The Total Zusammenfassung

Seit ich wieder zu Hause in meinem Keller sitze vergeht die Zeit wie im Flug, denn jetzt sind es bereits über zwei Monate seit meiner Rückkehr. Die Erinnerungen werden schwächer, der Alltag kehrt immer mehr ein. Waren es am Anfang noch mehrere Stunden täglich, so denke, schreibe oder rede ich heute nur mehr sporadisch über meine Weltreisezeiten.

Da stellt sich ein ganzer Haufen Fragen: Was ist geblieben? Was hat es gebracht? Inwiefern hat es mich verändert? War es die richtige Entscheidung so etwas zu machen? Was hat mich überhaupt auf so eine Idee gebracht? War es die Mühe wert? Was war das Schönste, Tollste, Beste daran? Wo ist der optimale Ort um sein Leben zu leben? Gibt es diesen überhaupt? Was sollte man unbedingt gesehen haben, wo sollte man unbedingt hingehen und auf was kann man getrost verzichten? Wer sollte so etwas machen und wer nicht? Diese und viele andere Fragen kreisen in meinem Kopf und ich werde versuchen, sie im folgenden Text zu beantworten.

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Face Movie: 362 days in 10 minutes

Noch kurz vor Weihnachten gibt es einen ersten Vorgeschmack…
Im Face Movie könnt ihr ein ganzes unvergessliches Jahr in nur 10 Minuten betrachten:

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Back to Reality

30.11.2011 – 01.12.2011
Als ich in Abu Dhabi so über das Flughafengelände lief, erinnerte ich mich an das Gefühl von grenzenloser Freiheit, das ich verspürte, als ich dort ein Jahr zuvor auf meinem Weg nach Melbourne einen Zwischentopp einlegte. Ein wenig traurig stellte ich mich dann in die Warteschlange am Gate 34 und bestieg schließlich zum vorerst letzten Mal einen Flieger der Etihad Airways, der mich in weniger als 8 Stunden nach München brachte.

Mit 4°C war es dort weniger kalt als ich befürchtet hatte und mein Körper war aufgrund der vielen Klimaanalagen sowieso schon an Temperaturschwankungen von 10-15°C gewöhnt. Ob es die dann rauf oder runter geht schien keinen großen Unterschied zu machen. Jedenfalls wurde ich von einem anonymen Komplizen (Danke Klaus! ;) ) vom Flughafen abgeholt und in einer verdeckten Operation nach Dornbirn geschmuggelt, wo ich um ungefähr 8 Uhr morgens ankam.

Wer den letzten Beitrag aus Sydney gelesen hatte, erfuhr, dass ich offiziell eigentlich am 2. Dezember nach Hause zurückkehren wollte. Was war denn nun los? Ganz klar, ein abgekartetes Spiel. So kam es, das ich mich in meinem Elternhaus im Keller versteckte, alle Spuren beseitigte und darauf wartete, dass jeder aufgestanden bzw. von der Arbeit zurückgekommen war. Meine Schwester und mein Vater hatten mich zwischenzeitlich entdeckt, aber als meine Mutter um kurz nach 12 Uhr das Haus betrat, wurde sie nichtsahnend an den Computer gesetzt und über Skype mit mir verbunden.

Während ich ihr dann erzählte, dass ich meinen Rückflug umgebucht hatte und noch einen 14-tägigen Zwischenstopp in Teheran einlegen werde, lief ich langsam mit dem Notebook in der Hand in Richtung des Zimmers, in dem sie saß. Eindeutig überrascht von meinem angeblichen Interesse an der iranischen Hauptstadt, realisierte sie nicht, dass ich mittlerweile bereits direkt hinter ihr stand. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie große Augen sie dann machte, als sie mich endlich entdeckte. Fest steht ich sollte so was nicht noch einmal machen, denn in ein paar Jahren könnte das zum Herzinfarkt führen :D

 

07.12.2011
Mittlerweile habe ich mich wieder gut eingelebt…ach, schon nach zwei Stunden war alles so, als ob ich nie weg gewesen wäre. Es hat sich eigentlich überhaupt nichts verändert. Nur meine Katze ist tot und meine Schwester ist schwanger. Sonst ist alles wie vorher. An mein Auto habe ich mich mittlerweile gewöhnt und inzwischen Blinke ich sogar wenn ich blinken will und stelle nicht den Scheibenwischer an. Eine Erkältung habe ich mir auch eingefangen und werde mich wohl die nächsten Tage noch ein bisschen erholen müssen.

