Similan Reef Safari – Part2

22.10.2011

Nach dem Besuch auf der verdreckten Insel ging es ab zum zweiten Tauchgang des Tages, wo wir den sogenannten Breakfast Bend erkundeten. Dort sah ich zum ersten Mal in Thailand viele bunte Weichkorallen und wieder jede Menge tolle Fische. Die Highlights waren ein großer Barrakuda, eine Panthermuräne sowie viele kleine Nemo’s und wieder mal eine Schildkröte. Anschließend gab es ein gutes Mittagessen und ich legte mich danach für zwei Stunden ins Bett, um ein bisschen Schlaf nachzuholen.

Geweckt wurde ich dann pünktlich zum nächsten Dive Briefing, denn mittlerweile waren wir beim Koh Bon Ridge angekommen. Dabei handelte es sich um eine Unterwasserhügelkette, welche mit Korallen bewachsen und von vielen Meeresbewohnern besiedelt war. Eine ziemlich starke Strömung machte diesen Tauchgang ein wenig schwierig, trotzdem konnten wir aber wieder eine Panthermuräne zwischen den Felsspalten ausfindig machen. Auch ein kleiner Oktopus versuchte sich in einem Loch vor unseren neugierigen Blicken zu verstecken.

Panthermuräne beim Breakfast Bend, Similan Islands

Ebenso nach diesem Tauchgang machte ich ein kleines Schläfchen, das sich dann doch als größeres Schläfchen entpuppte. Denn als ich aufwachte war es bereits dunkel und ich fand heraus, dass ich das Abendessen verpasst hatte. Halb so schlimm denn der beste Tauchgang des Tages stand an: der Nachttauchgang. In dieser Nacht waren wir nur zu viert und konnten uns deshalb etwas mehr Zeit nehmen und die Umgebung genauer betrachten. Ich entdeckte haufenweise Feuerfische in allen möglichen Farbkombinationen. Zum ersten Mal fielen mir auch runde, stachelige Bällchen auf, die sich wenig später als Seeigel entpuppten.

Zu guter Letzt beobachteten wir noch einen größeren Fisch dabei, wie er seine schützende Spuckblase aufblies, in der er die Nacht verbringen wird. Die Blase sorgt dafür, dass er von Jagdfischen nicht so leicht aufgespürt werden kann und halbwegs sicher übernachten kann. Nach diesem letzten Tauchgang war ich hundemüde, hatte leichte Kopfschmerzen und legte mich nach einem kleinen Abendessen gegen 22 Uhr ins Bett.

 

23.10.2011

Die ersten zwei Tauchgänge des Tages führten wir beim weltberühmten Richelieu Rock durch, der als einer der TOP10 Divespots gilt. Der Seegang war ziemlich stark und wir hatten unsere Mühe damit, nicht schon am Anfang zu weit abzutreiben. Als wir uns aber in 30 Metern Tiefe befanden, war vom stürmischen Treiben an der Oberfläche nichts mehr zu spüren. Die Vielfalt am Riff war erstaunlich und zum ersten Mal war auch ich so wirklich beeindruckt.

Vom Great Barrier Reef verwöhnt, ist es ja auch kein Wunder, das ich die Maßstäbe mittlerweile etwas höher setze. Noch nie so stark wie hier sind mir aber die riesigen Schwärme aus Millionen von kleinen Fischchen aufgefallen. Manchmal kommt man sich vor als ob man durch eine Spermasuppe schwimmen würde. Das Highlight beim Richelieu Rock war aber dann doch etwas größer, denn wir konnten eine ca. 60cm große Qualle dabei beobachten, wie sie sich auf ihre komische Art den Weg durchs Wasser bahnte. Begleitet von vielen kleinen und größeren Fischen verschwand sie dann im tiefen blau.

