Skyrail Rainforest Cableway

28.09.2011

Mein Tag begann wieder damit, dass ich morgens von einem großen Reisebus abgeholt wurde. Ich war der erste Passagier an Board und musste rund eine Stunde lang mitfahren, bis endlich alle anderen Leute von ihren Hotels abgeholt waren. Dann ging es auf zum Caravonica Terminal, das sich einige Kilometer nördlich von Cairns befindet.

Ich hatte mir für heute einen Ausflug nach Kuranda, einem kleinen Dorf mitten im Regenwald, gebucht. Um dorthin zu kommen gibt es mehrere Wege, mit Abstand die schönste Aussicht soll aber die Skyrail Regenwald Seilbahn bieten. So kam es, dass ich gegen 10 Uhr in eine der 6-Personen Gondeln stieg und damit begann, den ersten der drei Teilabschnitte zurückzulegen. Ziemlich schnell Gewann die Gondel an Höhe und schwebte nur wenige Meter über den Baumkronen hinweg. Mit steigender Höhe wurde auch der Ausblick auf Cairns und das Hinterland immer besser und man konnte mit etwas Fantasie sogar die Korallenriffe zwischen den Wolkenschwaden hindurchschimmern sehen.

Red Peak Station

Nach ungefähr 10 Minuten hatte ich den ersten, knapp 3 Kilometer langen Abschnitt hinter mir und war am höchsten Punkt der Seilbahn angelangt. Die Red Peak Station liegt 545 Meter über dem Meeresspiegel und soll laut Prospekt einen interessanten Rundweg durch den Regenwald bieten. Dieser stelle sich jedoch als sehr kurz und total überlaufen heraus, worauf ich gleich wieder die Flucht ergriff und zur zweiten und letzten Zwischenstation weiterfuhr.

Wenige Minuten später war ich bei der Barron Falls Station angekommen, wo man an Aussichtspunkten die gleichnamigen Wasserfälle und die Schlucht betrachten konnte. Während sich in der Regenzeit von Januar bis Mai gewaltige Wassermassen ihren Weg durch die Schlucht bahnen, rann zum Zeitpunkt meines Besuchs nur ein kleines Rinnsal die Felsen hinunter. Zudem waren die Aussichtsplattformen an vielen Stellen von Bäumen und Büschen zugewachsen, was einen ungehinderten Blick auf die Wasserfälle und die Schlucht schwierig gestaltete.

Schließlich setzte ich mich wieder in die Bahn und fuhr die letzten 1,7km nach Kuranda, wo hunderte Touristen durch die Gegend marschierten. Ich lief die Hauptstraße entlang, vorbei an unzähligen Souvenirshops, Restaurants und Cafés. Es gab auch einige interessante Einrichtungen wie zum Beispiel das australische Schmetterlingreservat, die Vogelwelt und die Koala Gärten, die mich aber alle aufgrund der hohen Eintrittsgelder abschreckten. Auf der Suche nach etwas kostenlosem stieß ich auf ein kleines Netzwerk von Wanderwegen, die durch den Jum Rum Conservation Park, den Regenwald und anschließend dem Fluss entlang zurück zur Bahnstation führten.

Jum Rum Walk, Jum Rum Conservation Park

Einmal mehr genoss ich die herrliche Ruhe im Regenwald, denn auf diesen Wegen war im Gegensatz zum Dorf so gut wie niemand unterwegs. Gegen Nachmittag erreichte ich dann wieder den Bahnhof, wo eigentlich in kürze mein Zug zurück nach Cairns abfahren sollte. Leider erfuhr ich aber, dass aufgrund eines Buschfeuers welches in den Hügeln wütete, alle Züge für heute abgesagt wurden. Tja, blöd gelaufen. Ich musste mich wie hunderte andere Leute in eine Schlange vor den Ticketschalter stellen und darauf warten, dass die völlig überforderten Mitarbeiter einen alternativen Rücktransport organisiert hatten.

Glücklicherweise wurde ich in keinen der Busse verfrachtet, sondern durfte stattdessen wieder mit der Seilbahn nach unten fahren. Ich fand es trotzdem sehr schade das ich nicht mit der Eisenbahn fahren konnte und bekam zum Trost einen Teil meines Geldes zurückerstattet. Einmal mehr hatte mir ein australisches Buschfeuer einen Strich durch die Rechnung gemacht. Stunden später war ich wieder am Campingplatz angekommen, wo ich mir leckere Spaghetti kochte und den restlichen Abend vor dem TV verbrachte.

 

 

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1 Antwort

  1. Gerhard Huber sagt:

    Hi Simon,
    bei meinem Zwischenstopp in Cairns wollten wir auch mit dem Kuranda-Zug die Landschaft genießen. Uns machten damals, bedingt durch einen Zyclon die vielen umgestürzten Bäume einen Strich durch die Rechnung – kann mit dir fühlen 🙁

    Gruß aus Dornbirn, Gerhard

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