Chiang Mai Sightseeing

07.11.2011

Watchediluang Varaviharn, Chiang MaiAm Vormittag wurde ich von meinen Gastgebern im Zentrum der Altstadt in Chiang Mai direkt vor dem Wat Phra Sing Tempel abgeladen und hatte den ganzen Tag Zeit, mir die 700 Jahre alte Stadt anzusehen. Chiang Mai ist mit seinen knapp 150.000 Einwohnern die größte und wichtigste Stadt im Norden Thailands und wird auch die Stadt der 100 Tempel genannt. In der Tat findet man hier an jeder Ecke einen Tempel und ich glaube wenn man nachzählen würde, käme man auf deutlich mehr als 100 dieser Prachtbauten.

Da die aber alle irgendwie gleich aussahen und ich mich nicht unbedingt zu den Buddhisten zähle, spazierte ich stattdessen lieber der antiken Stadtmauer und dem parallel dazu verlaufenden Wassergraben entlang, der über zahlreiche Brücken überquert werden kann. Da die Straßen in der Altstadt ursprünglich für den Verkehr von Ochsenwagen geplant wurden, sind heute viele Straßen nur in eine Richtung befahrbar. Im südwestlichen Eck der Altstadt gibt es den hübschen Buak Had Park, wo ich mich in der Hitze des Tages ein wenig in den Schatten setzte und relaxte.

Wenig später wurde ich dann wieder mit dem Auto abgeholt und auf dem Rückweg zum Homestay fuhren wir noch beim Flughafen vorbei, um einen neu ankommenden Gast abzuholen.

08.11.2011

Da wir jetzt im Homestay schon insgesamt vier Gäste waren, rentierte es sich eine private Sightseeing Tour mit unseren Gastgebern zu machen. So stiegen wir am frühen Morgen alle in den gemütlichen Van und fuhren auf den 1685 Meter hohen Doi Pui Berg, der vor den Toren der Stadt liegt.

Dort besuchten wir als erstes ein kleines Bergdorf, welches von verschiedenen uralten Stämmen bewohnt wurde. Zuerst liefen wir eine gefühlte Ewigkeit an Verkaufsständen vorbei, wo handgemachte Textilien und Souvenirs aller Art verkauft wurden. So wirklich traditionell sah das für mich nicht aus, eher wie eine weitere Touristenfalle.

Nachdem wir zehn Minuten bergaufwärts gelaufen waren, kamen wir an einem wunderschönen Garten an, der sich auf den Steilen Berg befand. Ich entdeckte zahlreiche interessante Blumen und brachte meine Kamera zum Glühen. Weiter ging es dann zum Doipui Wasserfall, wo kristallklaren Wasser den Berg hinunterfloss.

Doipui Waterfall, Chiang Mai

Eine der Attraktionen dieses Dorfes war, das sich Touristen als Stammesmitglieder verkleiden konnten, um sich dann anschließend fotografieren zu lassen. So kam es das überall verkleidete Chinesen herumliefen und natürlich überall dort in der Gegend herumstanden, wo ich gerne ein schönes Bild ohne komische Leute darin gemacht hätte. Egal.

Wir stiegen wieder ins Auto und fuhren weiter zum wichtigsten Tempel in dieser Gegend, der sich auch auf dem Doi Pui Berg befindet. Der 1383 gegründete Wat Phrathat Doi Suthep Tempel ist das Wahrzeichen Chiang Mais und kann über 309 Stufen oder alternativ mit einer Straßenbahn erreicht werden. Von unserer Führerin Nong bekamen wir jede Menge Geschichten und Legenden rund um den Tempel erzählt und es war wirklich interessant so einen Ort nicht nur anzusehen, sondern ihn auch zu verstehen.

Zum ersten Mal machte ich dem heiligen Buddha auch ein Geschenk, zündete Räucherstäbchen an und legte eine große Blume nieder. Dann begab ich mich in eine Gebetskammer, wurde von einem Mönch mit Weihwasser bespritzt und bekam ein heiliges Armband um meinen rechten Arm gebunden, welches ich nun genau eine Woche tragen soll, um dessen volle Wirkung zu entfalten 🙂

Nach diesem kulturellen und religiösen Abenteuer fuhren wir schließlich wieder den Berg hinab und besuchten eine weitere einmalige Attraktion in Chiang Mai, über die ich euch aber in einem extra Beitrag berichten werde.

 

 

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5 Antworten

  1. kiri sagt:

    Home sweet home…und das nun schon seit über einem Jahr…ich hoffe, du kommst uns mal besuchen..Thailand ist dann doch schöner als Österreich 😉 Außerdem ist’s uns generell zu kalt in Mitteleuropa 😉

  2. Horst sagt:

    Chiang Mai hat sich ja schön gemausert seit ich for ca. 23 Jahren dort war. Hast Du Dich vielleicht auch gewundert weshalb all die Temple in Thailand so „neu“ ausshen, selbst wenn sie in der ärmsten, heruntergekommenen Gegend sind? Vielleicht weisst Du das ja schon, aber ich scheine mich zu erinnern, dass mir gesagt wurde, dass jeder Temple alle 3 oder 4 Jahre renoviert wird.

    • Simon sagt:

      Ja das sieht man auch weil bei den halben Tempel Baugerüste rumstehen usw 🙂 Spenden gesammelt werden auch überall für die Renovierung oder Erweiterung der Tempel.
      Ich frage mich nur was das bringen soll…die sollen das Geld lieber an die Armen verteilen anstatt immer neue Goldschichten auf ihre Tempel zu kleben…

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