Face Movie: 362 days in 10 minutes

Noch kurz vor Weihnachten gibt es einen ersten Vorgeschmack…
Im Face Movie könnt ihr ein ganzes unvergessliches Jahr in nur 10 Minuten betrachten:

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Back to Reality

30.11.2011 – 01.12.2011
Als ich in Abu Dhabi so über das Flughafengelände lief, erinnerte ich mich an das Gefühl von grenzenloser Freiheit, das ich verspürte, als ich dort ein Jahr zuvor auf meinem Weg nach Melbourne einen Zwischentopp einlegte. Ein wenig traurig stellte ich mich dann in die Warteschlange am Gate 34 und bestieg schließlich zum vorerst letzten Mal einen Flieger der Etihad Airways, der mich in weniger als 8 Stunden nach München brachte.

Mit 4°C war es dort weniger kalt als ich befürchtet hatte und mein Körper war aufgrund der vielen Klimaanalagen sowieso schon an Temperaturschwankungen von 10-15°C gewöhnt. Ob es die dann rauf oder runter geht schien keinen großen Unterschied zu machen. Jedenfalls wurde ich von einem anonymen Komplizen (Danke Klaus! ;) ) vom Flughafen abgeholt und in einer verdeckten Operation nach Dornbirn geschmuggelt, wo ich um ungefähr 8 Uhr morgens ankam.

Wer den letzten Beitrag aus Sydney gelesen hatte, erfuhr, dass ich offiziell eigentlich am 2. Dezember nach Hause zurückkehren wollte. Was war denn nun los? Ganz klar, ein abgekartetes Spiel. So kam es, das ich mich in meinem Elternhaus im Keller versteckte, alle Spuren beseitigte und darauf wartete, dass jeder aufgestanden bzw. von der Arbeit zurückgekommen war. Meine Schwester und mein Vater hatten mich zwischenzeitlich entdeckt, aber als meine Mutter um kurz nach 12 Uhr das Haus betrat, wurde sie nichtsahnend an den Computer gesetzt und über Skype mit mir verbunden.

Während ich ihr dann erzählte, dass ich meinen Rückflug umgebucht hatte und noch einen 14-tägigen Zwischenstopp in Teheran einlegen werde, lief ich langsam mit dem Notebook in der Hand in Richtung des Zimmers, in dem sie saß. Eindeutig überrascht von meinem angeblichen Interesse an der iranischen Hauptstadt, realisierte sie nicht, dass ich mittlerweile bereits direkt hinter ihr stand. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie große Augen sie dann machte, als sie mich endlich entdeckte. Fest steht ich sollte so was nicht noch einmal machen, denn in ein paar Jahren könnte das zum Herzinfarkt führen :D

 

07.12.2011
Mittlerweile habe ich mich wieder gut eingelebt…ach, schon nach zwei Stunden war alles so, als ob ich nie weg gewesen wäre. Es hat sich eigentlich überhaupt nichts verändert. Nur meine Katze ist tot und meine Schwester ist schwanger. Sonst ist alles wie vorher. An mein Auto habe ich mich mittlerweile gewöhnt und inzwischen Blinke ich sogar wenn ich blinken will und stelle nicht den Scheibenwischer an. Eine Erkältung habe ich mir auch eingefangen und werde mich wohl die nächsten Tage noch ein bisschen erholen müssen.

Dann habe ich vor mein Zimmer zu renovieren und natürlich einen Job zu finden! Kurz gesagt: Ich bin wieder zurück im Alltag. Das würde vermutlich niemanden interessieren und so ist die Zeit gekommen

DANKE

zu sagen, an meine Familie, alle treuen Leser, Freunde, Bekannte und Verwandte, die mich aus der Ferne moralisch und manchmal auch finanziell unterstützt haben.

Ich habe jetzt mehr als 12.000 Bilder und unzählige andere Daten auszuwerten und werde die Ergebnisse im Laufe der nächsten Wochen und Monate online stellen. Als nächstes gibt es noch Zusammenfassungen von Asien und dem Stray Asia Bus, so wie natürlich einen Abschlussbericht und einige Statistiken. Das Erscheinungsbild des Blogs werde ich dann umwandeln und es als Archiv aufbereiten, da es bald keine neuen Beiträge mehr geben wird.

Bleibt dran! :)

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The world‘s fastest Rollercoaster

29.11.2011
Eigentlich wollte ich was unternehmen, aber da ich darauf verzichten konnte wieder stundenlang im Stau zu stehen, beschränkte ich mich auf schlafen, faulenzen und Käse essen.

30.11.2011
Mein letzter Tag in den Vereinigten Arabischen Emiraten und gleichzeitig der letzte Tag meiner nun endgültig zu Ende gehenden Reise. Schön ist es gewesen und so was muss man natürlich noch mit einem gebührenden Abschluss zu Ende bringen. Was bietet sich da also Besseres an, als ein Besuch bei der Ferrari World in Abu Dhabi.