Darüber hinaus sah ich auch zum ersten Mal einen Skorpion Fisch, der ähnlich wie ein Steinfisch aussah und damit zwischen den Korallen und Steinen am Meeresgrund beinahe unsichtbar war. Auf dem Foto mit dem Blitz ist der Fisch noch relativ gut zu sehen, doch ohne künstliches Licht hätte man in 30 Metern Tiefe keine Chance ihn zu erkennen. Beim dritten Tauchgang, den wir am Koh Tachai Plateau machten, gab es auch wieder etwas Besonderes zu sehen. Eine Muräne, von der man ansonsten nur den Kopf aus einer Felsspalte rausgucken sieht, war im offenen Wasser unterwegs und sah fast aus wie eine Seeschlange. Zu guter Letzt entdeckte ich noch eine große Languste unter einem Gesteinsbrocken, die von meinem Besuch gar nicht erfreut war.

Wenig später ging es wieder auf dem Nachttauchgang und so langsam fange ich an diese Tauchgänge zu lieben. Im Dunkeln ist es noch viel spannender und man sieht total andere Meeresbewohner als am Tag. Unter anderem entdeckten wir mehrere Seeschlangen, eine schlafende Schildkröte und einen putzig aussehenden Kugelfisch. In dieser Nacht war das Plankton auch sehr aktiv und man konnte, wenn man die Taschenlampe ausmachte und mit der Hand im dunklen Wasser rumwedelte, eine richtige Mini-Disco bewundern.

 

24.10.2011

Um 6 Uhr morgens hieß es erneut aufstehen und fertig machen für den ersten Tauchgang des Tages. Es war ein ganz besonderer Tauchgang, denn in meinem Logbuch war es die Nummer 50! Mein Instruktor hat mir allerdings davon abgeraten, der Tradition zu folgen und den Tauchgang ohne Wetsuit durchzuführen. Schweren Herzens hab ich halt auf ihn gehört und es sein gelassen… wofür bezahlt man solche Leute, wenn man dann nicht auf sie hören würde?

Wir befanden uns bereits auf dem Rückweg nach Khao Lak und waren deshalb wieder beim Koh Tachai Plateau festgemacht. Dort entdeckte ich viele bunte Korallenformationen, die mir beim letzten Mal nicht so wirklich aufgefallen waren. Auch die lustigen Langflossen-Fledermausfische waren wieder mit von der Partie. Diese Fische waren sehr neugierig, folgten uns über eine längere Zeit und kamen sehr nahe an mich heran. Es heißt sie würden auch manchmal probieren an der Tauchausrüstung oder an den Fingern das Tauchers zu knabbern. Davon blieb ich aber glücklicherweise verschont, denn die Tiere gaben sich damit zufrieden, mit meinen aufsteigenden Luftblasen herumzuspielen.

Langflossen-Fledermausfische beim Koh Tachai Plateau

Nach diesem Tauchgang fühlte ich mich nicht besonders gut, hatte leichte Kopfschmerzen und legte mich nach dem Frühstück zurück in mein Bett. Auf den letzten Tauchgang, den wir ohnehin an einer bereits bekannten Stelle machten, ließ ich dann vorsichtshalber ausfallen. Ich finde auch die Zahl 50 ist gut um vorerst eine Pause zu machen. Es ist dann äußert fragwürdig, ob sich zurück in Österreich attraktive Tauchstellen finden werden, um mit diesem einzigartigen Sport weiterzumachen.

Der Boot jedenfalls fuhr langsam aber sicher zurück zum Pier in Khao Lak, wir und unser Gepäck wurden abgeladen und zurück zum Tauchshop befördert. Da es bereits später Nachmittag war, nahm ich mir nochmal ein Zimmer in Khao Lak und werde schauen was ich dann die nächsten Wochen noch unternehmen werde. Die Similan Reef Safaris kann ich euch aber auf jeden Fall empfehlen. Das Essen ist super, die Kabinen gemütlich und die Tauchcrew sowie die anderen Helfer auf dem Boot sind sehr nett und hilfsbereit. Das einzige was ich ein bisschen schade fand, war die Tatsache, dass wir immer mit dem Guide tauchen mussten und nicht zu zweit auf eigene Faust die Riffe erkunden konnten.

 

 

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3 Antworten

  1. BOFH sagt:

    Du erinnerst dich sicherlich noch: „Rohr eins bewaessern…“ 😉

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