Dann habe ich vor mein Zimmer zu renovieren und natürlich einen Job zu finden! Kurz gesagt: Ich bin wieder zurück im Alltag. Das würde vermutlich niemanden interessieren und so ist die Zeit gekommen

DANKE

zu sagen, an meine Familie, alle treuen Leser, Freunde, Bekannte und Verwandte, die mich aus der Ferne moralisch und manchmal auch finanziell unterstützt haben.

Ich habe jetzt mehr als 12.000 Bilder und unzählige andere Daten auszuwerten und werde die Ergebnisse im Laufe der nächsten Wochen und Monate online stellen. Als nächstes gibt es noch Zusammenfassungen von Asien und dem Stray Asia Bus, so wie natürlich einen Abschlussbericht und einige Statistiken. Das Erscheinungsbild des Blogs werde ich dann umwandeln und es als Archiv aufbereiten, da es bald keine neuen Beiträge mehr geben wird.

Bleibt dran! :)

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The world‘s fastest Rollercoaster

29.11.2011
Eigentlich wollte ich was unternehmen, aber da ich darauf verzichten konnte wieder stundenlang im Stau zu stehen, beschränkte ich mich auf schlafen, faulenzen und Käse essen.

30.11.2011
Mein letzter Tag in den Vereinigten Arabischen Emiraten und gleichzeitig der letzte Tag meiner nun endgültig zu Ende gehenden Reise. Schön ist es gewesen und so was muss man natürlich noch mit einem gebührenden Abschluss zu Ende bringen. Was bietet sich da also Besseres an, als ein Besuch bei der Ferrari World in Abu Dhabi.

Dabei handelt es sich um den weltgrößten Indoor-Vergnügungspark mit mehr als 200.000m² und 20 Attraktionen rund ums schnelle Autofahren. Außerdem befindet sich dort die Formula Rossa Achterbahn, die momentan mit einer Spitzengeschwindigkeit von 240km/h die schnellste Achterbahn der Welt ist. Natürlich war diese Rekordbahn ausschlaggebend für meinen Besuch bei den Ferraris, denn ich bin an sich kein großer Fan der roten Autos aus Italien.

So kam es, das ich mich direkt nach meiner Ankunft im Vergnügungspark in die Warteschlange für den Formula Rossa stellte und kurze Zeit später meine erste Fahrt antrat. Zu Beginn ging es nur wenige Meter vorwärts und die Bahn stoppte an einer Ampelanlage im Formel 1 Style. Als die Ampeln dann auf grün sprangen, folgte die wohl brutalste Beschleunigung die man sich nur vorstellen kann. Das hydraulische Startsystem der Bahn hat die Kraft eines Dampfkatapults, mit welchem die Kampfjets auf Flugzeugträgern in die Luft befördert werden.

Kurz gesagt: von 0 auf 240km/h in 4,9 Sekunden! Die maximale g-Kraft betrug dabei 4,8 (zum Vergleich: Space Shuttle beim Flug in den Erdorbit = 3g), was man einfach nicht mit Worten beschreiben kann. Jeder einzelne Muskel in meinem Körper war angespannt, während die Bahn den 53 Meter hohen Hügel hochschoss und sich die g-Kräfte ins Minus drehten. Nach diesem Part kamen eine Kurve mit Schräglage und ein weiterer Hügel, nachdem ich mich langsam wieder im Stande fühlte, überhaupt atmen zu können.

Die restliche Minute der Fahrt hatte dann nochmal einige kleine Höhepunkte, doch im Vergleich zum Beginn war das alles nur Kinderkram. Da im Park nur sehr wenig los war und sich die Warteschlangen in einem durchaus vertretbaren Rahmen hielten, konnte ich es nicht lassen, gleich noch zwei Mal mit dieser Königin aller Achterbahnen zu fahren. Man kann sich vorstellen, dass der restliche Park dann ziemlich zum Einschlafen war. Besonders da sich viele Attraktionen nur der Geschichte und den Erfolgen der Ferraris widmeten, zog es mich nach dem Mittagessen nochmal zurück zum Formula Rossa.

Bevor es dunkel wurde hatte noch genügend Zeit für drei weitere Fahrten, die zugegebenermaßen nicht mehr ganz so toll wie am Anfang waren. Dann war die Zeit gekommen mit meinem Mietwagen zum Flughafen nach Abu Dhabi zu navigieren und für meinen Flug nach München einzuchecken.

Im nächsten Beitrag erfährt ihr mehr über meine Rückkehr nach Hause!

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