Motorbike Tour durch Dalat und Umgebung 2/2

10.03.2014

Nach dem Reiswein gönnten wir uns einen leckeren Eiskaffee und relaxten ein wenig auf der schattigen Terrasse der Wieselfarm. Wenig später ging’s dann wieder ab aufs Motorrad und weiter zu den Elephant Falls.

Die Felsen am Fuß des Wasserfalls haben anscheinend die Form von Elefanten, was zu dem witzigen Namen geführt hat. Über Stock und Stein bahnten wir uns den Weg durch die angenehm schattigen und durch den Wasserfall vernebelten Felsspalten. Hinunterlaufen war noch einfach, aber als wir nach ein paar Bildern wieder zurück nach oben mussten, kam ich ganz schön ins schnaufen.

Elephant Falls

Aber was kann ich auch erwarten. Ist die einzige Bewegung die ich normalerweise kriege doch nur von der Tür zum Auto und vom Auto zurück zur Tür. Oben angelangt wurden wir mit einem Glas Grüntee im Handicraft Shop empfangen. Die zwei Damen dort waren äußerst nett, was ich mit dem Kauf eines Armbands belohnte.

Es ging noch ein paar Stufen weiter hoch zum Linh An Tu Tempel, wo der große, weiße, grinsende Buddha auf uns wartete. Darüber das diese Tempel irgendwie alle gleich aussahen waren uns Lorenzo und ich sofort einig und so ging’s wieder zurück nach unten und rauf aufs Motorrad. Nächster Stopp: Mittagspause!

Für etwas mehr als einen Euro gab es dort lecker Reis mit Gemüse, Hühnchen, Schweinefleisch und einer Frühlingsrolle. Die „echte“ Banane als Nachspeise brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Frisch gestärkt machten wir uns dann auf den Weg zur Cuong Hoan Silk Factory, einer Seidenfabrik.

Der große weiße Buddha

Die Kokons der Seidenraupen werden hier aus umliegenden Farmen angeliefert und weiterverarbeitet. Der Prozess ist extrem aufwendig und beginnt damit, die Seidenraupen in ihrem Kokon im richtigen Moment mit heißem Wasser abzutöten. Ein Kokon besteht nämlich aus einem einzigen Faden mit bis zu 50km Länge, den die Seidenraupe beim schlüpfen zerstören und somit unbrauchbar machen würde.

Im nächsten Schritt werden 3-8 Kokons abgewickelt, zu einem Seidenfaden zusammengeführt und aufgewickelt. Für 250g Seidenfaden benötigt man ca. 3.000 Kokons, was einem Kilogramm Rohmaterial entspricht. Mehrere der so gewonnenen Seidenfaden werden dann mittels unterschiedlicher Techniken miteinander verzwirnt und dienen als Rohmaterial für verschiedene Seidengewebe.

 

Die frittierten Seidenraupen konnte man probieren, sie waren aber nicht grade der Hit. Da wir schon bei den Insekten waren ging’s direkt weiter zu einer Heuschreckenfarm, wo die Pflanzenfresser in einer Art Gewächshaus gezüchtet wurden. Nach einem kurzen Rundgang gab es einen Teller frittierte Heuschrecken mit Chili Soße zum probieren. Fast noch besser als die in Thailand muss ich sagen. Oder ist es schon wieder zu lange her?

Cuong Hoan Silk Factory

Zu guter Letzt besuchten wir noch ein sogenanntes Minority Village. Neben den Vietnamesen leben in Vietnam nämlich noch 53 staatlich anerkannte ethnische Minderheiten, von denen die meisten ihre eigene Sprache und Lebensweise haben. Die Regierung hat aus unterschiedlichen Gründen solche Minderheitsdörfer eingerichtet, in denen diese Menschen wohnen. Da wir mitten am Nachmittag dort waren, war das Dorf wie ausgestorben und es gab nicht wirklich viel zu sehen.

Nach diesem letzten Stopp machten wir uns dann wieder auf den Weg zurück in die Stadt, wo Lorenzo und ich direkt bei den jeweiligen Unterkünftigen abgeladen wurden. Irgendwie schade, denn ich hätte gerne noch Kontaktdaten mit ihm ausgetauscht. Da er in den nächsten Tagen aber eine ähnliche Route wie ich hat, werden wir uns ja vielleicht nochmal über den Weg laufen.

Total kaputt setzte ich mich dann ins Zimmer und begann wie wild auf meinem kleinen Netbook zu tippen und Fotos auszusortieren. Nachdem der erste Beitrag fertig war ging es erstmal unter die Dusche, wo ich gefühlte zwei Kilo Dreck von meinem Körper wusch. Erfrischt ging es dann runter in die Lobby, wo sich bereits der Rest meiner Gruppe versammelt hatte.

Es ging zu einem gemeinsamen Abendessen in die Stadt, ich verspeiste leckeren Seafood Fried Rice und genoss ein kühles Huda Bier. So, und das war’s dann auch schon für heute. Es ist kurz nach 23 Uhr und ich werde mich nun ins Bett verabschieden. Morgen früh um 9 Uhr geht’s weiter nach Buon Ma Thout, wo wir in einem Homestay übernachten werden. Der nächste Beitrag folgt also vermutlich erst übermorgen. Bis dann!

 

 

 

Dieser Beitrag beschreibt Teile meines Abenteurs mit Stray Asia– alle Stray Beiträge aus Vietnam
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1 Antwort

  1. Na denn Mahlzeit und weiter so … ! 🙂

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