Back on the Mainland

07.07.2011

An diesem Morgen wurde ich von Valentina geweckt, die fleißig damit beschäftigt war, ihren riesengroßen Koffer vollzupacken. Es war kurz nach 6 Uhr morgens und es herrschte bereits reges Treiben in dem kleinen Dorf. Viele der Einwohner waren schon munter und standen bereit um uns zu verabschieden. Ich hasse Abschied nehmen. Aber es wird definitiv kein Abschied für immer werden, denn ich schmiede bereits Pläne für Ende nächsten Jahres.

Viele von euch haben wahrscheinlich vom vermeintlichen Weltuntergang im Dezember 2012 gehört. Der Maya Kalender usw. Es existieren noch andere Theorien die besagen, dass bestimmte geografische Punkte auf der Welt von der Verwüstung verschont bleiben werden. So zum Beispiel die Pyramiden in Ägypten und auch Fidschi. Sollte die Welt dann trotzdem untergehen, sterbe ich wenigstens im Paradies. Und Urlaub machen will ich sowieso bald wieder 🙂

Ok, genug von der Zukunftsmusik. Schweren Herzens verabschiedete ich mich von all den netten Fidschianern, die mich in den vergangenen Wochen wie ein echtes Familienmitglied behandelt hatten. Sie waren mir echt ans Herz gewachsen und am liebsten wäre ich gar nicht gegangen. Mittlerweile reise ich seit mehr als sieben Monaten durch die Gegend und müsste es eigentlich wissen, aber Abschied nehmen fällt mir immer noch sehr schwer.

Simon auf hoher See

Wenige Minuten später saßen wir auf dem Fischkutter und schipperten los Richtung Viti Levu. Diesmal war ich besser vorbereitet wie beim letzten Mal und hatte mein Handy vollbeladen mit Musik und Kopfhörer dabei. Der Seegang war nicht so stark wie vor ein paar Wochen und ich konnte gemütlich auf dem Boot liegen, ohne Gefahr zu laufen ins Wasser zu fallen. Die neun Stunden bis wir schließlich in Lautoka angekommen waren, gingen auch irgendwie schneller vorbei wie beim ersten Mal. Vielleicht deshalb, weil ich wusste was auf mich zukam.

Valentina und ich bezogen wieder ein hübsches Zimmer im Cathay Hotel und nahmen erst mal eine schöne heiße Dusche. Leider nicht gemeinsam haha. Anschließend lief ich zum Supermarkt und kaufte einen Karton Fiji Bitter. Das beste Bier in Fidschi! In den riesigen Flaschen ist die unglaubliche Menge von 750ml Bier. Davon braucht man nicht viele um besoffen zu sein. Später bekamen wir Besuch von Boris, Kiri und Esava. Wir tranken ein paar Bierchen und hörten Musik, bevor wir uns aufmachten um Abendessen zu besorgen.

Es war schon kurz vor 20 Uhr und wir gingen zu unserem Lieblingsrestaurant, einer chinesischen Imbissbude. Die Tatsache das Valentina 9 Jahre in China gelebt hat und fließend chinesisch spricht, verschaffte uns jede Menge Sonderbehandlungen. Wir bekamen Eiswasser serviert, gratis Fisch zu verkosten und am Ende lief sogar einer der Angestellten zum nächsten Bottleshop und besorgte einige Bier für uns. Nachdem wir alle vollgefressen waren, gingen wir zurück zum Cathay und machten dort weiter wo wir aufgehört hatten.

Zu fortgeschrittener Stunde gab es noch eine Überraschung. Valentina ist ein hübsches Mädel, besteht aber eigentlich aus ZWEI Personen. Die andere Hälfte kommt aus ihr hervor wenn sie betrunken ist und hört auf den Namen Veronika. Das äußert sich dann besonders durch fragewürdige Grammatik und wiederkehrende Lachanfälle. Kurz gesagt wir genossen noch einen lustigen letzten Abend gemeinsam im Cathay.

 

08.07.2011 & 09.07.2011

Ein weiterer trauriger Tag, denn es war die Zeit gekommen um auch Valentina zu verabschieden. Sie fliegt am Sonntag nach Neuseeland, wo sie dann die nächsten Monate verbringen wird. Gestern Abend sagte sie noch sie sei froh mich getroffen zu haben usw. Das war ich auf jeden Fall auch und drückte meine Verwunderung darüber aus, dass ich immer so nette Mädels treffe. Darauf sagte sie nur, dass gute Menschen andere gute Menschen anziehen. Sollte wohl ein Kompliment für mich sein 🙂

Simon & Valentina

Nach einigen Umarmungen stieg sie dann schließlich ins Taxi und fuhr davon. Ich ging mit Boris und Kiri noch in die Stadt und wir hatten ein köstliches Mittagessen. Den restlichen Tag verbrachte ich dann allein in meinem Zimmer im Hotel, wo ich genüsslich lauwarmes Fiji Bitter schlürfte, meine Fotos sortierte und drei Seiten voller Blogeinträge schrieb. Ja, natürlich hätte ich das Bier im Hotel kaltstellen lassen können, aber nach so langer Zeit ohne Kühlschrank bin ich es gewohnt, warme Getränke zu konsumieren.

Da ich in den nächsten drei Monaten wieder in meinem Campervan in Australien leben werde, worauf ich mich übrigens sehr freue, genoss ich noch den Luxus eines großen Zimmers und eines echten Bettes. Im Badezimmer des Vierbett-Schlafraums sind sogar zwei Duschen und ich probierte natürlich beide aus.

 

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2 Antworten

  1. Bei den Schlagwörtern fehlt „Mädels“ oder „Valentina“ … 😉

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