Auckland: Skytower

27.04.2011

Nachdem ich gestern bis spät in die Nacht mit Europa telefoniert habe, wurde ich erst am Nachmittag wach, als der Busverkehr seinen Höhepunkt erreichte, und im Apartment nebenan geduscht wurde.

In der ersten Nacht hatte ich das aufgrund extremer Müdigkeit nicht gemerkt, aber man kann jede einzelne Feder in dieser Matratze spüren. Wenn man auf der Seite liegt, Bohren sie sich richtig schön in die Hüfte rein. Einfach traumhaft. Als ich aus dem Fenster schaute, und den Regen rinnen sah, war meine ohnehin gedämpfte Motivation ganz dahin.

Ich verbarrikadierte mich in meinem Zimmerchen, aß die frittierte Lasagne und meine leckeren 2-Minuten-Nudeln. Dieses Apartment hat übrigens doch einen Vorteil! Das Internet hier ist sehr günstig. Für 20$ bekommt man 3GB Datenvolumen. Ansonsten bezahlt man mindestens 10 Cent pro MB. Diese Tatsache verleitete mich sogar dazu, ein paar Sicherungskopien aktueller Serien anzufertigen, und mir meine Zeit mit englischen Dr. House folgen zu vertreiben.

 

 

28.04.2011

Als ich aufwachte und aus dem Fenster schaute, wie sollte es anders sein, regnete es in Strömen. Dieses Mal ließ ich mich davon aber nicht beeindrucken, und lief mit meinem hübschen Regenmäntelchen zur Bushaltestelle um die Ecke. Ich stieg in den nächsten gratis Bus und fuhr rüber zum Auckland Skytower.

Für unglaubliche 28$ darf man dort einmal rein laufen und den Lift benutzen, um von einem der drei Observation Decks einen Blick auf die Stadt zu werfen.

skytower

Mit meiner Kamera bewaffnet fuhr ich auf das oberste Deck, und versuchte ein Panoramabild anzufertigen. Da ich dabei nicht auf einem Punkt stehen bleiben konnte, sondern umher laufen musste, um in alle Richtungen fotografieren zu können, hatte die Stitchingsoftware so ihre Probleme beim Zusammenbauen der Fotos. Man sieht zwar einige Fehler, aber im Großen und Ganzen sollte es genügen, um euch einen Eindruck zu verschaffen:

Ich muss schon sagen, nicht schlecht das Ganze. Bei schönem Wetter wäre die Aussicht sicher noch deutlich besser, aber mir ist es eh egal das ich die zwei bekanntesten Attraktionen dieses Landes nur bei Mistwetter gesehen habe (Milford Sound & Skytower).

Nachdem ich rund eine halbe Stunde von schreienden Kindern umgeben auf diesem Turm war, hatte ich mehr als genug und fuhr mit dem Glaslift wieder runter. Dabei habe ich noch versucht ein Video zu machen. Durch die ständigen Hell-Dunkel Wechsel fiel es der Kamera auch nicht wirklich leicht, aber immerhin:

Video Lift: DSCF3615-e

skytower-lift

Natürlich wurde man, wie überall hier, beim rein- und rauslaufen aus dem Gebäude geschickt durch Souvenirshops geleitet. Weniger geizige Leute kauften sich dort sogar was. Das es in Skycity noch ein großes Kasino sowie ca. 10 Restaurants und Cafe’s gibt, ist sowieso klar. Das ich keine dieser Einrichtungen besucht habe auch.

Nach dem „Abenteuer“ fuhr ich weiter zur Queenstreet, wo ich einen Bankomaten suchte, um mein Bargeld aufzustocken. Ich spazierte noch der Straße entlang, entdeckte den einen oder anderen Frisör, die aber allesamt zu teuer waren, und fuhr schließlich wieder zurück zum Princeton.

Dort angekommen begegnete ich einer Dame aus Schweden Finnland, die auch in einem dieser heruntergekommenen Apartments wohnt. Wir quatschten ein bisschen und verabredeten uns für morgen, um die Stadt zu besichtigen und eventuell auf die Vulkaninsel zu fahren. Jetzt hab ich also ein Date – wie schön 🙂

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7 Antworten

  1. Gerhard Huber sagt:

    Lieber Simon,
    wünsche dir für dein Date mit der „Schwedenbombe“ viel Glück 🙂
    So eine lässige „Socke“ wie du -unrasiert und fern der Heimat – muss sagen
    die Dame hat Geschmack 🙂 🙂

    Have fun – Gerhard

  2. *wow*, trotz Gestrüpp am Kopf und im Gesicht ein Date ! Gratuliere ! 😉

  3. Brigitte sagt:

    Hi Simon,
    ist ja wahnsinn wie der Untere Stock mit Souvenier shops voll geklastert ist!
    Hab grad die Treppe bewundert, kommt man mit der (nach einem halben Tag Stufen laufen) im Tower oben an?

    • Simon sagt:

      Nein dahin gehts zu den Restaurants und zum Convention Centre. Die Treppen des Turms werden lt. Homepage nur zu besonderen Anlässen geöffnet.

      • Brigitte sagt:

        Thanks 😉
        Kann mir vorstellen was fuer besondere Anlaese… Erdbeben und Stromausfall *g

        Indemfall noch einen schoenen Tag mit deinem Date 😉

        Achja, bei uns schuettet es im Moment so dass aus dem Wasserhahn ne truebe Sosse kommt… und wie du weisst ist unser Wasserfilter futsch… nun kann ich das Wasser abkochen und hoffe einfach dass es wieder klar aus der Leitung kommt bis du wieder hier bist… sonst musst auf Strawberry milk umstellen lol

        Liebe Gruesse aus dem kalten und nassen Featherston!

        • Simon sagt:

          Vor ein paar Jahren hatten sie einen Wettbewerb, wer am schnellsten da rauf laufen kann. Der Gewinner hat die 1029 Stufen in etwas mehr als 5 Minuten geschafft 😀

          Und trübes Wasser macht mir nix, bin ja einiges gewohnt von der Westinsel 🙂

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