Boiling Mud and Blue Ducks

12.05.2011

Am Morgen wurden wir mit den Klängen von Abba aus unserem Matratzenmeer befreit, und ich genoss erst mal das gratis Frühstück.

New Zealand Bus TravelDann wurde wie jeden Morgen alles wieder zusammengepackt und in den Bus geschafft. Uncle Boys machte noch ein Gruppenfoto von uns, und verkündete stolz, dass das bereits das 300. Foto dieser Art sei. Jeder einzelne wurde noch persönlich vom Chef verabschiedet, und schließlich machten wir uns auf den Weg Richtung Rotorua.

Durch meinen vorigen Besuch dieser Gegend kannte ich den tollen Geruch schon, doch im Bus gab es ein großes Gelächter als wir in die erste Duftwolke fuhren. Wir besuchten den sogenannten Secret Place, der aber gar nicht so geheim zu sein schien,  weil der Parkplatz voller Autos und Reisebusse war.

Es handelt sich dabei kurz gesagt um einen See voller kochendem Schlamm. Sah ziemlich witzig aus wie diese graue, zähle Flüssigkeit da herum brodelt. Wenigstens war jetzt klar, wo dieser Gestank her kommt.

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Schlamm Video:

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Nachdem jeder den Schlamm gesehen hatte, ging es weiter zu den Huka Falls. An dieser Stelle wird der ansonsten über 100 Meter breite Waikato River auf 15 Meter zusammengestaucht, was dazu führt, dass enorme Strömungen und Verwirbelungen im Wasser entstehen.

Es gibt auch einen 20 Meter hohen Wasserfall, den weltweit höchsten Wasserfall den man mit einem Jet Boat runterfahren kann. Der letzte Stopp vor unserer Ankunft in Taupo, war an einem Lookout Point, wo man die Stadt und im Hintergrund den Lake Taupo sehen konnte.

Es ist der größte See Neuseelands, der übrigens durch die Explosion eines Supervulkans entstanden ist. Die Nacht verbrachten wir dann im Taupo Urban Retreat, welches, wie der Name schon sagt, mitten in der Stadt ist.

 

13.05.2011

Wieder mal nicht pünktlich, verließen wir am frühen Morgen Taupo. Wenn man mit einem Bus reist, gibt es immer einen oder mehrere Leute die zu spät kommen. Bei Stray, oder besser gesagt bei unserer Busfahrerin Chase, gab es für diese Leute eine tolle Bestrafung.

Jemand der zu spät kommt, muss sich vor den Bus stellen, und mit seinem Hintern das Wort „Zoom“ in die Luft schreiben. Das sieht je nach Darsteller mehr oder weniger witzig aus. Erst nachdem diese Pflicht erfüllt war, gingen die Türen zum Bus wieder auf. Im Prinzip führte das nur dazu, dass wir noch später wegfuhren, aber lustig war es allemal.

Auf der anderen Seite des Lake Taupos machten wir dann einen Sonderstopp für unseren Tourism New Zealand Fotograf, und es wurde ein Fotoshooting gestartet. Die hübschesten Mädels kletterten auf das Dach des Busses, und posierten mit dem Lake Taupo im Hintergrund.

Nachdem die Speicherkarte des Fotografen bis zum Anschlag voll war, entfernten wir uns vom See und gingen auf die abenteuerliche Reise zur nächsten „off the beaten track“-Unterkunft. Nicht einmal Google Maps kann genau darstellen wo sich das befindet, weil die Straßen dorthin mehr als holprig sind. Die tatsächliche Stelle liegt noch einmal ca. 11km weiter im Nirgendwo, wie auf der Karte weiter unten ersichtlich ist.

Unser Ziel war die Blue Duck Station in Whakahoro. Wenn man berücksichtigt, dass die Neuseeländer das „Wh“ am Anfang des Namens als „F“ aussprechen, hört sich der Ort ziemlich schlüpfrig an. Unser Gastgeber Dan erkannte das auch, und beschwichtigte uns damit, dass das Wort in Maori etwas ganz unschuldiges bedeuten würde.

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Er und sein Team kümmern sich in der schönen Gegend um Naturschutz, was in diesem Land oft bedeutet, irgendwelche Viecher abzumurksen. Von den hier ansässigen Blue Ducks gibt es weltweit, und das heißt in Neuseeland, nur noch rund 80 Paare. Um den Tieren ein wenig mehr Schutz zu bieten, jagen und fangen Dan und seine Leute die eingeschleppten Raubtiere, und halten so deren Population im Rahmen.

Wenn es nicht so kalt und verregnet gewesen wäre, hätt ich grad noch ein paar Tage beim Dan gearbeitet. Ein traumhaft abgelegener Ort, inmitten der Wildnis, eigentlich perfekt für mich.

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Leider beschränkte sich der Aufenthalt dann auf nur eine Nacht, die nicht wirklich von langer Dauer war. Mehr dazu im nächsten Beitrag.

 

 

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5 Antworten

  1. Jens sagt:

    Ich wusste ja, dass Neuseeland beeindruckend ist, aber das es so viele außergewöhnliche Dinge zu sehen gibt, finde ich noch faszinierender. Ich habe noch nie einen See voller kochendem Schlamm gesehen. Sehr krass. Ich finde es super, dass du so viel berichtest was du alles erlebst – mach weiter so!

  2. Oma Melitta sagt: Die neue Frisur sieht „menschlicher“ aus … 🙂 … sie meint aber du solltest die Haare oben auch noch abschneiden, das würde dir am Besten stehen !

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