Dabei handelt es sich um den weltgrößten Indoor-Vergnügungspark mit mehr als 200.000m² und 20 Attraktionen rund ums schnelle Autofahren. Außerdem befindet sich dort die Formula Rossa Achterbahn, die momentan mit einer Spitzengeschwindigkeit von 240km/h die schnellste Achterbahn der Welt ist. Natürlich war diese Rekordbahn ausschlaggebend für meinen Besuch bei den Ferraris, denn ich bin an sich kein großer Fan der roten Autos aus Italien.

So kam es, das ich mich direkt nach meiner Ankunft im Vergnügungspark in die Warteschlange für den Formula Rossa stellte und kurze Zeit später meine erste Fahrt antrat. Zu Beginn ging es nur wenige Meter vorwärts und die Bahn stoppte an einer Ampelanlage im Formel 1 Style. Als die Ampeln dann auf grün sprangen, folgte die wohl brutalste Beschleunigung die man sich nur vorstellen kann. Das hydraulische Startsystem der Bahn hat die Kraft eines Dampfkatapults, mit welchem die Kampfjets auf Flugzeugträgern in die Luft befördert werden.

Kurz gesagt: von 0 auf 240km/h in 4,9 Sekunden! Die maximale g-Kraft betrug dabei 4,8 (zum Vergleich: Space Shuttle beim Flug in den Erdorbit = 3g), was man einfach nicht mit Worten beschreiben kann. Jeder einzelne Muskel in meinem Körper war angespannt, während die Bahn den 53 Meter hohen Hügel hochschoss und sich die g-Kräfte ins Minus drehten. Nach diesem Part kamen eine Kurve mit Schräglage und ein weiterer Hügel, nachdem ich mich langsam wieder im Stande fühlte, überhaupt atmen zu können.

Die restliche Minute der Fahrt hatte dann nochmal einige kleine Höhepunkte, doch im Vergleich zum Beginn war das alles nur Kinderkram. Da im Park nur sehr wenig los war und sich die Warteschlangen in einem durchaus vertretbaren Rahmen hielten, konnte ich es nicht lassen, gleich noch zwei Mal mit dieser Königin aller Achterbahnen zu fahren. Man kann sich vorstellen, dass der restliche Park dann ziemlich zum Einschlafen war. Besonders da sich viele Attraktionen nur der Geschichte und den Erfolgen der Ferraris widmeten, zog es mich nach dem Mittagessen nochmal zurück zum Formula Rossa.

Bevor es dunkel wurde hatte noch genügend Zeit für drei weitere Fahrten, die zugegebenermaßen nicht mehr ganz so toll wie am Anfang waren. Dann war die Zeit gekommen mit meinem Mietwagen zum Flughafen nach Abu Dhabi zu navigieren und für meinen Flug nach München einzuchecken.

Im nächsten Beitrag erfährt ihr mehr über meine Rückkehr nach Hause!

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Dubai – City of Superlatives

28.11.2011
Am frühen Morgen nahm ich mir ein Taxi zur Mietwagenfirma, die nur wenige Kilometer entfernt ein Büro hatte. Vor einigen Tagen habe ich mir dort übers Internet ein günstiges Auto samt GPS Navigationsgerät reserviert. Der Mitsubishi Lancer mit Automatikschaltung war da, aber wider Erwarten war trotz der Reservierungsbestätigung kein Navigationsgerät verfügbar.

Als die Dame mir Karten in die Hand drückte und meinte es wäre doch ganz leicht da und dort hinzufinden, hätte ich die Dinger am liebsten zusammengerollt und ihr sonst wo hingesteckt. Verärgert und planlos setzte ich mich dann ins Auto und begann damit, den Weg nach Dubai zu suchen. Das war zugegebenermaßen nicht schwierig, denn eine solche Destination ist natürlich gut ausgeschrieben.

An diesem Tag wollte ich der Dubai Mall einen Besuch abstatten, die direkt beim Burj Khalifa, dem momentan höchsten Gebäude der Welt, angesiedelt war. Da man den Wolkenkratzer aus 50 Kilometern Entfernung sehen konnte und außerdem etliche Verkehrsschilder den Weg zur Mall kennzeichneten, gelang mir das auch ohne größere Probleme. Doch ich hatte überhaupt keine Ahnung, wie ich zurück zu meinem Hotel in Sharjah finde sollte. Ach ja, die Strecke von rund 20km kostete mich über zwei Stunden Fahrzeit, da ich wohl nicht der einzige war, der früh morgens nach Dubai wollte.

Schließlich hatte ich mein Auto irgendwo in der riesigen Parkgarage geparkt und lief zum ersten Mal durch das größte Einkaufszentrum der Welt. Die Dubai Mall bricht sämtliche Rekorde, von denen ich euch hier einige auflisten möchte:

- Größtes Einkaufszentrum der Welt mit einer Gesamtfläche von 1.124.000m²
- Die größte Acrylplatte beim Aquarium in der Dubai Mall 32,88m x 8,3m Gewicht 245t
- Das weltgrößte Süßigkeiten Geschäft mit über 930m²
- 47 Millionen Besucher im Jahr 2010, trotz der Wirtschaftskrise ein Zuwachs von 27%

Ich verbrachte den halben Tag damit, durch den gewaltigen Komplex zu laufen, der nicht nur mehr als 1200 Geschäfte, Cafés und Restaurants, sondern auch ein Aquarium, einen Unterwasserzoo, einen Eislaufplatz und ein Mega-Kino mit 22 Sälen beinhaltete.

