Brisas Rio Onda: Vom Boden bis zur Decke

Willkommen zum ersten Bericht im neuen Jahr, welches uns mit einem sanften Wetterumschwung verwöhnt. Die Regenzeit lief schon seit Anfang Dezember spürbar aus, doch anstatt nun direkt auf Dürre und Hitze umzuschalten, haben wir seit knapp zwei Wochen bestes Arbeitswetter. Temperaturen um die 24°C, bedeckter Himmel, leichtes Lüftchen, gelegentlicher Sprühregen.

Ja, so lässt es sich auch bei Arbeiten unter freiem Himmel aushalten. Doch bei unserem Bauprojekt Brisas Rio Onda sind wir ohnehin schon an einem Punkt angelangt, wo das Wetter nicht mehr so wichtig ist. In der Tat ging es Ende letzten Jahres nämlich schon so richtig an den Innenausbau. Im letzten Bericht vom Oktober vergangenen Jahres, waren wir noch mit dem Verputz und den Sanitärinstallationen beschäftigt.

An den Vorbereitungen für den nächsten Bauabschnitt war ich schon längst dran und organisierte als erstes einen Handwerker aus Santiago, der sich um den Bau der tragenden Unterkonstruktion für die Hängedecke kümmerte. Das komplette Haus sowie auch die Außenbereiche und Dachüberstände werden wir nämlich mit einer hochwertigen Decke ausstatten.

Am Unterbau hatten wir jedoch zuerst ordentlich zu tun. Der musste nicht nur stark genug sein um die Decke zu tragen, sondern auch zusätzliche Lasten wie Deckenlampen und Ventilatoren. Dazu mussten wir an den richtigen Stellen entsprechend verstärken, bevor der Elektriker dann noch die nötigen Kabel einziehen konnte.

Und bevor ich grünes Licht für die Installation der eigentlichen Decke geben konnte, wollte ich zuerst noch die Wände gemalt haben. Das konnte wiederum nicht direkt geschehen, weil vom Verputzen noch lose Partikel und kleinere Imperfektionen übrig waren. Die Wände mussten also zuerst gründlich gereinigt werden. Ich kümmerte mich anschließend persönlich um die Grundierungsfarbe, mit der wir erstmal die grauen Wände ein bisschen weißer machten.

Mit der Teleskopstange und der Farbrolle war das super schnell erledigt, ohne irgendwelche Gerüste oder Leitern aufzubauen. An der Außenseite des Hauses malten wir auch das Abschlussprofil rund um den Dachstuhl mit Metallschutzfarbe an, um das Lagerhausfeeling mit blanken Metallteilen loszuwerden. Außerdem musste dieser Bereich für die Installation der Regenrinnen vorbereitet werden.

Währenddessen ging es dann drinnen weiter, wo ich bereits mit einem Fliesenleger die nötigen Details besprochen habe. Da wir großformatige Fliesen verlegen werden, war es das erste Haus und die erste Baustelle überhaupt, wo wir uns dazu entschlossen, einen Estrich aufzubringen. Und das ging auch super flott von der Hand. Ein Team aus fünf Arbeitern erledigte die 119m² doch glatt an einem einzigen Tag.

Sie waren aber auch sehr gut eingespielt und machten das sichtlich nicht zum ersten Mal. Mit dem Ergebnis zufrieden, mussten wir allerdings erstmal ein paar Wochen abwarten, bevor die Fliesen schlussendlich verlegt werden konnten. Diese Zeit nutzte ich für weitere Malarbeiten und im November konnten wir schließlich auch die zweite Phase der Deckeninstallation starten.

Dazu wollte ich Premium Kunststoffpaneele direkt beim Importeur besorgen. Den kenne ich schon seit ein paar Jahren und wusste, dass es im November zu Thanksgiving bzw. Black Friday immer eine dicke Rabattaktion gibt. Und da der Gewinn bekanntlich im Einkauf liegt, nutzte ich diese Gelegenheit und bestellte unsere Deckenpaneele genau zur richtigen Zeit. Während der Estrich noch am trocknen war, konnten diese dann installiert werden.

Die Arbeiten mit Gerüsten wollte ich sowieso Großteils erledigt haben, während die Fliesen noch nicht verlegt waren. So konnte nichts kaputt gehen und man musste nicht so aufpassen. Die Decke zusammen mit dem bisschen Wandfarbe, gab dem Haus dann direkt einen ganz anderen, hochwertigen Look. Die enorme Deckenhöhe und die Oberlichter tragen bestimmt auch dazu bei.

Ja und wie man sehen kann haben wir auch schon die Ventilatoren montiert. Sieht spitze aus. Meine Vision von der kleinen erschwinglichen Luxusvilla wird Stück für Stück zur Realität. Weiter ging es direkt mit den Badezimmern. Exklusivität ist alles und anstatt nun eine Duschkabine von der Stange zu kaufen, ließ ich für die beiden Duschen des Hauses maßgeschneiderte Duschtüren anfertigen.

Was mir in Panama auch in besseren Hotels immer wieder auffällt, ist halt einfach die fehlende Höhe der Glaswände. Wenn diese mit 1,80m oder gar nur 1,70m daherkommen, wirkt das auf mich als großgewachsene Person irgendwie geizig und schlecht geplant. Daher sind unsere Glaswände runde zwei Meter hoch und sollten somit keine Wünsche mehr offenlassen.

Die eine füllt die ganze Breite des Raumes und ist daher wie eine einfache Schiebetür aufgebaut. Im anderen Badezimmer werden wir eine Eckdusche haben, wo wir mit zwei im 90° Winkel angeordneten Türen ein etwas aufwändigeres Modell verbauen werden. Doch vor all dem mussten erstmal die Fliesen rein. Und das im ersten Schritt an die Wände. Unsere Fliesenleger erledigten das auch bereits zu größten Teilen.

Ohne weitere Verzögerung ging es dann direkt an die Bodenfliesen, wo wir uns für über 70cm große helle Keramikfliesen im Marmorlook entschieden haben. Das Verlegen ging locker von der Hand und die Jungs machten dabei echt einen guten Job. Viel besser als an allen bisherigen Baustellen. Man muss aber auch dazu sagen, dass wir zum ersten Mal ein professionelles Nivelliersystem verwendet haben.

Die Investition hat sich jedenfalls rentiert und mit den rund 111m² Fliesen bin ich zu 98% zufrieden. Die wenigen Details die noch fehlen, werden wir demnächst auch noch ausbessern. Mittlerweile denke ich schon an die Bodenleisten, welche ich aus hochwertigem Teakholz selber produzieren werde. Auch ist der einzig echte Handwerker hier, nämlich Reino, mittlerweile wieder zurück in Panama.

Genug Arbeit haben wir, nur die Zeit fehlt irgendwie ein bisschen. Mehr dazu wie immer im nächsten Beitrag. Bis dann!

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