Bolaven Plateau and the 4.000 Islands

21.11.2011

An diesem schönen Tag fuhren wir über das sogenannte Bolaven Plateau, welches eine Höhe von 1.000-1.300m hat und von zahlreichen Flüssen durchquert wird. In der Gegend gab es etliche Wasserfälle, von denen wir uns die zwei höchsten ansahen. Beim Tad Fane Waterfall fällt das Wasser etwa 120 Meter in die Tiefe und vom Aussichtspunkt konnten wir nicht einmal den Boden erkennen.

Nicht ganz so hoch, aber dafür umso schöner war der Tad Nyuang Waterfall, der nur wenige Minuten fahrt entfernt war. Dort konnte man den Wasserfall von allen Seiten betrachten und über eine kleine Treppe auch das Tosbecken erreichen. Durch die vielen zerstäubten Wasser Tröpfchen in der Luft, war es wunderbar kühl und wir verbrachten einige Minuten im Schatten des Wasserfalls.

Tad Fane Waterfall

Der nächste Punkt auf dem Tagesprogramm war der Besuch einer Kaffeeplantage, wo wir eine Tour bei Mr. Coffee machten. Er hatte den Namen wirklich verdient, denn über 1,5 Stunden lang erzählte es uns alles nur Vorstellbare über Kaffee. Glücklicherweise waren wir sogar zum besten Zeitpunkt im Jahr vor Ort, denn wir konnten die Kaffeeproduktion in sämtlichen Stadien begutachten. Von der Aufzucht der Jungpflanzen bis zum Ernten, aussortieren und trocknen der Bohnen – und all das mit den Kommentaren und der einfach göttlichen Beschreibung des mehr oder weniger geisteskranken Mr. Coffee 🙂

Um euch nicht zu sehr zu langweilen, gibt es nur ein paar kurze Fakten: Kaffee wächst auf Bäumen – wusste ich ehrlich gesagt vorher nicht. Ein Kaffeebaum braucht vier Jahre um ausreichend zu wachsen, damit er 80% der normalen Ernte abgibt. Vergesst die traumhaften Bilder von Kaffeeplantagen im Starbucks, denn guter Kaffee sollte im Schatten wachsen, damit er mehr Geschmack entwickeln kann. Das gleiche gilt übrigens für Erdbeeren. Um einen Sack mit 60kg Rohkaffee zu erhalten, ist die Ernte von 100 gut tragenden Arabica-Bäumen erforderlich.

Kaffee Bohnen am Baum

Nachdem wir so viel über das von vielen heißgeliebte Getränk gehört hatten, ging es auf nach Pakse, wo wir in einem hübschen Kaffeeshop (nicht verwechseln mit holländischen Coffee Shops) eine Verkostung durchführten. Ich muss euch wahrscheinlich nicht sagen das Kaffee für mich Kaffee ist – egal wie und wo und was. Pakse war zeitgleich auch unser Übernachtungsstopp und ich ging zusammen mit meinem holländischen Zimmergenossen in ein anderes Restaurant als die restliche Reisegruppe, die bei einem Inder zu Abend gegessen haben.

 

22.11.2011

Am Morgen im Bus schüttelten wir uns dann die Hände, denn wir hatten es gemeistert einer Lebensmittelvergiftung, verursacht von altem Hühnchen beim Inder, zu entgehen. Der Bus brachte uns zum nahe gelegenen Vat Phu Tempel oder besser gesagt zu dessen Überresten. Der älteste Tempel an diesem Ort wurde im 5. Jahrhundert erbaut, doch die heute vorhandenen Überreste stammen vom 11.-13. Jahrhundert.

Vat Phu Temple

Der religiöse Komplex war am Fuße eines Hügels, den wir bei praller Sonne und großer Hitze erklimmen mussten. Auch ohne Lebensmittelvergiftung war das keine leichte Aufgabe, doch für die Aussicht vom Hügel hatte sich der Aufwand eindeutig gelohnt. Dort oben gab es ein Heiligtum, einen heiligen Brunnen, einen Elefanten aus Stein sowie einen geschliffenen Stein auf dem früher angeblich Menschen geopfert wurden.

Anschließend ging es den Hügel wieder runter und wir schauten uns noch kurz das dazugehörige Museum an, bevor wir wieder in den Bus stiegen. Es ging auf die wohl abenteuerlichste Fähre die ich bisher gesehen habe. Eine Konstruktion aus drei miteinander verbundenen Booten mit aufgesetzter Holzplattform. Obwohl es nicht danach aussah, kamen wir trocken auf die andere Seite des Mekong Flusses und versuchten, auf der anderen Seite des Flussbettes wieder hochzufahren.

Schieben und Ziehen mit Stray :)

Zur großen Freude aller Beteiligten blieb der Bus aber im Sand stecken. Nachdem wir mehr als eine Stunde vergeblich Sand geschaufelt, den Bus geschoben und gezogen hatten, wurde schließlich ein Pickup als Ersatzgefährt organisiert. Dieser brachte uns ins zwei Stunden entfernte Nakasong, wo wir zu guter Letzt noch mit einem Boot den Mekong River überquerten, um nach Don Det zu gelangen. Dabei handelte es sich um eine der vielen Inseln, die hier inmitten des Mekong Flusses situiert sind. Die Gegend wird deshalb auch 4.000 Islands genannt und oft als die asiatische Karibik bezeichnet.

Es waren auch nur einige hundert Meter bis nach Kambodscha und eigentlich hatten wir geplant, mit einem kleinen Boot auf die andere Seite zu fahren und ein Bier in Kambodscha zu trinken. Aufgrund der langen und strapazierenden Reise war aber niemand motiviert genug um das auch durchzuziehen und wir beschränkten und auf ein BeerLao in der Sunset Bar auf Don Det.

Tad-Nyuang-Waterfall Panorama:

 

 

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