Außerdem schaute ich beim Ticketschalter vom „At the Top“ genannten Observationsdeck auf dem Burj Khalifa vorbei und erhielt wie durch ein Wunder noch ein Ticket für denselben Tag, jedoch erst um 17:30 Uhr. Diese sogenannten Zeittickets gibt es für einen Preis von rund 25 Euro, wohingegen man für den sofortigen Eintritt das Vierfache bezahlen muss.

Und da sind wir ja schon bei der nächsten Attraktion von Dubai angelangt, nämlich beim 829 Meter hohen Burj Khalifa, der früher übrigens Burj Dubai genannt wurde. Burj heißt so viel wie Turm und Khalifa ist der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, der in Krisenzeiten Geld zugeschossen und somit die Fertigstellung ermöglicht hatte. Auch dieses Gebäude bricht einige Rekorde, unter anderem:

- Größter Wolkenkratzer, größtes jemals gebaute Bauwerk, größtes freistehende Bauwerk mit 829,84m
- Gebäude mit den meisten Stockwerken: 160
- Der weltweit höchste und schnellste Lift: 18 m/s
- Das weltweit höchste Freiluft Observationsdeck: 124. Stockwerk auf 452m
- uvm.

Ich verbrachte den Nachmittag damit, beim künstlichen See vor der Mall herumzuhängen, mir den Turm von unten anzusehen und begab mich dann auf die Suche nach einem günstigen Navigationsgerät, da das meine einzige Möglichkeit war, wieder nach Hause zu finden. Beim dritten Geschäft schlug ich dann zu und kaufte mir ein Garmin nüvi 1200 zu einem nicht unbedingt günstigen Preis.

Wenig später war dann meine Zeit gekommen und ich stellte mich in die Schlange zum Eintritt in den Turm, wo Sicherheitskontrollen stattfanden, die so manche Flughafenkontrolle in den Schatten stellten. Nochmals einige Warteschlangen später war ich dann schließlich im Lift, der rundherum mit Spiegeln und Bildschirmen ausgestattet war und während der kurzen Fahrt nach oben eine Präsentation abspielte.

Zu meiner großen Enttäuschung war der Sonnenuntergang schon vorbei, also ich endlich das Observationsdeck in 452 Metern Höhe betrat. Es wehte ein kühler Wind und die Aussicht war durch Nebelschwaden am Horizont beeinträchtigt. Vermutlich gab es da aber außer Sand sowieso nicht viel zu sehen. Sowieso ein wenig blöd, denn wenn man AUF dem größten Gebäude der Welt steht, gibt es von dort aus nichts noch tolleres zu sehen. Trotzdem habe ich die 25 Euro nicht bereut, denn von nun an kann ich sagen ich war auf dem höchsten jemals gebauten Wolkenkratzer :D

Nach dem Besuch dort oben schaute ich mir zum Abschluss des Tages noch zwei Vorstellungen der Dubai Fountain an. Dabei handelte es sich um eine von 6.600 Lichtern und 50 Farbprojektoren beleuchtete, 275 Meter lange Wasserfontäne, die begleitet von Musik das Wasser bis zu 150 Meter in die Luft schießt. Davon gibt es weiter unten einige Bilder und auch ein Video zu sehen.

Schließlich war es Zeit den Weg nach Hause zu suchen und ich startete zusammen mit dem Mietauto und meinem neu erworbenen Navigationsgerät die Reise. Nach mehr als 2 Stunden Fahrtzeit erreichte ich wohlbehalten mein Hotel und bereue den Kauf meines Garmins überhaupt nicht, denn ohne dieses Ding würde ich wahrscheinlich jetzt noch in Dubai im Kreis fahren.

Allen Dubai Besuchern empfehle ich auf jeden Fall ein Hotel im Zentrum der Stadt, sei es für den doppelten oder dreifachen Preis, aber dafür müsst ihr euch dann nicht stundenlang durch den Verkehr quälen. Ein Mietauto ist aus eben erwähntem Grund auch total fürn Arsch und alle die genügend Kleingeld haben, sollten besser einen Helikopter in Betracht ziehen. Die Mietwagenfirma bei der ich mein GPS zwar reserviert aber nicht bekommen habe ist übrigens Thrifty – Note 5 minus. Ich werde versuchen den Leuten mein GPS zu verkaufen, dann müssen sie nicht noch mehr Kunden vergraulen.


(Ja, das stitching hat nicht gut geklappt. Natuerlich ist der Turm nicht so schief wie er auf dem Nachtbild aussieht :) )

Nachfolgend übrigens noch ein Video der mehrmals täglich stattfindenden Gebetszeiten. Eine Vorschau auf Österreich in 10 Jahren? Wer weiß :)

VIDEOS:
Gebetszeit
Dubai Fountains

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