben und Fotos sortieren, als es langsam sehr kalt wurde. Die Nachbarn luden uns ein zu ihnen ans Feuer zu setzen, was wir dankend annahmen und einige Becher Wein mit ihnen tranken. Unter den Franzosen, Iren und Deutschen befand sich auch ein Österreicher, mit dem ich gleich noch ein extra Glas Wein genoss.

Gegen 22 Uhr war schon die Hälfte der Backpacker bereits am Schlafen, mein Blog war fertig geschrieben und so hüpften auch wir ins Bett unter die warme Decke im Van.

 

 

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3 Antworten

  1. Christian sagt:

    Hi Simon!!!

    Fürs Protokoll, ich lese hier mit!!! (IMMER neugierig auf Updates) aber, as usual ich bin Kommentierfaul…………wie immer bei Blogs…..aber was soll man schon kommentieren, die Bilder sprechen für sich!

    Keep on Simon!!! You’re on the right Way!!

    Greeeeeeeetz
    Chris

  2. Gerhard Huber sagt:

    Simon …………. wie gewohnt tolle Fotos – super Idee mit dem Foto von dir und deiner Begleitung (DSCF6890) und spannende Berichterstattung!

    Gruß aus dem „heißen“ Dorabira mit >+30° C

    Gerhard

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